Darmspühlung

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7 Antworten

Ich würde für mich nie eine Darmspühlung machen lassen, denn ich esse immer frische Sachen und nie Fertiggerichte, habe immer regelmässigen Stuhlgang und nie Verstopfung, da sehe ich keinen Sinn drin und kann das Geld sparen, ich finde es als Quacksalberei, aber das ist ja auch jedem selber überlassen.

Man sollte nicht einfach so einfach mal Darmspülungen machen. Der Darm braucht gesunde Lebensmittel und Ballaststoffe, dann reinigt er sich von allein. Sowas sollte man nur machen, wenn es vom Arzt verordnet wurde.

Davon ist nichts zu halten und daher ist solche Quacksalber auch nicht empfehlenswert.

Ein Bericht in der pharmakristischen Zeitschrift "Gute Pillen - schlechte Pillen" klärt auf und bringt es auf den Punkt:

"Fängt der Tod im Dickdarm an?

Mit Überschriften wie „Organismus fachgerecht entgiften“ wird auf tausenden von Internetseiten ungetrübtes Wohlbefinden für den ganzen Körper versprochen. So wie wir regelmäßig unsere Zähne putzen, sei es ganz normal, auch die inneren Organe regelmäßig zu reinigen. Doch ein Frühjahrs­putz für das Körperinnere ist Unfug.

Wer schnell schlapp mache, Blähungen habe oder Mundgeruch, häufig Erkältungen, Kopfschmerzen oder „vorstehenden Bauch“, der möge sich – so die Anbieter entsprechender Produkte und Programme – entgiften:
„Zuerst reinigen wir den Dickdarm … schließlich entgiften wir mit Hilfe von Heilkräutern, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen die Leber, das Blut, das Gewebe und letztendlich den ganzen Körper“1. „Damit ‚fegen’ wir alles heraus, was während der Jahre hängen geblieben ist, wie zum Beispiel giftige Ablagerungen und Parasiten“, wird versprochen.

Einige der „Reinigungsbehauptungen“ sind seit langem eindeutig widerlegt. Viele entspringen lediglich der Fantasie und dem Gewinnstreben der Anbieter. Manche Empfehlung erinnert an mittelalterliche Kurpfuscherei, die praktisch alle Beschwerden und Krankheiten mit Abführen oder mit Aderlass behandelt hat. Noch heute wird regelmäßiges Trinken von Abführtee als Entschlackungskur empfohlen – dabei weiß man, dass regelmäßiger Gebrauch auch von pflanzlichen Abführmitteln schädlich ist und Verstopfung bewirkt.

Eine beliebte, neuere Mode ist es, auf Antioxidanzien gegen die so genannten freien Radikale zu setzen, die das Immunsystem gefährden sollen. Dabei ist inzwischen gut belegt, dass sich die Einnahme von Antioxidanzien negativ auswirken und möglicherweise sogar Krebs auslösen kann (GPSP 1/2009, S. 3).

  • Verdummende Angstmacherei

Mit drastischen Formulierungen versuchen Anbieter, Angst zu schüren:

„Der Tod fängt im Dickdarm an“.

Wer dies nicht glaubt, dem wird empfohlen, einen Leichenbeschauer zu befragen: „Die Obduktion zeigt oft, dass der Dickdarm zu 80% von Schlackenstoffen verschlossen wurde.“
Doch: Ursache und Wirkung sollte man nicht verwechseln. Natürlich finden sich bei den meisten Verstorbenen mehr oder weniger verdaute Nahrungsbestandteile im Darm, weil diese nach dem Tod nicht weitertransportiert werden. Daran gestorben sind die Toten nicht.

Für die „Reinigung“ der Leber mit Olivenöl, Grapefruitsaft und dem Abführmittel Bittersalz wird der angebliche Erfolgsbeweis gleich mitgeliefert. Ein Blick in die Toilettenschüssel soll reichen: Am Morgen nach der Einnahmeprozedur fände sich in dem programmierten Durchfall „Gallengrieß“, der „wegen seines Cholesteringehaltes schwimmt“.
Mehrere Leberreinigungen werden empfohlen, bis insgesamt mehrere 100 „Grießstückchen“ ausgeschieden worden sind, denn der „heutige Zivilisationsmensch“ hat angeblich mit Gallengrieß und Gallensteinen verstopfte Lebergänge.

Längst ist aber geklärt, dass es sich bei den nach einer „Leberreinigung“ im Stuhlgang entdeckten Körnchen nicht um körpereigene Cholesterinsteine handelt.2,3,4 Die „Grießkörnchen“ bilden sich erst durch die chemische Reaktion von Olivenöl und Grapefruitsaft im Darm.3

Unsere inneren Organe benötigen keine Reinigung durch Kräutermittel, Öle oder sonstige Stoffe. Die intensiv beworbenen Präparate und Methoden erachten wir als Quacksalberei."

http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/topics/fruehjahrsputz-von-innen.php

Mahut 06.02.2014, 11:58

Guter Beitrag, ich sehe es auch so Ein extra DH dafür

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Hallo!

Ja, eine Darmreinigung ist empfehlenswert. Lass dir nichts von Quacksalberei einreden. Wir essen täglich viele darmschädigende Lebensmittel, ohne es zu merken, wenn unsere Nahrung häufig industriell hergestellt ist. Damit unser Immunsystem gut funktioniert, benötigt es einen gesunden Darm. Deshalb kann eine kurmäßige Darmreinigung/ Entgiftung, z.B. bei chronischen Leiden, sehr hilfreich sein.

Eine günstige und angenehme Entgiftung kannst du auch für den Anfang mit Ingwerwasser/ Tee erreichen.

Ich finde es für Menschen die gesund leben, gesund essen und regelmäßigen Stuhlgang haben und auch sonst keine Darmprobleme haben, absolut überflüssig. Der Mensch ist so "eingerichtet", dass er sich selbst reinigen kann. Wer allerdings ständig Probleme mit dem Darm hat, für den könnte es hilfreich sein.

Es gibt eine Hydro Colon Therapie. Diese ist sinnvoll, wenn sich beispielsweie aufgrund einer längerfristigen Medikamenteneinahme extrem viel Schlacken im Darm abgesetzt haben. diese Therapie wir übrigens erst von der Krankenkasse übernommen, wenn man bereits am Darm operiert wurde. Ansonsten darf man die selber zahlen. Also man muss erst Krank sein, dann investiern die Krankenkassen in den Menschen, Profilaxe die womöglich eine Heilung bringt, wird nicht finanziell unterstützt. Mir hatte sie jedenfalls geholfen, ich musste sie selbst zahlen.

Da bei dieser Hydro Colon Therapie aber mit Wasserdruck gearbeitet wird, muss der Darm nach 10 Anwendungen wieder bakteriell regeneriert werden.

Besser sind Kräuter Darm Reinigungen beispielsweise von Robert Gray, oder die Salz Darm Reinigung (nicht heilfsten mit Glaubersalz), sondern mit Meersalz oder Steinsalz in lauwarmen wasser im Zusammenhang mit Yoga.

Autsch 05.02.2014, 22:22

Allerdings den Enddarm regelmäßig mit einem Einlauf zu reinigen ist schon sinnvoll. Denn es heißt: Der Tod sitzt im Darm.

Der Darmkrebs ist in Deutschland sowohl für Männer und auch für Frauen die zweithäufigte Krebserkrankung. Der Enddarm ist am häufigsten betroffen.

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Ihr Darm ist keine Kaffeemaschine. Der kümmert sich selbst. Darmspülungen sind aus medizinischer Sicht Unsinn.

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