Depressionen behandelbar?

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5 Antworten

Hallo!Ich gehe davon aus das Du für dich fragst? 1)Ziehe unbedingt einen Arzt zu Rate,wenn Deine depressive Verstimmung länger anhält oder besonders schwer ist. 2)Gehe auch dann zum Arzt,wenn sich Deine Stimmung auf dem Nullpunkt befindet,sich jedoch kein äußerlicher Grund dafür finden läßt. 3)Bist Du nur leicht depressiv oder handelt es sich um ein kurzfristiges Stimmungstief,hilft oft ein Gespräch mit Freunden. 4)Scheue Dich nicht einen Psychologen aufzusuchen.Es ist kein Zeichen von Schwäche wenn man seine Hilfe in Anspruch nimmt!5)Johanniskrauttee und ein Thymianbad beruhigen Deine Seele !!! LG

Johanniskrauttee kann die Stimmung aufhellen, ersetzt aber keinen Arztbesuch. Wegen der Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ist Vorsicht geboten. Bei Einnahme von anderen Medikamenten unbedingt mit dem Arzt oder Apotheker abklären, ob Johanniskrauttee getrunken werden darf.

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Bei einer Depression stellt der Arzt - im Idealfall ein psychiatrischer Facharzt oder ein Psychotherapeut - anhand der Anamnese die Diagnose. Symptome für eine depressive Erkrankung können Tests wie der Goldberg-Test liefern, allerdings gibt es keinen Test, der 100%ig zuverlässig zeigt, ob ein Mensch an Depressionen leidet oder nicht. Die Art der Behandlung richtet sich nach der Ausprägung der depressiven Symtome. Je nach Schwere der Erkrankung wird sie durch Gesprächstherapie, medikamentös oder stationär in einer Klinik behandelt. Eine Depsression ist heutzutage gut heilbar. Bei leichten Depressionen hat sich eine kognitive Verhaltenstherapie als hilfreich erwiesen.

Eine Depression zu diagnostizieren ist grundsätzlich nicht immer leicht. Ich persönlich bin ein grosser Verfechter des Hausarztes, zu dem ein Patient zunächst einmal mit seinen Beschwerden, gleich welcher Art (Ausnahme natürlich Zahnarzt, Gyn....) geht. Ein guter Hausarzt zeichnet sich dadurch aus, dass er auch auch seine Grenzen (er)kennt und seine Patienten nötigenfalls zum Facharzt weiter überweist. Dieser unterrichtet den Hausarzt als überweisenden Arzt über seine Befunde. So kennt ein Hausarzt seinen Patienten mit all seinen Beschwerden und Problemen und kann sich so ein Bild von ihm machen, was, und jetzt bin ich wieder bei Depressionen, in einem solchen Fall eine Diagnose mit Sicherheit erleichtern wird. Und, wenn es ein guter Hausarzt ist, wird er seinen Patienten zu einem geeigneten Psychotherapeuten überweisen. Wichtig bei der Behandlung von Depressionen ist, das der Patient auch mitarbeitet und die Therapie nicht blockiert. Daher ist es unerlässlich, dass der Patient sein Problem auch wirklich erkannt hat.

Hallo TanteBertha, das ist natürlich der Idealfall, den du da beschreibst. Leider haben viele Menschen heute keinen Hausarzt mehr oder der Hausarzt ist so überlastet, dass er sich nicht genug Zeit nehmen kann um eine Depression wirklich zu diagnostizieren, er kann nur Vermutungen anstellen. Der Patient hat aber die Möglichkeit drei Probegespräche zu führen, wenn es sich um eine ambulante Gesprächstherapie handelt.

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Ich empfehle den Hausarzt, wenn es einen gibt, als ersten Ansprechpartner. Ich hörte gerade kürzlich, daß die Hausärzte ähnliche Mengen Psychopharmaka verschreiben wie die Fachärzte für Psychiatrie / Neurologie. Nur in ernsten bzw. Zweifelsfällen wird der Hausarzt zum Facharzt zur genaueren Diagnose überweisen. Insbesondere mit Antidepressiva gibt es kaum Probleme und die hat mir mein Hausarzt auch schon verschrieben.

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Ich weiß aber auch, daß insbesondere viele Psychiater nicht viel von Psychotherapie halten und deswegen empfehle ich, falls der Arzt es nicht tut, auch mal den Weg zur Psychotherapie zu erwägen, um Ursachen zuu beheben, was die Medikamente eben nicht tun; sie wirken nur "kosmetisch" auf die Symptome.

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