Depression oder Morgentief?

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Für mich hört es sich so an, als ob es die Ungewissheit ist, was dir Probleme bereitet. Ein Lebensabschnitt endet gerade und ein neuer beginnt. Wie wird es weitergehen? Was mache ich nun? Wie wird das Studium laufen? Passt das Studium zu mir? USW usw. Das ist normal, dass das einen nicht so kalt lässt. Jeder verarbeitet so etwas anders und bei dir ist es eben dein Kopf, der dir dabei einen Streich spielt. Im Moment wird dir aber keiner sagen können, wie es bei dir weitergehen wird. Das wirst du in den nächsten Wochen und Monaten sehen, bis dahin lenke dich ab. Unternimm wieder etwas und sitze nicht nur zuhause rum. Mache Sport und erfreue dich an deiner freien Zeit! Du bist jung und hast jetzt viel Zeit, genieße das! Über deine Zukunft kannst du dir früh genug wieder Gedanken machen. Was du auch noch austesten könntest, sind pflanzliche Beruhigungsmittel. Sedariston aus Johanniskraut und Baldrian habe ich mal genommen und fand das ziemlich gut. Es hat bei mir dem Gedankenkreisen und der Unruhe ein Ende gesetzt. Schau doch einfach mal auf www.innere-stärke.info da kannst du dir mehr Infos holen.

Das hört sich für mich so an, als ob Du nach Deinem erfolgreichen Abi ein wenig in ein Loch fällst, und Dich in Deine negativen Gedanken und Gefühle selbst hineinsteigerst. Manchmal ist das so, gerade wenn man richtig Stress und Druck hatte, sein Ziel (Abi) dann erreicht hat, und der Stress abfällt. Die vorgegebene Tagesstruktur und die Aufgabe durch die Schule und die Abi-Vorbereitung sowie die damit zusammenhängenden sozialen Kontakte fallen weg. Und plötzlich scheint da nichts mehr zu sein ...? Hast Du sonst eigentlich keine sozialen Kontakte, die Du auch ohne Schule sehen könntest? Freizeitaktivitäten?

Und dann kommen bei Dir anscheinend auch Zweifel an Deiner Zukunftsperspektive auf. Dir erscheint jetzt vieles unsicher, ist es ja auch im Vergleich zur festen und sicheren Struktur des Schulsystems. Aber das gehört in Deinem Alter in der Lebensphase dazu. Ein paar Zweifel sind normal, schließlich ist in unserer Zeit die Zukunft oft auch sehr unsicher, nur solltest Du Dich nicht so hineinsteigern. Vielleicht stattdessen lieber aktiv an der Verfolgung einer Zukunftsperspektive arbeiten: Überlegen, entscheiden, informieren, was Du machen möchtest, sich bewerben zum Beispiel. Oder als Übergangslösung ein FSJ, Praktikum, Auslandsaufenthalt? Bist Du sicher bist? Und auch eine Auseinandersetzung mit Lebenssinn und Werten gehört in Deinem Alter dazu. Die zentrale Frage: Wie kann ich mein Leben sinnvoll erleben? Was macht für mich Sinn? Was möchte ich mal meinen Enkeln über mein Leben erzählen, was es lebenswert gemacht hat?

Falls Du damit nicht selbständig klar kommst, von diesen trüben Gedanken auch wieder loszukommen, sich selbst zu aktivieren und Lebensziele zu verfolgen, solltest Du Dir vielleicht professionelle Hilfe suchen bei einer Beratungsstelle oder einem Psychotherapeuten.

Viel Glück!

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