Der Aufwand ist sinnlos

7 Antworten

Liebe jessicaalina,

jemanden, den man liebt auf grausame Weise zu verlieren, ist ein furchtbares Erlebnis und dass du - solange es eben dauert, trauerst, spricht für dich, dass du ein empfindsamer, liebenswerter Mensch bist. Auch, dass man unterschiedliche Existenzängste hat, ist normal.

Dieses man müsse "an sich arbeiten" und "etwas an sich ändern" finde ich seelisch grausam und Therapie nur sehr eingeschränkt hilfreich.

Es geht doch mehr darum, sich so anzunehmen wie man ist und auch von anderen so geliebt zu werden.

Ich wünsche dir glückliche neue Freundschaften, denn du lebst ja und deine verstorbene Freundin hätte sicher gewollt, dass es dir gut geht.

Ich feiere zum Beispiel jedes Jahr die Geburtstage von meinen toten Lieben und zünde an Weihnachten Kerzen für sie an oder schreibe Briefe mit allem, das ich ihnen immer noch sagen will. So leben sie fort, weil ich sie nicht vergesse und dankbar bin, dass sie Teil meines Lebens waren.

Mir hilft Yoga besser als Therapie (wo man einen fremden Menschen dafür bezahlen muss, dass man über die Wichtigsten Ereignisse und Gefühle seines Lebens spricht) und ich streichle gerne Hunde, wenn ich traurig bin, das tröstet mich. Bestimmt kannst du etwas für dich finden.

Mut entwickelt sich von ganz alleine, wenn es soweit ist.

Alles Liebe für dich <3

@Angelfloat: Deine Antwort ist sehr tröstlich und einfühlsam. Aber bist Du sicher, dass die Fragestellerin jetzt, - fast vier Jahre nach der Frage -, noch immer nach Trost für den Verlust sucht? LG

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@Winherby

Habe das Datum erst nach dem Absenden gesehen ;)

Auf der anderen Seite kann es ja sein, dass jessicaalina doch wieder einmal vorbeischaut und es ihr gut tut.

Und vier Jahre ist nicht viel für einen herben Verlust. Ich hab die wichtigen Menschen, die ich schon verloren habe, nie vergessen und immer wieder Phasen, wo die Trauer auftaucht. Wertvolle Menschen bleiben für immer unersetzlich.

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Es gibt Menschen, die sagen zu allen möglichen Problemen die auf sie einstürmen, "- ach egal". Ein wenig von dieser Einstellung brauchst Du. Diese genannte Ach-egal-Gruppe sind Menschen welche kiffen. Im Mariuhana sind die hauptverantwortlichen Wirkstoffe das THC und CBD. Diese Stoffe verändern die synaptischen Prozesse im Gehirn. Dies bewirkt die veränderte (lockere) Lebenseinstellung. Dies habe ich jetzt extrem verkürzt erzählt, aber es funktioniert so gut, dass es mittlerweile THC-haltige Medikamente gibt, die ebenfalls diese Wirkung hervorrufen, Du musst also jetzt nicht zur Kifferin werden. Darauf würde ich den Arzt mal ansprechen. Es gibt aber auch andere Arzneien pflanzl. Ursprungs, die stimmungsaufhellend wirken, z. B. das bekannt Johanniskraut. Es gibt aber noch weitere Anxiolytika (Angstlöser). Sprich mit Deinem Arzt darüber, es müssen nicht immer die teuren und zeitaufwändigen Therapiestunden bei Dr. Freud sein, alles Gute

Leider blockierst du dich selber mit deiner Haltung, dass alles nichts bringt, denn entsprechend gehst du dann ja mit den therapeutischen Maßnahmen um. Was bei einer Therapie sehr wichtig ist, ist eben, dass man mit Offenheit und dem Willen, sehr an sich zu arbeiten herangeht, und da blockiert der Gedanke, alles bringe nichts mitunter sehr.

