Dürfen Ärzte nach belieben entscheiden?

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5 Antworten

Hallo,

Ich verstehe die Frage jetzt so, dass du wissen möchtest, ob Ärzte einen Patienten willkürlich im Krankenhaus lassen können.

Die Antwort ist ganz klar nein!

Zum einen kann ein Arzt dir nur eine Empfehlung ausprechen, das heißt er kann dir nur raten länger den stationären Aufenthalt in Anspruch zu nehmen wenn er dass aus medizinischen Gründen für wichtig hält, allerdings kann dich natürlich niemand dazu zwingen diesen Rat auch anzunehmen, denn eine volljährige Person hat ja auch für sich selbst das Aufenthalsbestimmungsrecht und dass heißt dass jeder sich dazu entscheiden kann wo er gerade sein will.

Natürlich kann dich niemand dazu zwingen länger im Krankenhaus zu bleiben, Allerdings wirst du dann auf sog. eigene Verantwortung gehen müssen. das heißt du musst unterschreiben dass du gegen den Rat der Ärzte das Krankenhaus verlassen willst, denn damit sichern die sich ab, damit man sie nicht haftbar machen kann wenn was passieren sollte, zum Beispiel du kippst um oder so obwohl du in Behandlung warst.

Ja können Ärzte denn aber willkürlich diese "empfehlung" aussprechen um sich abzusichern und/oder die Person länger drinzubehalten?

Bei normalen Krankenhausärzten weiss ich, dass die Krankenhäuser pauschalbeträge bekommen und eigentlich kein Interesse haben die Patienten länger drin zu lassen. Somit ist meine erste Frage beantwortet.

Kriegen aber Berufsgenossenschaftliche Kliniken auch nen Pauschalbetrag oder wird da alles genau gemacht?

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@mister0086

mir wurde gesagt (so ist jedenfalls die vermutung meines Mannes) dass die berufsgenossenschaftlichen krankenhäuser eher dran interessiert sind dass die Leute wieder arbeiten können. Und die müssten doch auch "mehr" Geld bekommen wenn der Patient länger bleibt oder?

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@RyokoLynn

Klar kriegen sie mehr Geld, es entstehen ja auch höhere Kosten. Die Frage ist, das ist mir noch nicht ganz klar: Will Deine Freundin länger dableiben oder eher schneller wieder raus?? Je nachdem kann man das Gespräch mit dem Arzt doch auch lenken!

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@Johnny58

den menschen der im krankenhaus ich kenn ich nicht es ist n kumpel von ihr und sie macht sich bloß sorgen ^^ naja also wie es sich anhörte will er nächste woche freitag schon gern raus und bla weil die beiden da irgendwas machen wollten was sie nur 1mal im halben jahr machen können keine ahnung. ich frag nur für sie weil sie hier nicht angemeldet ist ^^

im berufsgenossenschaftlichen krankenhaus liegt mein fester freund deswegen hab ich die frage gleich dazu bezüglich darauf gestellt weil er am freitag geburtstag hat und dann gerne raus will.

der kumpel liegt in einem normalen und soll ne woche später raus soweit ich weiss, ich kann mich auch irren... ich hab nicht die kompletten infos

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Grundsätzlich: Du fragst,ob Ärzte das dürfen. Natürlich nicht! Aber ob sie es "können"? Ja, auch natürlich. So zu entscheiden "nach Belieben" oder "aus Laune" wäre eine menschliche Schwäche, und Ärzte sind eben Menschen. Vielleicht entscheiden sie eher vorsichtig, die Patientin soll noch da bleiben, weil sie das Gefühl haben oder ihre Messergebnisse und Befinde so interpretieren, dass es besser wäre, und Du meinst dann, es wäre Ihre Laune?

Also, ja, bei schlechter Laune "kann" (im Sinne von: er hat die Macht dazu) er das sagen und sie dabehalten. Du schreibst: "Ja können Ärzte denn aber willkürlich diese "empfehlung" aussprechen um sich abzusichern und/oder die Person länger drinzubehalten?" Warum "willkürlich"? Willkürlich heißt immer. Weil sie gerade Bock dazu haben. Aber um sich abzusichern, klar! Das ist ja im Sinne aller.

Aber: Man kann sich als Patient ja immer selbst entlassen, auf eigene Verantwortung, das muss dann auch unterschreiben. Meine Erfahrung ist, dass einen die Ärzte entlassen, wenn man das selbst will und sie das medizinisch vertreten können. Da halte ich die allermeisten Ärzte für so professionell, dass sie das nicht von ihrer "Laune" abhängig machen. Wäre doch auch völlig kontraproduktiv für sie, wenn sie einen unzufriedenen und unwilligen Patienten aus einer "Laune" heraus weiter betreuen müssten, oder?

ich kann dir versichern das kein Patient länger im Krankenhaus bleibt als es erforderlich ist dafür sorgen schon die sogenannten Fallpauschalen und außerdem würden die Krankenkassen das nicht bezahlen..... und das kann sich kein Haus leisten......im Gegenteil der Trend geht immer mehr zur ambulanten Behandlung.

Gut, danke dann geb ich das so weiter ^^

ist das bei der Berufsgenossenschaftlichen klinik mit dem geld eigentlich genauso..?

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@RyokoLynn

gespart muß überall werden und ich denke da ist es auch so

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Z.B Entlassungen oer Ähnliches. Speziell berufsgenossenschaftliche Ärzte.>

ARGH was hab ich denn da geschrieben??? da war ich wohl in Gedanken ich meinte "speziell normale Ärzte/Krankenhausärzte" -.-

Ja man sollte nicht in der Weltgeschichte rumschauen wenn man was schreibt...

Liebe RyokoLynn,

wenn du eine Ergänzung zu deiner Frage hast, füge sie bitte als Kommentar an eine Antwort an. So bleibt alles schön übersichtlich.

Herzliche Grüße

Emily vom gesundheitsfrage.net-Support

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Hallo RyokoLynn,

da ich selbst an einem Klinikum als Stationsarzt tätig bin, kann ich Ihnen ganz klar Ihre Frage beantworten:

Unsere Entscheidung der Entlassung richtet sich nicht nach unserer Tagesform, sondern nach den aktuellen Befunden (Labor, Verfassung, ggf. Sono/Röntgen, usw.)

Da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen und dürfen ganz beruhigt dem zuständigen Arzt vertrauen.

Glauben Sie mir, kein Krankenhaus möchte einen Patienten länger als nötig stationär Behandeln.

Geschichten, die Krankenhäuser oder Ärzte würden Patienten mit Absicht länger in stationärer Behandlung behalten um ggf. von weiteren Einnahmen zu profitieren, sind Unsinn. Wir verdienen nicht an der Dauer des Aufenthaltes.

Nicht die Dauer, sondern die Masse bestimmt die Wirtschaftlichkeit!

In diesem Sinne, einen schönen Abend.

Nic129

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