Chronische Atemprobleme, durch schlechte Zähne?

3 Antworten

Blut beim Zähneputzen deutet auf eine Entzündung des Zahnfleisch. Unangenehmer Geschmack im Zusammenhang mit Schmerzfreiheit deutet auf eine Vereiterung der Zähne hin.

Wenn die Zähne so Karies sind, dass die Bakterien aus dem Mund in den Nervkanal eindringen, entzündet sich der Nerv und das Blutgefäß (Pulpa) und stirbt ab. Das äussert sich in einem ziehenden Schmerz, der von alleine wieder weggeht, wenn der Nerv tot ist. Danach wandern die Bakterien durch das Loch in der Wurzelspitze in den Kieferknochen, wo es zuerst zu einer Entzündung und dann zu einer Vereiterung kommt. Das verursacht sehr starke, klopfende Schmerzen, evtl. bekommt man eine "dicke Backe". Es kann aber auch passieren, dass der Eiter mehr oder wenig kontinuierlich über den Abstand zwischen Zahnwurzel und Kieferknochen abläuft. Das baut den Druck, der die Schmerzen auslöst, ab, und man merkt nur den schlechten Geschmack.

Früher war man der Meinung, dass so ein vereiterterp Zahn keine Auswirkung auf den restlichen Körper hat. Mittlerweile wurde festgestellt, dass die Bakterien, die die Entzündung auslösen, sich über die Blutbahn im gesamten Körper verteilen. Folge ist, dass das Immunsystem ständig gefordert ist. Im schlimmsten Fall droht eine Sepsis.

Ob deine Beschwerden mit deinen Zähnen zusammenhängen, kann ich natürlich nicht sagen. Sollte es nach der Zahnentfernung immer noch nicht besser werden, solltest du an eine Uniklinik gehen. Die Ärzte dort arbeiten interdisziplinär zusammen, so kommst du schnell von einem Facharzt zum anderen.

An der Uniklinik Marburg gibt es das Marburger Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen, Prof. Dr. Jürgen Schäfer.

Vielen Dank für die Antwort, sehr interessant. Kann man denn selbst etwas gegen die weitere Ausbreitung der Bakterien tun (abgesehen von einem Arztbesuch natürlich)? Leider dauert es eben immer recht lange bis zum nächsten Zahnarzt Termin.

Dass mein Immunsystem geschwächt ist, denke ich auch schon länger, zwar werde ich nicht häufig krank, dafür fühle ich mich ständig müde und kraftlos. Und bspw. wurde ich letztens erst geimpft gegen Tetanus und ein paar andere Dinge, und lag danach wirklich 2 Tage flach mit Gliederschmerzen, brennenden Augen, Schüttelfrost und allem was dazu gehört, also mMn mehr als die üblichen leichten Grippeerscheinungen.

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Selbst kannst du nichts tun. Allerdings wirkt im entzündeten Gewebe die Betäubungsspritze nicht, deswegen verschreiben wir in der Praxis Patienten Antibiotika, auch über einen längeren Zeitraum als die üblichen 5 Tage. Das Antibiotikum würde dann natürlich auch die Krankheitserreger im ganzen Körper bekämpfen, hat aber auch die üblichen Nebenwirkungen

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Du solltest mal regelmäßig deine Zunge putzen. Einfach mit der Zahnbürste abschrubben. Anfangs kann es passeren, dass es einen würgt, wenn man zu weit nach hinten kommt. Dann hilft ein Schluck Wasser. Das Zungeputzen regt die Entschleimung an. Ich mache das immer beim Zähneputzen mit. Danach muss ich viel Spucken.

Auch Ölziehen oder Kauen kann hilfreich sein. Man nimmt einen Schluck Öl in den Mund und zieht ihn durch die Zähne und bewegt ihn für 5-10 Minuten im Mund hin und her. Danach ausspucken. Ich spucke es ins Klo. Waschbecken können verstopfen. Das Öl sorgt für ein gesundes Mundklima und beseitigt Bakterien, Rötungen und Entzündungen heilen besser ab oder entstehen gar nicht erst.

Zum Gurgeln ist Wasser mit Salviathymol gut oder mit Salbeitee.