Nun gäbe es mehrere Möglichkeiten. Du könntest mal besprechen, ob es sinnig wäre, zusätzlich zu einem Psychiater zu gehen, der dir Medikamente aufschreibt (ein Psychologe darf i.d.R. nichts verordnen, da er kein Arzt ist. Es sei denn die Therapie ist bei einem Psychiater, der ist Arzt und kann auch etwas verordnen), nicht auf Dauer, sondern erst einmal zur Stabilisierung, damit du die Therapie besser annehmen kannst. Je nachdem, wie schlecht es dir geht, können Antidepressiva mitunter sinnig sein, damit Du überhaupt die Kraft für eine Therapie hast. Die Kombination aus Medikamenten und Therapie hat Studien zufolge auf lange Sicht größere Erfolgsaussichten als nur eines von beidem.

Dann käme auch ein Therapiewechsel in Frage. wenn du nach drei Jahren deine Trauer noch nicht bewältigen kannst und meinst es bringt alles nichts, ist es vielleicht auch einfach die falsche Form von Therapie oder der falsche Therapeut. Es gibt ja verschiedene Ausrichtungen (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, Psychoanalyse), und wenn dir die eine nichts bringt, ist vielleicht eine andere besser für dich. Das ist ganz individuell, manche kommen mit dem einen besser klar, andere mit etwas anderem, versuche es doch mal mit einem Wechsel.

Ganz wichtig dabei ist aber: Du musst es wollen und bereit sein, an dir zu arbeiten. Ansonsten bringt es nämlich tatsächlich nichts. Bedenke: der Großteil der Arbeit bei einer Therapie liegt beim Patienten. Der Therapeut kann dir den Weg weisen, aber gehen musst du selbst.

Guten Tag Ich (m) musste mir nach einer Testosteronbehandlung (wegen Krankheit) Pregnyl (HCG) verabreichen. Wie sollte ich jezt aber das Pregnyl absetzen?

Da ich (28 Jahre alt) vor 2 Jahren immer müde war und keine Lust mehr auf Geschlechtsverkehr hatte, liess ich mein Blut untersuchen. Der Arzt schickte mich zum Endokrinologen, da meinTtestosteron wert sehr niedrig war. Nach etlichen untersuchungen wurde mir 1 Jahr lang Nebido, ein künstliches Testosteron verabreicht. Da ich jedoch noch den Wunsch habe Kinder zu kriegen wollte ich danach damit aufhören. Jezt muss ich schon 1 Jahr lang Pregnyl spritzen. Das ust ein HCG, welches die Hoden wieder anregt selber Testosteron zu produzieren. Ich musste 3 mal in der Woche eine intramuskuläre Spritze machen. Vor einiger Zeit fragte ich den Gynäkologen ob ich nun nicht das HCG absetzen sollte? Da er sehr wenig Zeit hatte, sagte er mir nur ich solle jezt 2 mal pro Woche injizieren. Ich konnte den Arzt jezt lange nicht erreichen, weil es in der Praxis einen Wechsel gab. Daraufhin beschloss ich von selbst nun noch 1 mal pro Woche zu spritzen, weil ich Angst vor diesem Zeug habe und es für mich das logischste war, langsam abzusetzen. Seit zwei Wochen gehe ich nun so vor. Meine Hoden haben in letzter Zeit angefangen zu schmerzen und als ich gestern mit meiner Freundin schlafen wollte, war buchstäblich tote Hose... Ich bin recht verzweifelt, da ich nicht weiss wie vorgehen. Ich konnte den Arzt jezt erreichen, bzw seine Sekretärin und die hat mir erst einen Termin in einem Monat gegeben da er sehr viel zu tun habe.

Kann mir jemand sagen wie man das Pregnyl am besten absetzt? Ob ich eigentlich richtig vorgehe oder ob es dumm ist von 2 auf 1 Injektion pro Woche zu gehen?

Vielen Dank schon im Voraus für eure Antworten

MTRA87

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Hat meine Tochter ein psychologisches Problem?

