Frage von reyna, 41

Mein Job macht krank, was nun?

Hallo zusammen,

ich stehe vor einem totalen Dilemma! Bei uns auf der Arbeit herrscht ein Klima geprägt von Stress, Druck und Konkurrenz und dafür bin ich wirklich nicht gemacht! Ich habe im letzten Jahr schlimme Schlafstörungen entwickelt und 10 Kilo ungewollt abgenommen, weil ich einfach keinen Appetit mehr habe. Nun habe ich aber das Problem, dass ich von dem Job abhängig bin und kein Arbeitslosengeld für 3 Monate bekomme, wenn ich kündige. Was kann man da tun? Ich kann mich doch nicht weiter krank arbeiten...

Antwort
von Winherby, 27

Mit diesem Problem solltest Du bei Deiner Arbeitsagentur vorstellig werden. Viele Arbeitnehmer wissen nämlich nicht, dass man auch als Arbeitnehmer trotz Beschäftigung bei der AA eine neue/andere Stelle suchen darf, - man muss nicht erst arbeitslos sein. Melde Dich als arbeitssuchend. Klar werden die fragen "wieso?..., Sie haben doch ´ne Stelle?"

Das ist dann der richtige Zeitpunkt denen klar zu machen, was Du hier oben schreibst, schildere Deine Probleme in aller Deutlichkeit, darfst auch ruhig etwas übertreiben. Sag denen, dass Du krank und arbeitsunfähig werden wirst, wenn sich die Situation nicht ändern würde. Außerdem, wenn Du dann oft dauernd krankheitsbedingt fehlst, würdest Du irgendwann auf die Straße gesetzt, und dann wärst Du eh Kunde bei denen. 

Um all dies zu vermeiden, sollte die AA Dich bei der Suche nach einer erträglicheren Arbeitsstelle unterstützen. Du selbst solltest aber optimalerweise auch bereit sein, der Arbeitstelle zu folgen, also entweder lange Pendlerstrecken zu fahren, oder der Umwelt zuliebe sogar umziehen. Kannst halt nicht erwarten, dass die Arbeitsstellen Dir nachlaufen, ok? Je nach Region Deines Wohnortes kann es ja sehr schwer sein.

Auch ein Attest Deines beh. Arztes, der das Problem recht deutlich schildert, kann bei Deinem Begehren nur helfend wirken. Viel Erfolg

Antwort
von Melanie88, 19

Mit letzterem Satz gibst du dir eigentlich schon selbst deine Antwort.

Das ganze musst du ja nun nicht überstürzen, aber wenigstens damit beginnen, eine andere Arbeitsstelle zu suchen. Je länger du da untätig bleibst, desto später kommst raus und kränker wirst...

Deinem Arbeitgeber oder den Kollegen musst von deiner Suche nichts erzählen. Dies solltest du auch nicht. Besser ist es abzuwarten, bis du einen neuen Arbeitsvertrag (Kündigungsfrist beachten) in der Tasche hast.

Antwort
von sternchen112, 1

Eigentlich hast du dir deine Frage schon selbst beantwortet. Du musst etwas unternehmen, wenn du nicht noch weiter krank werden willst!! Natürlich bist du auf das Gehalt angewiesen, aber dann schaue dich doch nach Alternativen um! Schreibe Bewerbungen so viele du kannst und wenn du einen neuen Job hast, dann kündige den Alten. So hast du keine Probleme, dass du ein Einkommensdefizit hast und klärst so auch dein Stressproblem. Zur Unterstützung bis dahin würde ich dir empfehlen, dass du dir Antidepressiva holst, um wieder besser schlafen zu können und nicht im Stress zu versinken. Es gibt gute pflanzliche Mittel aus der Apotheke, welche gut wirken. Ich habe zB. mit Sedariston gute Erfahrungen gemacht und meine innere Stärke dadurch wieder gefunden. Raffe dich auf und unternimm was, nur so kannst du etwas bewirken!

Antwort
von Mai20, 17

Aber nicht auf die Agentur für Arbeit vertrauen. Definitiv anfangen nach einen neuen Job zu suchen, das ist heute wirklich nicht ungewöhnlich. Tu es sonst macht es dich noch kränker, ich habe es nicht getan und bin deswegen depressiv geworden ... keine schönen aussichten.

Antwort
von Tsubasa10, 6

Hallo zusammen,

ich schließe mich da, bedingt, an meine Vorredner an. Auf die Agentur für Arbeit würde ich mich jetzt nicht sonderlich verlassen. Ich persönlich habe da nicht wirklich gute Jobangebote bekommen. Das schienen mir wirklich eher "Restposten" zu sein.
Von daher, wenn du noch die Energie besitzt, würde ich Melanie88 anschließen.Du hast doch nichts zu verlieren?

Ich habe, interessanter Weise letztens erst bei Sat eins einen Beitrag dazu gesehen: https://www.sat1.de/ratgeber/gesundheit/gesundheit-der-falsche-job-belastet-koer...

Da sagen sie, dass es hilft sich auch einfach mal wieder zu fragen "Wofür würde ich mich entscheiden, wenn alles möglich wäre?"
Was macht dir eigentlich Spaß? Vielleicht musst du dich ja einfach nochmal umorientieren?
Denn das ist der Weg in eine neue Berufung, für die es sich auch lohnt morgens aufzustehen!

Antwort
von haashase, 7

ich würde mich auf jeden Fall mal nach einem neuen Job umschauen.

Wenn es zu schlimm wird, kann man sich gelegentlich krankschreiben lassen.

Und natürlich ist es besser, wenn dir gekündigt wird, damit du keine Sperrzeit bekommst. Du könntest es ja darauf anlegen, indem du sozusagen Dienst nach Vorschrift machst.

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