Darmverschluss-OP mit 81 u. jetzt verwirrt

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4 Antworten

Es kann vorkommen, dass Menschen, besonders auch ältere Patienten, nach einer Narkose eine Weile "neben sich stehen". Die Beruhigungsmittel und Schmerzmedikamente tragen manchmal auch dazu bei, den Zustand noch zu verschlimmern. In der Regel legt sich das alles nach ein paar Tagen. Wenn Du so beunruhigt bist, sprich doch mal mit dem Hausarzt Deiner Mutter. Der kennt sie doch wahrscheinlich auch gut und der kann sich auch mal mit den Ärzten im KH in Verbindung setzen um "unter uns Medizinern" abzuklären, wie es mit Deiner Mutter aussieht. Ich habe das schon bei einem Familienangehörigen gemacht und unser Hausarzt hat mir da sehr geholfen. Wahrscheinlich wird sich aber alles wieder einspielen, wenn Deine Mutter diese extremen Medikamente nicht mehr benötigt.

Das kommt leider in dem Alter bei einem so großen Eingriff immer wieder mal vor. Für Deine Mutter ist die Situation momentan extrem stressig und der Körper reagiert darauf. Ich kenne, dass noch von meiner Tätigkeit auf einer Intensivstation. In einigen Tagen kann das ganz anders aussehen. Deine Mutter braucht Dich jetzt auf jeden Fall. Nimm die bösen Antworten bitte nicht persönlich und bleib so oft wie nur möglich bei ihr. Ich wünsche Dir viel Kraft um die schwierige Situation durchzu stehen.

lieben Dank Euch allen, auch den nachfolgenden Antwortern. Es ist schon schwer, das durchzustehen und sich am Bett nichts anmerken zu lassen, wobei es mit Euren Antworten natürlich leichter fällt. Und was meine Mom so raushaut z.z. nehm ich ganz sicher nicht persönlich, da ich weiß dass sie gerad neben sich liegt. Ich werde nachher versuchen mit der intensiv zu reden,ob ich nicht auch nach Feierabend noch zu ihr kann. Wenn es hilft, sollte es den Pflegern doch nur recht sein.Trete ausgerechnet jetzt einen neuen Job an... also nochmal lieben Dank an alle!!!!

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Dieser Zustand nach Operationen ist (leider)recht häufig bei alten Menschen zu beobachten.

Gegen den Flüssigkeitsmangel wird Deine Mutter doch sicher Infusionen bekommen.

Im allgemeinen bessert sich der Zustand schnell, sobald die Patienten auf die normale Station verlegt werden, was auch wegen der Infektionsgefahr auf der Intensivstation so schnell wie möglich vorgenommen wird.

Aus Erfahrungen im eigenen Familienkreis ist mir diese Situation nur zu gut bekannt.

Mach Dir bitte keine zu große Sorgen - die Halluzinationen verschwinden wieder.

Du erhälst Deine Mutter, wie Du sie kennst, zurück.

Alles Gute!

ja klar, sie bekommt alles. aber die Pfleger sagen, solang sie so verwirrt ist, behalten sie sie lieber auf der Intensiv. Ist mir einerseits auch ganz recht, da ist sie wenigstens unter Kontrolle, auf der normalen Station würde sie vielleicht wirklich alles rausziehen und gehen... aber wie oben gesagt, lieben Dank für Eure aufbauenden Worte. ich hoffe, dass sie da schnell mit durch ist und wieder klarere Gedanken bekommt.

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Der Zustand des Verwirrt-sein nach einer schweren OP kenne ich selbst. Er hielt bei mir zwar nur 1-2 Tage an, aber da war ich ja auch erst 31. Aber dass alte Leute das Krankenhaus verlassen wollen, habe ich bei meiner Oma erlebt (damals etwa 80), weil sie eigentlich nie stationär im Krankenhaus war. Die Situation hat ihr dermaßen Angst gemacht, dass sie uns angefleht hat sie dort wieder rauszunehmen.

Alles Gute deiner Mutter! Sie braucht jetzt viel Liebe.

22.09.09 nochmals lieben dank an alle für eure aufmunternden worte. der zustand hielt 1 woche an und legte sich dann nach weiteren 3 tagen vollends, als sie auf die normalstation verlegt wurde. ich bin mir nicht so ganz sicher, ob nicht doch was hängen geblieben ist. sie vergißt manches schneller. aber es ist bislang nichts dramatisches. ihr gehts soweit wieder gut. hoffe es wiederholt sich nicht, wobei die gefahr besteht,man hat eine nahtschwäche festgestellt... wollte euch nur wissen lassen, dass alles soweit wieder gut ist und mich nochmal auf diesem wege bedanken bei allen! liebe grüsse aus berlin

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