Darf ich die Gesprächsnotizen meiner Therapeutin einsehen?

2 Antworten

Warum willst du dir die Notizen überhaupt ansehen? Die Therapeutin schreibt alles mit, damit sie sich an deinen Fall bei der nächsten Sitzung erinnern kann. Sie kann sich ja nicht alles merken. Ich dennke nicht, dass es Sinn machen würde, wenn du die Notizen anfordern würdest.

Ja, Du kannst die Notizen einsehen, Du hast Akteneinsichtsrecht. Allerdings machen manche Therapeuten "doppelte Buchführung", eine für sich, eine für die Akte, sodass Du dann nur einen gekürzten Teil zu Gesicht bekommen würdest. Ich finde auch die Frage interessant, warum Du das sehen möchtest, hast Du einen speziellen Grund dafür? Misstraust Du der Therapeutin in irgendeiner Form, oder hast Du das Gefühl, dass die Therapie nicht richtig läuft? Dann solltest Du das unbedingt mit ihr besprechen! Die Therapeutin muss natürlich mitschreiben, erstens um sich zu erinnern, was ihr besprochen und gemacht habt und später, z.B. in der nächsten Sitzung, darauf zurückkommen zu können, zweitens um eine Eigenkontrolle über den Therapieprozess zu haben (Läuft es in die richtige Richtung, im Sinne der Zielsetzung, fehlt vielleicht noch etwas? usw.), und drittens ist die Therapeutin gesetzlich zur Dokumentation der Therapie verpflichtet. Diese Notizen müssen 10 Jahre in der Praxis verbleiben; theoretisch dürfte die Kassenärztliche Vereinigung sie einsehen, z.B. um zu überprüfen, ob ein Therapeut vernünftig arbeitet (Qualitätsmanagement). Das passiert in der Praxis aber meines Wissens nicht. Die Krankenkasse hat keinerlei Zugriff auf diese Notizen, sie unterliegen der Schweigepflicht. Der Kontakt mit der Krankenkasse beschränkt sich auf den formalen Ablauf: Die Antragstellung (von der Du ja weißt, hast Du unterschrieben) und Bewilligung, und die Therapeutin meldet ihr die Beendigung der Therapie, nach wieviel Sitzungen und ob mit Erfolg beendet oder abgebrochen. Das ist in der Regel alles. Die Abrechnung läuft über die Kassenärztliche Vereinigung. Ansonsten entsteht ein Kontakt bestenfalls über spezielle Fragen der Krankenkasse, z.B. über die Einschätzung der Therapeutin der Arbeitsfähigkeit des Patienten, aber die Therapeutin darf nichts Inhaltliches der Krankenkasse mitteilen ohne eine Entbindung der Schweigepflicht von Dir. Also würdest Du davon hören, wenn die Krankenkasse irgendeine Anfrage an die Therapeutin gestellt hat und müsstest zustimmen, damit sie antworten darf.

Krankenkasse / Medizinischer Dienst akzeptiert Krankschreibung nur durch Facharzt ?

Hallo, jemand ist seit einigen Monaten vom Hausarzt krankgeschrieben und erhält Krankengeld. Nun erhält er/sie ein Schreiben der Krankenkasse. Diese hätte den Fall mit dem medizinischen Dienst besprochen und könne die Krankschreibung durch den Hausarzt nicht mehr akzeptieren und würde nur noch Krankengeld bis in ca. 14 Tagen zahlen. Der/die Betroffene müsse nun einen Facharzt konsultieren. Erst dessen evtl. Krankschreibung könne dann wieder akzeptiert werden und Krankengeldzahlung ermöglichen. Die Krankenkasse begründet dies mit irgendwelchen Paragraphen. Der/die Kranke ist schockiert und telefoniert mit ca. 10-15 Fachärzten (für Psychologie/Psychiatrie/Neurologie) in der näheren Umgebung. Facharzt-Termine kann er/sie erst in frühesten 6 Wochen bekommen. D.h., die Krankengeld-Zahlung wird jetzt ausgesetzt, obwohl er/sie überhaupt nichts dafür kann. Ergänzend sei noch erwähnt, dass der/die Kranke seit Monaten in Behandlung bei einer Psychotherapeutin ist. Diese ist aber eine Diplompsychologin und Psychotherapeutin, aber keine Fachärztin. Frage: wie ist dieser Fall zu beurteilen? Handelt die Krankenkasse rechtmäßig mit Ihrem Ultimatum und der Beendigung der Zahlung des Krankengeldes? für hilfreiche Antworten: danke im Voraus!

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Psychosomatische Reha - Klinik beim Kostenträger ändern?

Ahoi, liebe Community, mein ambulanter Psychotherapeut hat am Freitag, den 09.03.2017 einen Antrag auf psychosomatische Reha gestellt. Das Problem ist, dass dieser Therapeut aus kommerziellen Gründen eine bestimmte Klinik ausgewählt hat, in welche ich aber nicht möchte. Mir graut es allein bei dem Gedanken daran.

Kann ich die präferierte Klinik ändern und wenn ja, wo und wie? Bei der BARMER GEK? Oder bei der dt. Rentenversicherung? Die Änderung wäre im Sinne der Kostenträger, da meine Klinik a) preiswerter ist und b) mit der Barmer kooperiert und c) einen erhöhten Therapieerfolg gewährt, da ich dort motivierter Mitarbeiten würde.

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe. Mit freundlichen Grüßen, Psychosomat :)

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