Diagnose ADHS - Ritalin als letzter Ausweg

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Nachdem es noch immer keine Langzeitstudien über die Auswirkungen von Ritalin auf die Vorgänge im Gehirn gibt, würde ich immer raten, erst alle anderen Optionen auszuschöpfen. Dazu gehören in jedem FAll eine Verhaltenstherapie, Zuführung ungesättigter Fettsäuren und homöopathische Behandlungen. Es gibt Psychologen, die ADHS-Kinder nur homöopathisch behandeln und dabei gute Erfolge erzielen. Hervorzuheben ist hier das Homöopathisch therapeutische Praxiszentrum von Dr. med. Nickolaus Hock in München.

Diese Frage ist nur schwer zu beantworten, wenn man die näheren Umstände nicht kennt. Ich persönlich halte diese Lösung für nicht gut, weil es mir danach aussieht, als seien längst nicht alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft. Nur Ritalin zu geben, damit der Junge den Unterricht nicht stört oder damit er sich in der Schule besser konzentrieren kann, ist wohl nicht der richtige Weg. Ergotherapie und Psychomotorikgruppe klingt mir auch nicht "persönlich" genug. Oft sind die Kinder ja unruhig, weil sie an einem Problem zu knabbern haben. Ist das der Fall, ist ihnen am besten mit dem persönlichen, tiefenpsychologisch orientierten Gespräch geholfen. Die Unsicherheiten fangen schon bei der Diagnosestellung an. ADHS wird oft diagnostiziert, obwohl es sich nach strengen Klassifikationskriterien ("ICD", International Classification of Diseases)oft gar nicht um ADHS handelt. Will sagen: Solch eine Frage lässt sich kaum beantworten, ohne die Umstände näher zu kennen.

Aus gesundheitlichen Gründen Schule abbrechen und nur die Fachhochschulreife machen?

Mit einem einjährigen Praktikum?

Kurz zu mir, ich bin weiblich und 21, wohne alleine und besuche gerade die 13. Klasse. Mindestens in zwei Teilbereichen schreibt mir die Psychologie eine Hochbegabung zu, soll nun nichts Spezifisches heißen, aber ganz dumm bin ich nicht - zumal ich eine sehr theoretische Veranlagung aufweise, Praktisches liegt mir gar nicht. Nun habe ich auch recht starkes ADS, die "Diagnose" liegt einige Jahre zurück, wurde ebenfalls von einem ehemaligen Nachbarn, der Psychotherapeut war, getätigt und nie für öffentliche Stellen glaubwürdig verschriftlicht. Ließe sich aber sicher ändern.

Wie in meinem letzten Text geschrieben, geht es mir momentan ziemlich beschis sen. Meine Mutter ist schwer krank, weshalb ich dauerhaft besorgt bin und sogar meine Klausuren noch schlechter schreibe als ohnehin schon (aufgrund des Chaos in meinem Kopf). Zudem habe ich seit dreieinhalb Jahren Liebeskummer, wegen dem ich immer wieder zusammenbreche, dann noch starke soziale Defizite, instabile Beziehungen, nur zwei "Freunde", emotional bin ich sehr instabil, weise temporären Selbsthass auf. Bin Alkoholikerkind. Wenn ich jetzt weine, kann es sein, dass ich in zehn Minuten wieder in Euphorie schwelge. Weshalb mir dann auch keiner mehr glaubt, dass es mir wirklich ziemlich schlecht geht. Wenn ich nicht mindestens zwölf Stunden täglich schlafe, bin ich zu nichts zu gebrauchen.

Heute habe ich unentschuldigt in einer Matheklausur gefehlt, weil ich wieder eine sehr unschöne Panikattacke und kein Geld für den Arzt hatte.

Was tun? Eine Psychotherapie machen und noch ein Jahr wiederholen (bin schon ehemalige Schulabbrecherin, habe wegen meiner Psyche schon drei Jahre 'verschwendet' und komme mir so langsam nutzlos vor, weil ich noch nie gearbeitet habe)?

Oder die Schule abbrechen und mithilfe des Fachabiturs versuchen, ein gutes Studium an der FH aufzunehmen? Ich meine, wenn ich einmal an der FH studiert habe, kann ich ja noch immer an die Uni. Habe das Geld momentan zwar nicht, aber man weiß ja nie... Meine Familie meint, ich solle mein Abi zumindest versuchen. Aber ich kann dem Unterricht nicht mehr folgen. Ich habe schon zwei Defizite in Mathe und zwei in Französisch. Mit etwas Pech bekomme ich noch eins in Bio, zusammen mit den beiden, die ich in Mathe noch kriegen werde, wär das eins zu viel, um zum Abi zugelassen werden zu können, da ich nur sechs haben darf und dann sieben hätte (meine Mathefünfen sind leider unumgänglich, Mathe ist der blanke Horror für mich, obwohl ich im Rechnen immer ziemlich gut war, sagten auch andere. Ich kann lernen, wie ich will, es bringt keine Erfolge.).

Ein Problem vorweg: Ich weigere mich und werde mich auch weiterhin weigern, Medikamente gegen ADHS zu nehmen. Abgesehen davon, dass zumindest Methylphenidat meines Wissens für Erwachsene nicht verschreibungszulässig ist...

Bin nur Antwoten von empathischen Menschen, alles andere könnte mich momentan noch mehr aus der Bahn werfen.

Dankeschön

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Ziehen in der linken Hand - Austrahlung vom Herz

Hallo..also ich bin grad mal anfang 40 - weiblich. Seit heute Mitternacht (ich wurde wach deswegen) hatte ich ein schreckliches ziehen in der linken Hand - an einschlafen war natürich eine Zeit lang nicht mehr zu denken und so beobachtete ich dieses Symptom weiter bis jetzt. Es geht spürbar vom Herzen aus.... es ist wie... hm wie soll ich sagen wie ein Druck im/am Herz und der zieht sich weit in die linke Hand nach vorn. Muss dazu sagen das ich die letzten fünf Jahre unter enormen psychischen Streß stand... und da dauernd Herzrasen hatte.Komm mir schon ein bisschen blöd vor wegen sowas zum Arzt zu gehen in meinem Alter ?? zumal mein Arzt eh so einer ist bei dem man am besten selbst die Diagnose stellt. Vielleicht kennt sich ja jemand hier aus, oder hatte sowas selbst schon mal? danke erst mal

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