den Daumen ausgekugelt?

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Ich nehme an, dass Du das Daumengrundgelenk meinst - also das zweite Gelenk, wenn man von der Daumenkuppe aus zählt.

Wie es sich anhört, sind damals Bänder, die das Gelenk in der Position halten, gerissen. Dieses Gelenk ist nämlich kein "Pfannengelenk", wird also nicht von Kugel und Pfanne gehalten, sondern von Bändern und der Gelenkkapsel. Nach dem Riss eines oder mehrerer Bänder war der Daumen seitdem beweglicher als normal. Er wurde ja auch nicht mehr so in seiner Position gehalten.

Gestern nun scheinst Du möglicherweise eine Bewegung gemacht zu haben, die das gelockerte Gelenk ausgerenkt hat. Da Du aber nicht davon schreibst, dass der Daumen nun ganz anders steht, handelt es sich also am ehesten um ein Aus- und Wieder-Einrenken ("Subluxation"). Dadurch sind jetzt höchstwahrscheinlich die anderen (noch vorhandenen und festen) Bänder und die Gelenkkapsel gedehnt worden und das Gelenk ist insgesamt noch gelockerter.

Aber das alles ist nur wahrscheinlich. Sicher kann man sich da nur sein durch weitere ärztliche Untersuchungen. Es macht auf jeden Fall Sinn, damit zum Arzt zu gehen, denn möglicherweise verschreibt er Dir eine Schiene. Wenn Du den Daumen in der Schiene gut ruhig hältst, geht es viel schneller wieder vorbei als wenn Du versehentlich weiter bewegst. Außerdem kann er Dich zum Radiologen überweisen, wo ein MRT genauer sagen könnte, wie es um den Daumen steht und was genau damit insgesamt passiert ist. Vielleicht kann ein Handchirurg die Stabilität des Daumens mit einem Eingriff auch noch verbessern, denn wenn das Daumengrundgelenk so sehr gelockert ist, kann es sein, dass dieses Gelenk verschleißt und Schmerzen macht, die dann mit einer aufwändigeren OP behoben werden könnten.

Empfehlung also: zum Arzt gehen, Schiene tragen; wenns länger dauert, Bildgebung (MRT) vom Daumen; wenns noch länger dauert mit den Beschwerden (oder auch mit diesem sehr lockeren Gelenk), auch mal beim Handchirurgen vorstellen, wie er die Sache sieht. Wenn jetzt das Gelenk nochmal lockerer geworden ist durch die Bewegung gestern, kann es übrigens sein, dass es häufiger zu solchen Verrenkungen und Beschwerden kommt.

Schulter beidseitig kaputt?

Ich bin echt am Ende. Ich wurde vor 4 Wochen an der linken Schulter operiert, da ich mir die Gelenklippe abgerissen habe und die Schulter instabil war. Nun habe ich seit 2 Wochen zunehmende Probleme mit der rechten Schulter. Kein Wunder, ich kann ja auch momentan nur alles mit rechts erledigen. Die linke Schulter ist nämlich ruhig gestellt in einem Gilchristverband. Wenn ich mich anziehe, dann knackt und kracht es in der rechten Schulter. Als es das erste Mal vor zwei Wochen passiert ist tat das auch sehr weh. Nun hab ich oft Schmerzen beim Bewegen und Belasten des rechten Armes in der Schulter. Es knackt bei vielen Bewegungen und gestern Abend hab ich mich am Hals gekratzt und dabei hat es sich angefühlt als würde in meinem Gelenk etwas blockieren und durch ein schmerzhaftes Knacken hat sich mein Oberarmkopf wieder entblockiert.

Außerdem habe ich einen großen und bemerkbaren Kraftverlust rechts. Das hatte ich links auch.

Ich möchte nicht, dass die rechte Schulter nun auch kaputt ist. Ich leide schon sehr unter der linken Schulter, da sie mir immer wieder nachts ausgekugelt ist und ich nun noch längere Zeit benötige bis sie wieder voll funktionsfähig ist.

Ich hab Angst davor, dass ich mich auch noch an der rechten Schulter operieren lassen muss. Gibts das überhaupt das beide Schultern fast gleichzeitig kaputt gehen? Ich weiß, dass ich damit zum Arzt gehen muss aber vielleicht kann mir hier jemand helfen, der Ähnliches durchgemacht hat? Meine Eltern meinen auch es sei nur eine Überlastung aber bei einer Überlastung knackt das Gelenk doch nicht immer oder?

Nächste Woche bin ich wegen der linken Schulter wieder beim Orthopäden. Werde das dort ansprechen.

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