Guten Tag, Ich bin der Vater einer 17 Jahre alten Tochter und bin mit meinem Latein am Ende. Ich denke, ich muss von Vorne anfangen: Schon im Kindergarten alter war überdeutlich Klar, dass sie anders war. Sie war immer sehr verschlossen und konnte nicht so recht mit anderen Kindern und war auch leicht zu verunsichern. Sie hatte dann zwar doch Freunde, aber in denen war sie dann gegen ihren eigentlichen Charakter sehr dominant. Später haben ich und meine Frau dann Luft bekommen, dass sie die Kaninchen im Kindergarten geschlagen hat. Dann, irgendwann bei uns zu Hause hat sie den Wellensittich gezwungen zu Baden. Wir haben es nicht weiter beachtet, schon bestraft aber nicht als was außergewöhnliches angesehen. Das hat dann auch im alter nachgelassen und ich bin mir zu 100% sicher, dass sie KEINEN Tier mehr was antut. (nun liegen ihr Tiere sehr am Herzen, sie betätigt sich auch ehrenamtlich) Aber dann ist mir aufgefallen wie schlimm es eigentlich mit unserem "schüchternen" Kind ist. Früher hat sie eher auf ein Eis verzichtet, als zum Verkäufer zu gehen und eins selber zu kaufen. Dann vor 2 Jahren wollte ich von ihr, dass sie schnell was bestellt und sie hat angefangen zu weinen und gesagt sie würde sich nicht trauen. Ich habe es auch wieder als Schwachsinn abgestempelt und fürchte nun immer mehr das es ein Fehler war. Die Schule hat mich und meine Frau kontaktiert das sie im Mathematikunterricht statt eine Antwort zu geben angefangen hat zu weinen, wir haben sie nicht drauf angesprochen. Im Urlaub hat sie nach einer Zeit aggressiv auf uns reagiert und meinte, dass sie einfach alleine sein will. Meine Frau sagte daraufhin das es typisch Teenager sei, ich jedoch finde dass dieses Verhalten mit 17 schon ungewöhnlich ist. Das ist aber nicht alles was mich beunruhigt. Auf unsere jüngere Tochter, die 9 Jahre jünger als sie ist reagierte sie schon immer kalt und Abweisend, gar hasserfüllt. Auch sonst kann ich sie nicht einschätzen, sie wirkt manchmal recht emotionslos oder ihre Emotionen passen nicht in die Situation, scheinen aufgesetzt zu sein, etc. Vieles lässt sie auch beunruhigend kalt und mir scheint es das sie sich ihren Freunden sehr Manipulativ gegenüber verhält. Meine Frau tut das alles ab, doch ich mache mir langsam Sorgen und bitte deswegen hier um Rat. Stimmt etwas nicht mit meiner Tochter?

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Psychologie: gibt es eine wirksame Therapie bei negativen Affirmationen und Selbstbeschimpfungen?

Hallo, über positive Affirmationen habe ich schon viel gelesen. U. a. in den berühmten Büchern von Dr. Joseph Murphy. Leider finde ich aber nur spärliche Informationen zu negativen Affirmationen. Deswegen beschreibe ich mal jetzt das prägnanteste Verhaltensmuster, welches bei mir immer wieder auftritt. Seit einigen Jahren bin ich beruflich selbständig. Mit dem Einkommen komme ich zurecht und so könnte ich mir eine geregelte Arbeits-Zeit mit Pausen (wie ein Angestellter) erlauben. Zudem habe ich neuerdings zu hohen Blutdruck, so dass eine Mittags-Pause (statt 8 oder 10 Stunden oder länger durcharbeiten) sinnvoll und notwendig wäre. Das Problem: wenn ich mich Mittags auf die Couch lege, bekomme ich sofort ein schlechtes Gewissen: "Du hast noch so viel zu tun. Was liegst du hier faul rum?" Dann beginnen in meinem Kopf auch gleich die Selbstbeschimpfungen: "du fauler Hund, du fauler Sack. Millionen Menschen arbeiten jetzt gerade während du hier faulenzt Steh wieder auf und arbeite, du faule Sau!" Manchmal erinnere ich mich dann auch an die Worte meiner Mutter (Gott habe Sie selig): während meiner Jugend "dein tüchtiger Vater arbeitet Tags und Abends, manchmal auch Nachts und am Wochenende. Und was machst du?". Deswegen gönne ich mir anno 2016 kaum eine Pause und arbeite fast immer 8 oder 10 Stunden durch, obwohl es nicht nötig wäre und meiner Gesundheit schadet. Daneben gibt es noch einige weniger gesundheitskritische negative Affirmationen. Z.B. wenn ich mich reinige nach dem Stuhlgang beschimpfe ich mich auch immer: du alter Sch..., was für eine Schw...., usw., usw. FRAGE: gibt es wirksame PSYCHOTRICKS oder PSYCHOTHERAPIEN, mit welchen man negative Affirmationen und Selbstbeschimpfungen bekämpfen kann? Für Tipps: danke im Voraus!

