Darf die private Krankenkasse Operations - und Entlassungsbericht anfordern und die Zahlung vom Eingang abhängig machen?

5 Antworten

Natürlich dürfen die das. Die brauchen doch bestätigte Gründe zur Zahlung. Besonders wichtig, wenn die Kosten sehr hoch erscheinen muss geprüft werden. Ich bin mit 12 Jahren sowohl gesetzlich als auch privat versichert. Bei der Privatversicherung schicke ich von mir aus schon einen Arztbericht mit.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ja das dürfen sie, das ist gängige Praxis. Das machen die bei mir bei fast jedem Krankenhausaufenthalt. Du musst der Versicherung eine Schweigepflichtentbindungserklärung unterschreiben und dann regelt die Versicherung das mit dem Krankenhaus.

Wenn du mit dem Krankenhaus vereinbart hast, dass das Krankenhaus direkt mit der Versicherung abrechnet, dann ist es ja relativ egal, solltest du das nicht gemacht haben und selber die Rechnung bezahlen müssen, dann ruf in der Finanz-Abteilung des Krankenhauses an und sag, dass du erst dann bezahlst/bezahlen kannst, wenn das Geld von der Versicherung da ist. Das ist in der Regel kein Problem. Die wissen ja wie das läuft.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Sie darf das.

Steht zumindest in den Satzungen meiner Kasse !

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Klar dürfen die das, die wollen doch genau wissen wofür sie löhnen sollen, und die überprüfen, ob alle Leistungen korrekt abgerechnet sind. Wie soll das ohne diese Unterlagen sonst gehen? Schau ins Kleingedruckte Deines versicherungsvertrages, dort steht sowas drin.

Zudem bist Du mit der Frage im falschen Forum. Hier geht es um Krankheiten, nicht um Verwaltungskram.

die überprüfen, ob alle Leistungen korrekt abgerechnet sind.

Das ist aber manchmal nicht so leicht. Ich hatte mich mal an die Verrechnungsstelle, die eine Arztrechnung erstellt hatte und an die Krankenversicherung gewendet, da auf der Rechnung Sachen standen, die überhaupt nicht gemacht wurden. Beide Stellen haben das überprüft und beide kamen zu dem Schluss, dass "richtig" abgerechnet wurde, weil es so in den Akten stand. Da bringt dann das Überprüfen alles nichts...

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Korrekt abgerechnet bedeutet in dem Fall, dass die Abrechnungspositionen zur Diagnose passen müssen, und dass keine Leistungen berechnet wurden, die sich laut GOÄ ausschliessen. Auf der anderen Seite sorgt die Abrechnungsstelle dafür, dass auch alle Leistungen abgerechnet werden, die bei der Diagnose / Behandlung möglich sind. Wenn du der Meinung bist, dass Leistungen berechnet wurden, obwohl sie nicht erbracht worden sind, musst du dich an den Arzt wenden.

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Hallo,

aus den vielen Seiten Kleingedrucktes im Vertrag ergibt sich (fast?) immer eine entsprechende vertragliche Grundlage. Vor der Vertragsunterschrift das Kleingedruckte zu lesen ist mühsam - aber es kann vor Überraschungen schützen. Ggf. kommen noch weitere Nachfragen der Versicherung. Je höher die Beträge, um die es geht, desto genauer wird geprüft.

Hier die Musterbedingungen (Abweichungen im Vertragmöglich!):

https://www.pkv.de/service/broschueren/musterbedingungen/

z.B. §§ 5, 6 und 9

Gruß

RHW

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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