Depression - Burn-Out in der Ausbildung

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Liebe((r)) Benutzer19,

leider kann ich hier nur schwer beraten, da ich weder die Vorgeschichte noch die Diagnose(n) kenne; es hat jedoch den Anschein, als würde es sich um eine Erschöpfungsdepression durch Stress und Überforderung handeln. Ferner habe ich den Eindruck, dein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein spielt hier auch eine Rolle und du möchtest Entscheidungen treffen, fühlst dich aber dazu nicht in der Lage.

Leider kann ich hier nur allgemeine Hinweise geben:

1) Versuche, mehr Pausen zu machen - ohne schlechtes Gewissen

2) Sei gut zu dir: Achte und wertschätze dich selbst und belohne dich regelmäßig mit Dingen, die dir Spaß machen, die du aber vermeidest, weil sie dick machen oder mit anderen negativen Beigeschmäckern assoziiert sind

4) Nimm ein warmes Bad, stelle leise Musik an, kuschle dich ein und versuche dich zu entspannen

5) Nimm professionelle Hilfe soweit wie möglich in Anspruch

6) Schließe dich einer Selbsthilfegruppe oder einem entsprechenden Forum an - du wirst staunen, wie vielen es ähnlich ergeht und welche Lösungsmöglichkeiten sie parat haben

7) Höre nicht immer auf dein Pflichtgefühl: Denke auch mal einfach nur an dich, tu dir etwas Gutes und vermeide Stress und Überforderung - so gut es eben geht

8) Habe Träume: Auch du darfst welche haben und dir Ziele setzen, die nicht immer nur im Interesse von anderen liegen, sondern nur dir ganz allein dienlich sind

Viel Erfolg beim Umdenken, gute Besserung

und liebe Grüße, Alois

Hallo Alois,

dankeschön erstmal .-). Ja du hast schon recht, ich versuche ständig mich zu entspannen aber es geht nicht. mache mir ne heiße wanne und entspannungsmusik und nach 5 Minuten bin ich wieder raus aus der Wanne...

Was meinst du was ich mit meiner Ausbildung machen sollte ? Soll ich sie einfach abbrechen und eine pause einnehmen ?

Aber was soll man denn dann von mir denken .-( 2010 musste ich schon meine Altenpflegeausbilddung an den Nagel hängen aus Gesundheitlichen Gründen :-(

0

Wenn ich ehrlich bin fühle ich mich momentan zu niochts mehr in der Lage... Am liebsten würde ich einfach den ganzen sch**** aus dem weg gehen

0
@Benutzer19

Hallo Benutzer19,

zuallererst solltest du mit Hilfe eines guten Psychotherapeuten die Sache mit deinem Selbstwertgefühl und deinen Zweifeln in den Griff bekommen; in deiner jetzigen Situation solltest du nicht unbedingt eine Entscheidung treffen - tue das möglichst erst dann, wenn du ein wenig zur Ruhe gekommen bist, ja?

LG, Alois

1
@Alois

Also ich bin ja momentan beim Psychater, vom Ihm habe ich ja auch eine Einwesung bekommen. aber da bin ich auch unsicher.

Sicher hast du recht das eine Entscheidung jetzt vielleicht nicht gefällt werden sollte aber ich kann ja nocht dauerhaft krankgesschrieben werden:-(

Ich bin schon seit 2,5 Wochen Krankgeschrieben, wann komme ich endlich zur ruhe ? Wird es überhaupt mal besser :-(

Ich habe immoment einfach keine lust und keine freude mehr an meinem leben

0
@Benutzer19

Ich rate dir, das Angebot mit der Einweisung anzunehmen; durch den Klinikaufenthalt ist nämlich der Druck der Umwelt und vor allem deines Umfeldes zunächst mal weg und du wirst leichter die Ruhe finden können, die du jetzt so dringend brauchst.

Alles Gute, Alois

1
@Alois

Ja aber in der Klinik ist man so eingespannt.... und ich kann das ja auch nicht während der ausbildung machen da fällt man so lange aus

0
@Benutzer19

Du willst also solange weitermachen, bis der Zusammenbruch kommt? - und der wird leider kommen, wenn du so weiter machst; dein Gewissen wäre dann zwar beruhigter - aber es wäre nicht gut für dich, das kannst du mir glauben. Und du musst ja keinesfalls so lange bleiben, dass die gesamte Ausbildung ins Wasser fällt, oder? Von meiner Warte aus rate ich dir noch einmal: Nimm dir diese Auszeit - jetzt!

2

Zuerst einmal ganz banal, Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Es kann also ganz schön anstrengend sein und schlauchen. Ich hatte solche Phasen auch in meinem Leben. Es war immer pure Überforderung. Deshalb solltest du in erster Linie in dich gehen. Was willst du und wie willst du das schaffen, sind das realistische Ziele? Dann fange an dein Leben zu planen. Der Tag hat 24 Stunden, außer Arbeit und Schlaf sollte da noch eine Zeit sein, die nur für dich ist und in der du Dinge tust, die dir gut tun und wenn es nur eine Stunde am Tag ist. Was dir gut tut, musst du selbst für dich herausfinden. Reagiere nicht einfach nur, agiere, nimm dein Leben in deine Hand. Du kannst das, du schaffst das.

