Einrichtungsideen trotz Pflegebett

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Hallo! Ich kann dein Problem sehr gut verstehen. Wir mussten damals meine Oma ins Heim geben, weil niemand die zuhause pflegen konnte. Da musste sie dann auch von ihrem Haus in ein kleines Zimmer umziehen, dass sie sich sogar noch mit einer anderen Frau teilen musste. Aus der anfänglichen Freude wurde ganz schnell verbitterung und meine Oma hat dort nur noch ein halbes Jahr überlebt, weil sie keinen Lebenswillen mehr hatte. Aber anders ging es eben nicht mehr, weil sie neben der reinen Pflegebedürftigkeit auch schwer Demenz-krank war.

Wichtig war ihr damals bei dem Umzug, dass sie ihren Lieblingssessel mitnehmen konnte, eine kleine Kommode und natürlich ganz viele Fotos.

Vielleicht kannst du deinen Vater ja auch mal fragen, was er gerne in dem Zimmer hätte. Vielleicht irgendein Möbelstück mit besonderen Erinnerungen, ein Lieblingssessel o.ä. Frag ihn, welche Wandfarbe ihm gefallen würde oder sucht zusammen eine schöne Tapete aus.

Je nachdem wie groß das Zimmer ist und wie fit dein Vater noch ist (falls er noch nicht komplett bettlägerig ist), könnte man ggf. auch einen Raumteiler (z.B. so ein offenes Regal) aufstellen und so wenigstens ein bißchen den Wohn- und den Schlafbereich trennen.

Ich persönlich fände es aber eben sehr wichtig, deinen Vater - wenn irgendwie möglich - in die Gestaltung mit einzubeziehen. Dann wird er sich wahrscheinlich eher wohlfühlen, als wenn ihr alles alleine entscheidet und ihn vor vollendete Tatsachen stellt.

Alles Gute!

Bei der Wohnungsanpassung können Wohnberatungsstellen vor Ort helfen, deren Adressen man von den Kranken- und Pflegeversicherungen, von Seniorenbüros, Pflegediensten, Sozialstationen und vom Sozialamt erhalten kann, und deren Mitarbeiter bei Hausbesuchen die erforderliche Maßnahmen besprechen und bei Antragsstellungen behilflich sein können.

danke, aber genau das war nicht meine frage! die pflegerischen beratungsangebote sind uns bereits bekannt! leider wird hier aber vergessen, dass man trotz seiner körperlichen einschränkungen immer noch mensch ist und ein persönliches ästhetisches empfinden hat! schließlich wirkt sich das deutlich auf die psychische verfassung aus!

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