Cortisonsoritze(n) bei Kalkschulter?

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Hallo Sonne,

das Cortison hilft nur gegen die Entzündungen, die sonst einen Kalkschleier hinterlassen, wenn die Entzündung wieder weg ist. Der Arzt versucht also damit weitere Entzündungen und die damit einhergehende Verschlimmerung zu vermeiden.

Ich bin -natürlich von Berufswegen- noch immer der Meinung, dass eine gründliche Lockerung der gesamten Muskulatur im Schulterbereich die Engstellung des Gelenkspaltes der wichtigste Teil aller therapeutischen Maßnahmen ist. Allein deswegen schon, weil diese verkrampfte Muskulatur die Grundursache dieser Engstellung mit nachfolgender Reizung des Gelenkbereiches, mit anschließendenden Entzündungen und der davon ausgelösten Kalkablagerung ist. Mir ist aber auch bekannt, dass die meisten Ärzte dies wohl anders beurteilen, zumindest die Behandlung anders handhaben. Statt Kältetherapie, Dehnung, Massage, wird eben die Stoßwelle oder die Röntgentiefenbestrahlung favorisiert. Dabei wird das Symptom, aber nicht die Ursache behandelt. Ich habe mal ein Video der geschätzten Kollegen Liebscher & Bracht angefügt, es kann sehr gut sein, dass die Beschwerden dadurch ebenfalls besser werden, wenn Du die Übungen regelmäßig durchführst.

https://www.youtube.com/watch?v=8GQuu8MOExg

Eine Frage hätte ich aber an Dich: Wenn die fokussierte Stoßwellentherapie Dir zuviel Geld kostet, die radiale Stoßwellentherapie aber eine Kassenleistung ist, warum versuchst Du denn nicht die kostenfreie Stoßwellentherapie? Schaden kann sie Dir doch nicht, aber die Chance der Hilfe steht gut, finde ich. Habe Dir mal einen passenden Link angefügt, vielleicht überzeugt er Dich ja, es einfach mal zu testen.

http://www.gesundheits-lexikon.com/Therapie/Weitere-konventionelle-Therapien/Radiale-Stosswellentherapie-RSWT-.html

Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsche Dir gutes Gelingen, Herbert

P.S.: Voll durchstarten ist eher kontraproduktiv. Denn das würde für mein Verständnis bedeuten, dass all die Voraussetzungen wieder erfüllt werden, die ursprünglich zum Problem geführt haben. Es geht eventuell doch, aber dann musst Du sehr diszipliniert die entsprechenden Lockerungsübungen immer weiter durchführen, damit der Engstand durch verkrampfende Muskeln nicht wieder provoziert wird.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Hallo Herbert,

Danke für deine Antwort. Ich muss mich revidieren. Die Kosten werden von der KK nicht übernommen. Seit diesem Jahr ist allerdings der Fersensporn im Leistungskatalog enthalten.

Ein paar Dehnübungen hat er mir gezeigt, die ich daheim fortführen soll.

Bis jetzt, toi toi toi, wenig bis gar keine Probleme. Er meinte im Idealfall werde ich die Schmerzen für immer los, was natürlich super wäre.

LG

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@sonne123

Erstmal danke für die Bewertung.

Dann will ich mit Dir hoffen, dass die Schmerzen weg oder in erträglichem Rahmen bleiben. Habe Dir mal eine sehr gut informierende Seite gesucht, aber vielleicht kennst Du sie schon. Da werden auch alle üblichen Behandlungsmöglichkeiten erörtert. Allerdings fehlt eine natürliche Methode, die von mir oft favorisierte Blutegeltherapie. Diese kleinen Tierchen lösen unglaubliche Wirkung aus, wenn eine Entzündung im Spiel ist. Meine Eltern haben als Heilpraktiker recht oft die Blutegel eingesetzt und ich weiß von grandiosen Erfolgen damit. Mittlerweile machen dies sogar immer mehr Ärzte und Krankenhäuser.

Ich empfehle Dir abschließend alles was über Kopf zu arbeiten ist, möglichst sein zu lassen. Und mach die Muskelübungen auch vorsorglich, das ist sogar der wertvollste Tipp denke ich. Alles Gute, Gruß Herbert

https://schulterinfo.de/kalkschulter.html

noch einer:

http://www.vitavie.de/kalkschulter-schulterschmerzen.html

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Ich bin kein Mediziner. Aber dass Kalkablagerungen in der Schulter durch Kortison, was gegen Entzündungen hilft, beseitigt werden sollen, ist unlogisch. Die Schallwellen machen Sinn. Ich werde das in Kürze machen lassen. Geh' doch mal direkt zu Deiner Kasse und frag', ob sie Dir die Behandlung als Einzelfallentscheidung bezahlen. Mehr als "Nein" sagen können sie nicht.

Auch wenn du kein Mediziner bist, Danke für deine Antwort. Ich hatte im Oktober eine ÜW erhalten und wollte mich vorab beim Schmerztherapeuten erkundigen welche Kosten auf mich zukommen. Die Schwester konnte mir keine Auskunft geben, das macht der Arzt. Da alles eine Frage des Geldes ist, habe ich mich gegen die Therapie entschieden. Und zuguterletzt, wirkt es wirklich??? Warum , wenn es so wirksam ist, wird es von der KK nicht getragen und als IGel Leistung eingestuft!? Schön wäre es, wenn es mit den Spritzen getan ist.

Danke für den Tip mit der KK, werde ich machen.

Ist es bei dir auch die Schulter und hast du schon einen Kostenvoranschlag? Welche Art von Stosswellen sind es bei dir? Radiär oder fokussiert? Gerade letzteres soll am kostenintensiven sein.

Liebe Grüße

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@Kreuzkampus : Natürlich wird der Kalk nicht durch die Kortison-Medikation beseitigt. Das behauptet hoffentlich auch niemand.

Kortison vermag aber die durch den Kalk bedingte Entzündung zu lindern !

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@Tigerkater

Das weiß ich, Tigerkater. Das habe ich ja auch geschrieben. Ich finde es aber, freundlich ausgedrückt, seltsam, dass ein Arzt bei einer "Kalkschulter" Kortison anwendet; wohl wissend, dass das nur vorübergehend hilft und, wenn es immer wieder gespritzt wird, sogar Knochenschäden anrichten kann. Fazit: Kortison kann hier nicht das (Dauer-)Mittel der Wahl sein.

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@kreuzkampus

Das weiß ich, kreuzkampus. ich hoffe, dass mein Kommentar nicht einen gegenteiligen Eindruck gemacht hat.-- Sollte er zumindest ganz sicher nicht !!

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Vor ca. 20 Jahren oder mehr, zu Beginn der SW-Therapie, wurde bei mir mit Stoßwellen ein Tennisarm nachhaltig kuriert. Ich hatte nie wieder Probleme.

Bei mir ist es jetzt die Schulter. Ich muss nichts selbst bezahlen, kann Dir aber nicht sagen, welcher Art die Stoßwellen sind.

Soweit ich weiss bzw. gelesen habe, wird beim Tennisarm die Stosswellentherapie von der KK übernommen und auch die radiäre Stosswellentherapie bei Kalkschulter. Nur das fokussierte Verfahren ist vom Patienten selber zu tragen. Da bin ich gespannt, ob es dir hilft und ob es schmerzhaft war, worüber teilweise berichtet wird. Mich schrecken nur die Kosten ab und Zweifel des Behandlungserfolges. Würde mich mich über eine Rückmeldung deinerseits freuen. L g

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