Eine Halsschlagader zu?

4 Antworten

Hi.

Ein Verschluss einer Arterie (Halsschlagader) geschieht meist schleichend.

So bemerkt man es meist Monate, - bis Jahrelang nicht, wenn sich eine Arterie im Hals langsam verschließt.

Passieren kann das zum Beispiel durch Nahrungsreste, aber auch ungesunde, fettreiche Ernährung. Aber auch viele weitere Ursachen sind denkbar.

Es muss aber nicht bei jedem passieren. Der Körper jedes Menschen reagiert unterschiedlich. Das hat auch etwas mit der Genetik und Veranlagung zu tun..

Wenn man so etwas bemerkt, dann ist das meist im Endstadium (also kurz vor einem darauf folgenden Schlaganfall) oder beim Kardiologen in der entsprechenden Vorsorgeuntersuchung.

Diese Voruntersuchung ist auch nicht verkehrt, denn es könnte jeden irgendwann mal treffen und wenn es rechtzeitig entdeckt wird, dann kann man dem auch noch recht gut entgegenwirken.

Eine verstopfte Arterie kann zwar zeitweilig durch eine zweite Arterie kompensiert werden, meist aber nicht auf Dauer und das kann häufig dann im schlimmsten Fall zu einem Schlaganfall führen.

Woher ich das weiß:Recherche

Ein Arterienverschluss durch „Nahrungsreste“? Wie sollen denn die in die Arterie gelangen??

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@Horsewoman

Fehlleitung der Nahrung, Verlegung der Atenwege? Merke Dir bitte einen Satz:

"In der Medizin gibt es NICHTS, was es NICHT gibt!"

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@TheLiker

Wenn fehlgeleitete Nahrung die Atemwege verlegt, kriegst du Atemnot, die allerdings sehr schwerwiegend sein kann. Die Arteria carotis hat damit aber immer noch nichts zu tun. „Nahrungsreste“ in der Arterie halte ich weiterhin für etwas, was es nicht gibt.

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Ein akuter Verschluss der Arteria carotis ( Halsschlagader ) hat einen Apoplex ( Schlaganfall ) zur Folge.

Ein über Jahre hindurch schleichender Verschluss kann in der Tat unbemerkt bleiben, weil dann sogenannte Kollateral-Gefäße die Durchblutung übernehmen können.

Wenn das eingetroffen ist, ist damit zu rechnen, dass auch die andere Ader sich verschließt. Wenn wir so etwas feststellen, arbeiten wir mit einem Katheter und machen die Vene wieder frei. Je nach dem wo die Vene verschlossen ist können auch künstliche Venen eingesetzt werden. Gabriele Schöllgen

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Aber die Halsschlagadern sind doch keine Venen, sondern Arterien? Mein Bruder hatte auf beiden Seiten Carotis-Stenosen, das hat zu einer TIA und anschliessend zu zwei ziemlich schweren Operationen geführt.

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Die " Halsschlagader " ist ( wie der Name eigentlich schon sagt ) eine Arterie und keine Vene !!

Aber das wirst Du während Deines geplanten Medizin-Studium sicher noch lernen können !!

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@Tigerkater

Als Ärztin macht man in der Hinsicht auch Fehler. Danke. Wenn ich etwas schreibe, steht auch mein Name dabei. Bei mit studieren die Leute in Medizin. Prof. Dr. Gabriele Schöllgen

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@kllaura

Selten so gelacht !

So ein Fehler als Ärztin, da spare ich mir wirklich jeden weiteren Kommentar !!!

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@Tigerkater

Gebe dir peinlich Recht. Aber in der Regel haben meine Patienten nach meiner Behandlung weniger Schmerzen. Ziehe aber bitte meine Tochter dafür nicht in den Schmutz. Es war ein Fehler von mir. Mein Zugang wurde sofort bei der Eröffnung gleich gesperrt.Ohne etwas geschrieben zu haben. Ich nehme die gleiche IP-Adresse an. Ich danke ihnen als Kollege, dass sie so aufmerksam sind. Prof. Dr. Gabriele Schöllgen

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@kllaura

Die Geschichten rund um diese Familie sind schon mehr als sonderbar........

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Es ist eine Frage der Dynamik des Verschlussgeschehens.

Ein plötzlicher Verschluss einer der beiden Halsschlagadern kann durch die physiologischen Kollateralen (A. carotis interna der Gegenseite und Aa. vertebrales) in der Regel nicht kompensiert werden und es kommt zum Bild eines akuten Schlaganfalls.

Kommt es zur Bildung einer (meist arteriosklerotisch bedingten) Verengung einer Schlagader, die im Laufe der Jahre langsam aber stetig zunimmt und zuletzt ganz zu geht, so kann dieser Verschluss klinisch unbemerkt bleiben. Die Kollateralen können die Versorgung dann dauerhaft gewährleisten. Es gibt Einzelfälle,in denen nur noch eine einzige der vier hirnversorgenden Arterien offen war, ohne dass die Patienten neurologische Störungen haben.

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