Die Pille bei Migräne- Unverträglich?

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Nach den neuesten Erkenntnissen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft kann das Risiko für Migräniker einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, nur bei Migräne mit Aura leicht erhöht sein - das hängt u. a. von der Häufigkeit der Auren ab. Außerdem gilt das nur für Östrogen haltige (Kombinationspillen).

Quelle, Artikel vom 16.4.12:

...Es habe sich gezeigt, dass bei 80 Prozent der Migränepatientinnen ohne Aura kein erhöhtes Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiko bestehe. Und auch bei den Patientinnen, die unter einer Migräne mit Aura leiden, sei das Risiko zwar leicht erhöht, jedoch sei das relative Risiko von der Häufigkeit der Auren abhängig...

http://www.gegenkopfschmerzen.de/blog/2012/04/16/antibabypille-und-migrane-herzinfarkt-und-schlaganfall-risiko-doch-nicht-erhoht/

Die übliche Pille ist die Kombinationspille, die Östrogen und Gestagen enthält. Diese Pille führt bei migräneveranlagten Frauen meistens zu einer Verschlimmerung der Migräne.

Besser für Migränepatientinnen ist eine reine Gestagen-Pille. Diese wird ohne Pause durchgenommen. Man hat dann keine Entzugsblutung mehr. Dadurch, dass keine Hormonschwankungen mehr stattfinden, bleibt in den meisten Fällen auch die (hormonell bedingte) Migräne aus.

Wie bei gesunden Frauen erhöhen auch bei Migränepatientinnen Faktoren wie Rauchen oder hohe Blutfettwerte das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Bestehen keine dieser Risikofaktoren, spreche auch bei Migränepatientinnen mit Aura nichts gegen die Einnahme einer Antibabypille. Auch gebe es für diese Frauen die Möglichkeit, mit einem reinen Gestagen-Medikament zu verhüten.

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