Inzwischen putze ich mir bereits regelmäßig die Zunge und es stimmt, tatsächlich muss ich danach auch immer viel spucken, allerdings hilft das leider auch nur kurzfristig etwas.

Das mit dem Öl werde ich wohl mal ausprobieren.

Gurgeln tue ich meist mit Kamillentee oder eben mit einer Mundspülung. Von Salviatyhmol hab ich noch nicht gehört, werde ich auch mal ausprobieren.

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@marcest1998

Mir fällt noch etwas ein. Zunge rausstrecken und Ränder nach oben rollen. Dann durch das entstandene Röhrchen die Luft einziehen und durch die Nase wieder ausatmen. Mehrmals wiederholen. Das befeuchtet den Rachen und die Schleimhäute.

Salviathymol gibt es in der Apotheke.

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@dinska

Diese Atemtechnik kann ich nur empfehlen, hilft mir auch bei leichten Asthma Anfällen!

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Hallo marcest!

Ich war damals auch beim HNO weil alles verschleimt war. Bluttest auf Allergien war negativ, der Pricktest (Hauttest) dann positiv . Der bluttest muss also nicht unbedingt heißen dass du keine Allergien hast.

Immer noch üble Schmerzen in Zähnen/Kiefer

Anfang Dezember ging ich zum Zahnarzt, weil ich in 4 Zähnen im linken Unterkiefer Schmerzen hatte. /Beitrag steht unter " Schmerzen in 4 Zähnen/Krone. Bis jetzt bin ich keinen Schritt in Richtung Schmerzfreiheit weiter, im Gegenteil. Der ZA hat die Zähne, auch die wurzelbehandelten, wieder aufgebohrt, die alte Wurzelfüllung entfernt und Medikamente eingebracht, keine Besserung. Er hat die Kronen runtergemacht und durch eine provisorische Krone ersetzt. Die Schmerzen wurden auch nach der dritten und vierten Medikamentengabe nicht besser, mir tut der ganze linke Unterkiefer weh, richtig der Kieferknochen, der Schmerz zieht in den Oberkiefer und in den Hals, ich habe das Gefühl, ich kann gar nicht mehr richtig schlucken. Der Gang zum Kieferchirurgen hat auch nichts gebracht, er diagnostizierte eine Reizung/Entzündung des Trigeminusnervs und verschrieb Schmerzmittel. Leider wurde es immer noch nicht besser, also wieder zum Hausarzt und der verschrieb mir Lyrika gegen Neuralgien. Da es nicht besser wurde und plötzlich Schluckbeschwerden und Schmerzen auf der ganzen linken Gesichtshälfte auftraten, überwies er mich zum Neurologen, der machte ein MRT und dann noch eine weitere bildgebende Untersuchung in der Röhe, fand aber keine Anzeichen für entzündliche Veränderungen und tippe ebenfalls auf eine Nervenentzündung. Er fand, ich solle die Lyrika 75 weiternehmen und bei Bedarf eben noch Novalgintropfen. Inzwischen war ich am Donnerstag wieder beim Zahnarzt der erneut das Medikament in zwei Zähnen gewechselt hat und natürlich auch wieder in den Zähnen rumgebohrt hat, das Medikament müße weit runter. Bei einem Zahn war das so schlimm, daß ich fast senkrecht im Stuhl stand, als er mit einer Papierspitze in den Zahn ging. Beim zweiten war es auch schmerzhaft aber nicht so heftig. Er meint, ich dürfte eigentlich gar nichts mehr spüren. Es hilft, wenn ich mit dem Finger oder der Hand gegen den Unterkiefer drücke, aber nur kurzfristig. Manchmal schlafe ich nachts ganz gut, manchmal wecken mich die Schmerzen im Kiefer. Die einzige Alternative wäre, die Zähne zu ziehen, das würde unter Narkose geschehen und alle 4 auf einmal. Ich sträube mich noch dagegen, aber die Schmerzen machen mich langsam verrückt. Der Hausarzt meint, ich solle alles probieren, damit nicht gezogen werdn muß, Nervenentzündungen/Reizungen würden lange dauern. Es gibt im Blut keinen Entzündungswert. Habt ihr noch einen Rat. Danke

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