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Gibt es eine spezielle Psycho-Therapie für Hochsensible?

Hallo, bei meinen Recherchen mit Google habe ich nicht viel zu diesem Thema gefunden. Einzig eine Frankfurter Ärztin erwähnt, dass Sie kürzlich damit konfrontiert wurde, dass es anscheinend einen Bedarf gäbe für spezielle Psychotherapie für Hochsensible. Sie empfiehlt das Psychotherapieverfahren „Selbstorganisatorische Hypnose". Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich mal kurz schildern, was ich unter Hochsensible/Hypersensibel verstehen würde. Folgendes Beispiel: ein Mann mittleren Alters, der sich eigentlich ganz gut zurecht findet in seinem Leben und nicht unglücklich ist. Allerdings verliert er bei jedem, noch so kleinen Streit/Konfrontation, die Fassung und ist tagelang neben der Spur. Wenn es einen Streit mit einer für Ihn wichtigen Person (insbesondere der Lebenspartnerin) gibt, nimmt Ihn dass so sehr mit, dass er sich völlig zurück zieht und über Stunden hinweg Weinkrämpfe bekommt und Suizidgedanken aufkommen. Schlaf- und Ess-Störungen, sowie diverse psychosomatische Beschwerden treten dann auch auf. In ruhigen Phasen, wo es keinen Ärger/Streit gibt, hat er oft nächtelange Alpträume und fühlt sich dann physisch völlig ausgelaugt. Der Mann nimmt seit ca. 10 Jahren Antidepressiva (Paroxetin 20mg) und hat im Laufe seines Lebens an 4 Psychotherapien a´ 25-50 Sitzungen teilgenommen. Alle eigentlich recht erfolgreich. Bei der ersten (kognitive Verhaltenstherapie) hat er vieles gelernt, was ihm half, seine soziale Phobie weitgehend zu überwinden. Die 2.Therapie war eine Krisenintervention wegen Mobbing am Arbeitsplatz, die 3. und 4. (vor ca. 2 Jahren) waren Gesprächstherapien. Am Rande sein noch erwähnt, dass derjenige auch schon mal ein paar Mal im Internet am Aron-Test teilgenommen und das Ergebnis bestätigt hat, dass er offenbar zur Gruppe der Hoch-/Hypersensiblen gehört.

Wie gesagt: die 4 Therapien im Laufe seines Lebens waren eigentlich recht erfolgreich und allgemein ist die Lebens-Situation auch viel besser als vor Jahren/Jahrzehnten. Trotzdem gibt es immer wieder diese Überreaktionen auf Streit/Ärger/Konflikte/ungerechte Behandlung etc. Es ist zwar ziemlich unwahrscheinlich, aber auch nicht völlig auszuschließen, dass irgendwann mal eine Kurzschlussreaktion zum Suizid führt.

Meine Frage: gibt es eine spezielle Therapie, welche Überempfindlichkeit, bzw. Überreaktionen, von Hochsensiblen in Krisensituationen reduzieren kann?

Für Antworten: danke im Voraus!

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