Darf ein Arzt die Herausgabe des Entlassungsbriefes verweigern?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kann es nicht glauben: Der Hausarzt hat Euch tatsächlich verboten, eine Kopie des Entlassungsbriefes für Eure Unterlagen zu machen??

Der Patient hat darauf genauso Anspruch, wie auf Kopien seiner Krankenakte (möglich allerdings, dass er diese Kopien bezahlen muss) !

Dafür spricht bereits der unverschlossene Umschlag, dass darin keine "vertraulichen" Mitteilungen enthalten sind.

Mehr dazu bei Wikipedia:

Arztbriefe können, wenngleich für die Patienten oft schwer verständlich, auch als Information für den Patienten selbst dienen. (sh. unter "Ziele")

Eigentümer der auf seine Person bezogenen Information des Arztbriefes ist der Patient. (sh. unter "Rechtliche Stellung")

Jeder Patient kann fordern, dass ihm eine Kopie des Arztbriefes mit Anlagen ausgehändigt wird. (sh. unter "Aushändigung")

https://de.wikipedia.org/wiki/Arztbrief

Das Problem ist das nachdem wir die Papiere durchgelesen haben, in ein anderes Umschlag gesteckt und verschlossen haben und beim HA ins Briefkasten einwarfen. Bei seinem Besuch wurde ihm allerdings gesagt das die Papiere vorher nicht verschlossen waren, was er uns nicht geglaubt und auf §202 hingewiesen hat und wollte keine Diskussion mehr machen. Selbstverständlich wollten wir die Kopien selber machen. Hoffe das er uns irgendwann diese zukommen lässt.  Danke für Infos 

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@daut63

Das mit dem Hinweis auf §202 StGB war ohnehin Unsinn da es nur für verschlossene Sendungen gilt, unser Entlassungsbrief war eben nicht verschlossen was er im KH auch nachfragen könnte

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@daut63

Gehe ich recht in der Annahme, dass das "Vertrauensverhältnis" zum Hausarzt mittlerweile ziemlich gestört ist...?

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@evistie

Leider ja und zwar gegenseitig, da er auch mir vor Jahren eine Fehldiagnose gestellt hat die er bis heute nicht zugegeben hat, bin aber ihm nicht böse gegenüber es war eine seltene Krankheit von der er noch nie gehört hat 

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@daut63

Wie viele Gründe brauchst Du, um Dir bzw. für Deine Mutter einen anderen Hausarzt zu suchen? :o)

Was stand denn nun eigentlich so "Erschröckliches" im Arztbrief, dass Ihr den auf keinen Fall lesen solltet...?

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@evistie

Meinen hab schon längst gewechselt, meine Mutter will ihn aus Altersgründen behalten. "Erschreckendes" in dem Sinne nichts, er meinte nur: Ihr könnt ja sowieso mit dem "Latein" (Blutwerte, Bericht) usw. nichts anfangen

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@daut63

Offensichtlich ein sehr überheblicher Genosse seiner Zunft...! :o/

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Hallo,

laut § 630g - Einsichtnahme in die Patientenakte (BGB) Absatz 1 ist dem Patienten Einsicht in seine Patientenakte zu gewähren, sofern keine therapeutischen Gründe dagegen sprechen. 

Nach Absatz 2 des obigen Gesetzes kann der Patient auch eine Abschrift seiner elektronischen Patientenakte verlangen. Die Kosten sind dem behandelnden Arzt durch den Patienten zu erstatten. 

Liebe Grüße und alles Gute

Medicus92

Hallo Daut,

der Entlassungsbrief ist an Euren Hausarzt gerichtet. In dem Fall gilt auch das Briefgeheimnis das heisst es ist in dem Fall ein persönliches Schreiben zwischen den Ärzten. Auch wenn der Brief offen war.

Also ist da Verhalten des Arztes OK. Wir wissen nicht was Deine Mutter für eine Erkrankung hat. Wenn sie nun den Arztbrief liest und ihn falsch interpretiert ist das nicht so gut.

Darum wäre es wichtig das der Patient weis was passiert das man nicht Patient 3205 X3 ist und dann auf jeden Bogen nach irgendwelchen Erklärungen sucht!

Ähnlich sieht es bei persönlichen Notizen in der Patientenakte aus . Auch die darf man nicht kopieren. Auch wenn man sonst alles kopieren kann natürlich muss man die Kopiekosten tragen 

Ein Entlassungszeugnis gibt es nicht nur einen vorläufigen Bericht an die weiter behandelnden Ärzte.

Ich habe einmal ein Fax bekommen wo das Wichtigste drauf stand. Weil man den Arztbrief...da konnte ich dann lesen an Frau  ....  (ich war da hoffentlich schon in den Wechseljahren).

Gruss Stephan

Nachtrag:



Dies im Fall eines Notfalles


http://rechtwissen.jung-preview.de/2016/02/17/darf-die-pflege-mangels-ueberleitung-den-verschlossenen-arztbrief-oeffnen/

Dies gilt wenn man nicht der Empfänger ist! (Hausarzt)



Der Arzt hat eine Magenentleerungsstörung bei mir diagnostiziert. "Motilium" hilft mir nicht dagegen. Kennt jemand alternative Behandlungsmöglichkeiten?

Zwar hat sich das "Rätsel" meines Sodbrennens und des Reflux geklärt, dadurch entstehen für mich aber neue Fragen.

Im KH wurde in verschiedenen Untersuchungen (Manometrie, Röntgen-Breischluck, Magenspiegelung, 48h-pH-Metrie u. Magenentleerungsszintigraphie) festgestellt, dass ich eine ziemlich deutliche Magenentleerungsstörung habe. Es war in einer festgelegten Zeit nur die Hälfte von dem aus dem Magen raus, was eigentlich raus sein sollte... Dadurch soll dann auch mein Reflux u. das Sodbrennen erklärbar sein, da es dann zu einem "Rückstau" kommt u. der Speisebrei wieder hoch kommt. :-(

Ist ja eigentlich gut, dass ich endlich weiß, was es ist. Aber der Arzt sagte mir, dass dies sehr wahrscheinlich an dem Schmerzmittel liegt, das ich regelmäßig wegen meiner Unfallfolgen nehmen muss. Und das kann ich definitiv nicht weglassen.

Er hat mir jetzt erstmal für mind. 4-6 Wochen "Motilium" verschrieben u. hofft, dass es dadurch besser wird. Sonst müsse man dann weitersehen. Hatte das schonmal, hatte da aber keine Wirkung.

Mit der Ernährung hatte ich in der letzten Zeit alles richtig gemacht, so der Doc. Also leicht verdaulich, nicht fettig, scharf gewürzt etc. u. mehrere kleinere Mahlzeiten.

Hat jemand von euch vielleicht auch so eine Entleerungsstörung und Tipps für mich, was ich sonst noch machen kann? Wie kann man sowas ggf. noch - alternativ(?) - behandeln?

Danke

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