Hallo!

Ich denke das beste ist, wenn du dich Menschen in der "realen" Welt anvertraust. Sprich mit Verwandten, Freunden oder einem Therapeuten über deine Probleme. Zusammen mit dieser Unterstützung könnt ihr dann entscheiden, wie man weiter vorgehen sollte. In extremen Fällen kann es sein, dass Psychopharmaka benötigt werden, aber wer weiß, vielleicht hilft dir auch eine kleine Auszeit vom Alltag (ein halbes Jahr reisen?).

Ich hoffe, dass es dir bald wieder besser geht!

Hallo, danke für die Schnelle Anwort. Ich nehme schon seit 1 Jahr Tabletten dafür. Habe schon mit paar Menschen, Famiele, Ärzte, Psychater etc. darüber gesprochen aber irgendwie weiß ich auch nicht,

Habe eine Einweisung bekommen aber ich würde auch lieber paar wochen an die see alleine... Aber wie soll ich das mit meiner Ausbildung vereinbaren :-(

Iich bin schon am überlegen sie abzubrechen aber dann habe ich ja keine :-(

0
@Benutzer19

Sprich doch mal mit deinem Arbeitgeber darüber. Du könntest zB ein halbes Jahr / ein Jahr lang Pause machen. Was macht schon ein Jahr im Lebenslauf aus gegen Probleme, die du sonst jahrelang mit dir rumschleppst...!

0
@Hanna1979

Ja habe mit denen gesprochen, sind natürlich nicht sehr begeistert. Ich meine ich bin gerade mal 21 Jahre alt und schon tierisch am Ende.

Kann man denn einfach so Pause machen ?

0
@Benutzer19

Puh, ich kenne mich da rechtlich leider auch nicht so aus.

Aber ich an der Schule sollte das bei Krankheitsfällen kein Problem sein (und da fällt dein Fall drunter!).

Was den Arbeitgeber / den Ausbildungsbetrieb angeht wird der wahrscheinlich selbst entscheiden können, ob er damit einverstanden ist. Es könnte aber auch sein, dass selbst der dich im Krankheitsfall beurlauben muss. Wenn du bereits mit einem Psychiater in Kontakt bist, kann der bestimmt die notwendigen Berichte schreiben.

1

Wie wird man stress-resistenter?

Immer mehr Menschen leiden am Burn Out. Wie kann man sich schützen und lernen, sich besser vor Stress abzuschotten und resistent zu werden?

...zur Frage

Citalopram wieder einnehmen?

Hallo,

kurz zu meiner Person: Vor 2 jahren ein Burn out gehabt, durch den Stress. Hauptsächlich aber durch mich selbst verursacht “Perfektionismus“, keine Grenzen haben usw als Schlagwörter. Meine damaligen Symptome: Schwindel, abgeschlagenheit und Angst bzw Panik. Zum Glück konnte ich zeitnah eine Gesprächstherapie starten und Citalopram einnehmen. Es hat eine gewisse Zeit gedauert, meine Angst ging weg, der Schwindel auch zeitweise. Ich muss dazu sagen, dass ich manchmal das Gefühl hatte das Citalo den Schwindel auch verstärkt hat? Jetzt zu meinem Problem: vor drei Monaten habe ich das Citalo ausgeschlichen, weil ich dachte ich brauche es nicht mehr.(danach war der schwindel plötzlich komplett weg) Kurz darauf kleines Zwischentief, ich habe dann 5-HTP eingenommen. Auf der Arbeit war ich sehr stark in die Jahresabschluss arbeiten eingebunden.. wieder viel geflucht und geschimpft und dachte ich versuche es mal mit dieser Art von Medikament. Irgendwann kam wieder die panik der schwindel und die Nervosität zurück. Ich glaube ich habe mich wieder zu sehr gestresst.. (zeitraum januar bis märz) Aktuell bin ich krankgeschrieben und wieder in therapie. Das Thema Citalopram wurde wieder auf den Tisch gebracht.. Aktuell weiss ich nicht ob ich es nochmal nehmen soll oder einfach abwarten soll was mit mir passiert. Ich bin einfach sehr dünnhäutig und kann schlecht mit stress umgehen.

...zur Frage

Belastbarkeit nach einem Burn Out!

