Darmspiegelung! Wie läuft sie ab?

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Weißt Du, was das Unangenehmste an einer Darmspiegelung ist? Das Abführen vorher... Die Darmspiegelung selbst merkst Du gar nicht. Das letzte, was Du spürst, ist ein leichter Pieks der Narkosespritze, und wenn Du nach einer halben Stunde etwa wieder aufwachst, liegst Du schon, schön zugedeckt, in einer Ruhekabine. Da darfst Du dann langsam Deine Kleidung ordnen und anschließend - in Begleitung - heimwärts wackeln.

Unangenehm, aber nicht unzumutbar fand ich das "davor": Nichts mehr essen, in relativ kurzer Zeit mehr oder minder gut schmeckendes Zeugs trinken, entleeren... mir war dabei immer ziemlich fröstelig und knatschig.

Aber wenn Du dann hörst, es ist alles in Ordnung, hast Du das ganze Procedere schon halb vergessen.

Die meisten Ärzte geben mittlerweile vor einer Darmspiegelung ein Medikament zur Beruhigung (meistens Dormicum). Dieses Medikament hat folgende Eigenschaften: Es beruhigt, du bist in einer Art "Dämmerschlaf", es nimmt die Angst und es macht eine retrograde Amnesie, das bedeutet das du die Darmspiegelung an sich oder zumindest das unangenehme daran, hinterher vergisst. Frag nach dem Medikament. Folgendes ist zu beachten: Auch wenn du wieder wach bist, kannst du noch mehre Stunden nicht voll auf der Höhe sein, d.h. müde, leicht desorientiert etc.. Somit darfst du damit kein Auto fahren und solltest jemanden mitbringen der dich nach hause begleitet. Am ganzen Tag keine Vertäge unterschreiben oder so. Es wird voraussichtlich so ablaufen: Der Arzt erklärt dir kurz was er machen wird, du bekommst eine Hose (aus der Praxis) die am Gesäß eine Öffnung hat, du wirst gebeten dich auf der Untersuchungsliege auf deine linke Seite zu legen, du bekommst das Beruhigungsmittel gespritzt, die Untersuchung beginnt in dem der Arzt das Endoskop mit Gel einschmiert, dann einführt und vorschiebt, und es dann langsam zurückzieht und sich auf dem Rückweg genau den Darm anschaut. Wenn er fertig ist, kannst du dich auf einer Liege ausruhen bis du völlig wach bist. Ohne Medikament kann die Untersuchung schmerzhaft sein, mit ist alles halb so wild. Natürlich kann der Ablauf individuell in anderen Praxen anders sein, das ist aber ein Beispiel. Das Risiko ernster Komplikationen (wie Verletzungen der Darmwand) ist zwar gegeben aber Recht gering. Die Darmspiegelung ist eine wichtige, sichere Untersuchung. Hast du noch mehr Fragen dazu?

Danke schön, das hat mir schon weiter geholfen. Es ist nur so, wenn man so etwas vor sich hat, ist man nervös und bei einer Darmspiegelung spielt das Schamgefühl ja auch eine große Rolle. Danke für die sehr ausführliche Antwort!

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evistie hat recht. das unangenehme ist wirklich die trinkprozedur vorher. das problem ist, dass man sich irgendwann so abgefüllt fühlt und dass das ständig Abführen ganz schön anstrengend sein kann. Aber vor der untersuchung an sich, musst du keine angst haben.

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