Eingeschlafene Hände?

3 Antworten

Das könnten Durchblutungsstörungen sein. Da die Symptome durch Bewegung vollständig verschwinden und die Finger nicht dauerhaft geschwollen und / oder verfärbt sind, dürfte die Ursache sein, dass dein Arm falsch gelegen hat. Sollten sich die Finger verändern / bereits verändert haben, geh bitte zum Hausarzt.

Ich habe auch ab und zu nach dem Aufwachen an der rechten Hand "eingeschlafene" Finger, spüre aber beim Aufwachen gleichzeitig einen leichten Druckschmerz neben dem Ellbogen. Da wird wohl die Blutzufuhr eingeschränkt.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass eine Bandscheibe an einem Halswirbel auf einen Nerv drückt. Das solltest du von einem Orthopäden ausschliessen lassen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank! Habe eh Probleme mit der Halswirbelsäule, das wäre möglich. LG

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@Renchen

Dann wird es das wahrscheinlich auch sein. Ich habe auch ein hws syndrom und auch speziell morgens ein kribbeln in den Händen,ohne Schwellung und Verfärbung. Blutdruck top. Organisch auch,also kommt es bei mir durch die Dauerverspannungen im Nacken,halsbereich.

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Vielen Dank für die umfangreiche Antwort.

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Hallo Renchen,

diese Probleme haben viele Menschen mit zu stark verkrampften und verkürzten Muskeln im ges. Schultern-/Nackenbereich. Entweder liegst Du in einer so ungünstigen Schlafposition, dass Nerven von einer geschädigten Bandscheibe der HWS gedrückt werden, oder es wird der "Nervenstrang" des Plexus Brachialis eingeengt. Dies geschieht dann aber nicht an der HWS (von einer Bandscheibe), sondern eine "Etage" weiter, und zwar im Bereich zwischen den obersten Rippen und dem Schlüsselbein. Ich habe mal ein Bild (Quelle: Ken Hub) eingefügt und die Stelle mit roten Pfeilen markiert, wo das Problem liegt. Bei dauerhaft stark verkrampften Muskeln werden die oberen Rippen nach oben gezogen. Im Liegen kann es nun je nach Liegehaltung passieren, dass das Schlüsselbein sich leicht nach unten neigt und so den Abstand zu den Rippen mindert. Die dazwischen hindurch verlaufenden Nerven des Plexus Brachialis (im Bild grün) werden dadurch bedrängt/eingeengt, was dann in Folge zu den von Dir beschriebenen Symptomen führt.

Hättest Du die Blutzufuhr (auch) gemindert, dann würdest Du bereits beim Einschlafen in erster Linie mal die kalt werdenden Hände bemerken und beklagen, bevor die Hände ganz "einschlafen" oder kribbeln. Da Du aber von kalten Händen überhaupt nichts schreibst, gehe ich von diesen o. g. bedrängten Nerven aus.

Die Orthopäden tendieren überwiegend dazu, bei solchen Beschwerden die HWS zu röntgen, um dann im Nachgang den Patient auch noch zusätzlich ins MRT zu schicken. Merkwürdigerweise, und das habe ich in ganz vielen Jahren meines Berufes immer wieder so erlebt, wird die hier beschriebene mögliche Problematik des Plexus B. erst gar nicht in Erwägung gezogen, dabei ist dies mit einem ganz einfachen Drucktest zu überprüfen. Wenn Du also zum Arzt gehst, bitte frag ihn nach der Überprüfung dieses Nervengeflechtes, da dieses Geflecht den Arm mit Kraft und Sensibilität versorgt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
 - (Haut, Hand)

Stimmt das wurde bei mir auch ausser Acht gelassen. Wurde sich in erster Linie nur mit der Hws problematik beschäftigt. Die Beschwerden können ausstrahlen,mehr wurde nicht gesagt. Inzwischen war ja durch die Schonhalrung schon die gesamte Wirbelsäule betroffen.

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Oh, das ist eine sehr aufschlussreiche und informative Antwort. Vielen Dank!

Werde es beim nächsten Arzt Besuch anmerken!

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In erster Linie denkt man eher an einen Druck auf die Nerven, die den Handbereich versorgen durch krankhafte Veränderungen an der Halswirbelsäule .

Erst wenn dies ausgeschlossen ist, an Durchblutungsstörungen

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