Bin vor 4 Jahren schwer erkrankt.Hatte starke psychische Probleme und war nicht mehr belastbar. Es wurde eine Schizoaffektive Psychose diagnsotiziert. Wenn ich heute meine Erkrankung spreche kann ich wohl schlecht die Diagnose sagen. Wer weiss das schon was das ist und vor allem hört sich das ziemlich erschreckend an. Aufgrund dessen spreche ich von einem Burn Out was gesellschaftsfähiger ist. Problem: Immer wenn ich mich bewerbe und über meine lange Auszeit von 4 Jahren plus rede kommen wir an die Erkrankung nicht drum herum. Dann wird meine Belastbarkeit in Frage gestellt. In dem Sinn: Sie hatten ein Burn Out und trauen sich wieder in den Vertrieb wo es nur Druck gibt? Alsob wenn ich überhaupt nicht mehr belastbar bin. Das finde ich erschreckend, denn vor meiner Erkrankung war ich vielmehr Druck ausgesetzt als sich das jemand überhaupt vorstellen kann, denn ich war als Investmentbroker tätig. Den Druck und die Herausforderung kann sich ein normalsterblicher gar nicht vorstellen, dann soll ich nicht mal mehr fähig sein eine einfache Stelle im Vertrieb zu belegen? Wie geht man damit am besten um und wie verkauft man meine Erkrankung am besten? Denn ich habe den Eindruck, daß burn out mit nicht mehr belastbar in Verbindung gebracht wird. Das trifft aber bei mir nicht zu. Denn ich hatte Depressionen und die o.a. Erkrankung. Das kann man zum Glück heilen.

...zur Frage

Komische Symptome (komischer Schlaf, Taubheitsgefühle, ...)?

Ich möchte so kurz und knapp wie möglich, zum Teil mit Stichworten, alles schildern (diese Frage habe ich ebenfalls auf gutefrage.net gestellt, leider keine Antwort bekommen).

Kurze allgemeine Fakten:

  • Weiblich
  • 19 Jahre alt
  • 1,72m groß
  • um die 65kg schwer
  • nicht unbedingt sportlich, aber vor einem halben Jahr noch aktiver (Muskel- und Ausdauertraining)
  • Rauche seit etwa 4 Monaten regelmäßig
  • gehe arbeiten und gleichzeitig in die Schule (Ausbildung)
  • nehme die Pille (seit etwa 3 Jahren, damals vor Allem wegen meiner Gesichtshaut, jetzt auch zur Verhütung)

Meine Symptome sind vor allem seit etwa 5 Wochen "präsent", es wird aber immer komischer.

Bin eines Tages mit weniger warmen Schuhen unterwegs gewesen. Danach habe ich gemerkt, wie zwei Zehen am linken Fuß "taub" oder wie "damals" gedacht kalt waren. Bin duschen gegangen, wurde besser. Am nächsten Tag habe ich es wieder gemerkt an den gleichen Zehen, dazu kam sehr starkes Kopfweh (habe ich nicht soo oft, letzten Samstag jedoch wieder). Eine Woche später habe ich dann eine große Spannung in beiden Waden gemerkt (gegen Abends), habe wieder an Thrombose gedacht. Einmal war es jeweils so, dass mein Bein nach oben gezuckt ist, meine rechte Hand auch. Beides war immer kurz vorm Einschlafen. Ich hatte meine Hand sogar in der Hand meines Freundes. Was außerdem wichtig zu erwähnen wäre: Ich bin zudem in einem komischen Zustand. Ein Beispiel: ich Skype mit einer Freundin und schlafe schrecklich schnell ein, obwohl wir reden und träume schon bevor ich überhaupt richtig schlafe von komischen Dingen. Das ist aber schon vor etwa 2 Monaten aufgetreten. Sonst hatte ich noch nie Probleme beim Einschlafen oder allgemein Schlafprobleme.

Mein jetziger Zustand ist wie folgt: Bei mir treten die Schlafprobleme immer noch auf. Heute hat es wieder angefangen, dass mein linker Fuß die tauben Zehen hat. Seit etwa 1,5 Wochen habe ich beim Aufwachen IMMER eingeschlafene Arme. Sie kribbeln dann komisch für eine Zeit. Gestern ist ein Bllutgefäß einfach grundlos in der Mitte meines linken Mittelfingers geplatzt. Die stelle ist leicht blau (hat eher nichts mit dem Rest zu tun, denke ich). Im Halbschlaf habe ich mir auf die Lippe gebissen, habe es aber zuerst nicht wahr gehabt, ob ich da wirklich drauf gebissen habe oder nicht.

Eines noch: ich mache mir sehr sehr viele Gedanken über meinen Freund und mich. Das soll jetzt nicht zum Hauptthema werden, aber ich muss nur sagen, dass wenn mich etwas beschäftigt, es das ist. Mein Vertrauen zu ihm ist nicht wirklich groß, obwohl er meine Ängste immer verneint. Vielleicht liegt das alles am Stress, an dem vielen Denken, meinem psychischen Zustand. Ich weiß es nicht.

Der lange Text tut mir leid. Und ich weiß, dass ich einen Arzt aufsuchen muss und werde. Aber vielleicht hat ja trotzdem jemand eine Idee! Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich bedanke mich so sehr für das Auseinandersetzen mit diesem Text.

Schöne Feiertage euch!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?