Darf eine Sprechstundenhilfe ein Rezept verweigern?

2 Antworten

Nun, ich persönlich denke, wenn es ja ein Dauermedikament ist und es du es kennst, sollte das eigentlich kein Problem sein. Wenn allerdings der Termin gemacht werden sollte, um vielleicht das weitere Vorgehen zu besprechen o.ä. dann wäre es schon sinnvoll einen Termin vor eine Wiederholungsverordnung zu stellen. Und was hindert dich daran, den Termin nachzuholen um dann ein Rezept zu kriegen? Und dann könntest du beim Arztgespräch auch die Vorgänge ansprechen und mit ihm besprechen, wie das in Zukunft geregelt werden soll. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

Ich weiß nicht, ob es da ggf. irgendwelche Regelungen von Seiten der Krankenkasse zu gibt.

Ich hatte z.B. nach einem Unfall lange Zeit KG und musste natürlich immer wieder neue Rezepte haben. Da ich privat versichert bin, war das auch nie ein Problem. Irgendwann sagte dann mal mein Orthopäde, ich müsse einmal im Quartal zu ihm in die Sprechstunde kommen um vor den Versicherern/Kassen die weitere Verordnung zu rechtfertigen. Das waren zwar immer nur proforma Termine und ich hätte von ihm die Rezepte auch so bekommen, aber wir haben es dann natürlich immer so gemacht. Ich weiß nicht, ob es so eine Regelung vielleicht auch bei der Verordnung von Schmerzmitteln gibt, wenn es kein Schmerztherapeut verordnet - zumindest bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei meiner privaten Versicherung bekomme ich vom Hausarzt die notwendigen Schmerzmittel (auch Opiate) immer so auf "Bestellung".

Also: lange Rede kurzer Sinn: mach einen Termin beim Arzt und sprich mit ihm darüber. Dann bekommst du sicher auch dein Rezept.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist eine rechtliche Frage und deshalb hier das falsche Forum für.

Hallo,

eine Sprechstundenhilfe hat meiner Meinung nicht das Recht das Rezept zu verweigern, zumal es ein Dauermedikament ist. Wer übernimmt die Verantwortung wenn es durch das abrupte Absetzen zu Entzugserscheinungen kommt? Ich denke du solltest mit dem behandelnden Arzt ein paar klärende Worte führen. Nur er ist dazu berechtigt das Medikament weiter zu verordnen. Es kann immer einmal passieren, das ein Termin nicht wahr genommen werden kann, jedoch kein Grund zu solchen Massnahmen.

Liebe Grüße

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@sonne123

Der FS erwähnt ein Medikament "auf Morphinbasis" was immer damit gemeint sein soll (warum auch immer man nicht einfach den Namen des Präparates nennen kann/mag), hierbei kann es sich um ein Medikament unter BTM handeln, welches die "Sprechstundenhilfe", also wahrscheinlich MFA, nicht so einfach rausgeben kann.

Dann/daher ist ein Arztkontakt erforderlich.

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@beamer05

Danke für den Hinweis. Daran habe ich gar nicht gedacht und bin von einem normalen Rezept ausgegangen. Habe aber auch keine Erfahrung mit BTM. Trotzdem hätte die MFA @Asisa nicht einfach wegschicken dürfen und Entzugserscheinungen erst recht vorprogrammiert oder sehe ich das zu eng? Liebe Grüße

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@beamer05

Naja, kommt drauf an. Wenn es ein Medikament ist, was der Fragensteller schon öfter hatte / regelmäßig bekommt, dann ist bei einer Wieder-Verordnung nicht immer ein Arztkontakt notwendig. Ich bekomme auch Medikamente auf BTM Rezept. Und ich kann bei meinem Hausarzt das Rezept bestellen und abholen wie jedes andere Rezept auch.

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@sonne123

Wenn der Fragensteller tatsächlich jetzt nichts mehr von dem Medikament Zuhause hätte, dann könnte es in der Tat zu Entzugserscheinungen und auch zu einer Verschlechterung kommen. Das wäre dann aber auch keine gute Planung von demjenigen, weil viel zu knapp. Gerade bei solchen Medikamenten, sollte man eigentlich immer genug Puffer einbauen und nicht erst auf den letzten Drücker ein neues Rezept holen, sondern immer so rechtzeitig, dass z.B. auch Lieferschwierigkeiten von 1-2 Tagen problemlos überbrückt werden können.

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@Lexi77

Gut einen gewissen Vorrat sollte man schon daheim haben, da gebe ich dir recht.Aber die Kehrseite der Medaille ist, das genau ausgerechnet wird, wieviel Tabletten noch vorrätig sein müssten.....2 oder 1 Woche zu früh, dann gibt es kein Rezept. Die Erfahrung habe ich nicht gemacht, aber mein Mann, denn er muss einiges an Medikamenten (keine BTM) auf Dauer nehmen....

Liebe Grüße

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@Lexi77

Eben, dann hast du es "bestellt" und der Arzt hat sich dann mit DIR (als dort bekannter Pat. mit zuvor geäußertem Wunsch/Bedarf) beschäftigt.

Zwischenzeitlich ist der Arzt dann an seinen Tresor/abschließbaren Schrank gegangen und hat das Rezept erstellt/unterschrieben - "normale" Rezepte machen i.d.R. weniger Aufwand - und weniger konkrete Beschäftigung des Arztes mit d. Pat.)

Bezüglich des FS: dieser hätte ja ggf. auch eine Rücksprache (z.B. telefonisch) mit dem Arzt nachfragen können...

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@beamer05

Ja telefonisch Rücksprache halten, wäre eine Alternative.... bezüglich Sprechstundenhilfe kann ich ein Lied singen, dabei weiss ich nicht, was ich ihr getan habe....... angefangen hatte es, als ich sehr oft wegen meinen Eltern die Praxis aufsuchen musste.Mein Mann war bis vor kurzem ebenfalls Patient da und wenn ich dann wirklich einmal, was nicht oft vorkommt, den Arzt sprechen wollte, dann wurde das ignoriert mit "ach Sie wollten auch rein???" Bei meinem Mann gab es keine Schwierigkeiten....

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@sonne123
Aber die Kehrseite der Medaille ist, das genau ausgerechnet wird, wieviel Tabletten noch vorrätig sein müssten.

Ja aber wenn man das jedesmal macht, dann passt es doch auch wieder. Dann bleibt der Abstand, in dem Rezepte geholt werden, ja trotzdem immer derselbe.

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@beamer05

Da habe ich dann anscheinend Glück bei meiner HA-Praxis. Die Sprechstundenhilfen stellen das Rezept aus und legen es nur dem Arzt zur Unterschrift vor. Auch dann, wenn ich es nicht vorher telefonisch bestelle, sondern auch, wenn ich eben bei der Praxis vorbeifahre und das Rezept direkt mitnehmen möchte.

Vielleicht habe ich aber auch nur aufgrund meiner schweren Grunderkrankung das Glück. Wer weiß.

Grundsätzlich gilt ja auch in so einem Fall immer (wie so oft): der Ton macht die Musik oder Wie es in den Wald hineinruft...

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