BSV weiter arbeiten?

2 Antworten

Hallo elfchen,

da fällt mir zuerst nur ein: diese schei.... Urlaubszeit. Die halbe Nation liegt flach, ein Teil am südl. Strand in der Sonne, der andere im Bett. Mich hat die kollektive Urlauberei auch immer gestört, aus sehr unterschiedl. Gründen. Aber nun zu Dir.

Ich würde an Deiner Stelle weiter arbeiten, aber dabei möglichst ergonomisch korrekte Haltung waren. Schon mal gut, dass Du nicht viel schwer heben musst. Aber wenn, dann möglichst immer mit nach vorn durchgedrückten Rücken heben, das entlastet die Bandscheiben, belastet die Beine dafür entsprechend mehr.

Dann sollte der Orthopäde Dich zu einem Neurochirurgen überweisen, das sind die Fachärzte für solche Fälle wie Deinem. Aber keine Angst, die wollen nicht sofort operieren. Es stehen eine ganze Reihe physiologischer und physikalischer Anwendungen als Hilfe zur Verfügung, die Ärzte müssen nur die geeigneteste Therapie für Dich in ausreichender Anzahl verordnen. Da tun sich leider viele Ärzte schwer, dem Gesundheitsbudget seis gedankt. Gemeinsam sollte mal über eine baldiste Reha zur " Erhaltung der Teilhabe am Arbeitsleben " (amtsdeutsch) nachgedacht werden. In so einer Reha würdest Du Dich wundern, wieviele junge Menschen mit BSV , -operiert oder noch nicht -, Du dort vorfindest. Vor Jahren las ich in einer Statistik, dass das Durchschnittsalter bei Männern mit einer Bandscheiben-OP bei 28 Jahren lag.

Wichtig wäre auch zu wissen, wie der Zustand Deiner restlichen Bandscheiben ist, - auch und vor allem die der Halswirbelsäule. Denn wer untenrum BS-Probleme hat, der hat immer auch welche am entgegengesetzten Ende, - manch einer merkt es nur noch nicht, oder kennt den wahren Grund seiner durchaus vorhandenen Symptome nicht. ( Kopfschmerzen, Kribbeln/Zucken in der Schulter-/Nacken-/Oberarmmuskulatur, pelzige Finger, muskuläre Schwäche im Arm, Herzprobleme, Hustenreiz, etc. )

Sollte der Rest der BS auch bereits mehr oder weniger beschädigt sein, dann gilt es über die berufliche Zukunft nachzudenken. Noch bist Du jung genug um zu in einen Beruf zu wechseln, der Deiner WS gerecht wird.

Desweiteren gehören Deine sportlichen Aktivitäten auf den Prüfstand. Je nach Sportart kann es sein, dass die BS zu stark beansprucht werden. Machst Du aber überhaupt keinen Sport, dann solltest Du damit anfangen. Im jetzigenZustand aber noch nicht, warte erst mal ab, was bei der Sache rauskommt, kannst dann nochmal hier nachfragen, oder frag Deinen Physiotherapeuten.

Überprüft werden muss alles, was Deine Ergonomie betrifft: Matratzenhärte, Stuhlhöhen daheim und auf Arbeit, Autositzhaltung, Arbeit teilweise auch im Bücken?, usw., halt alles, was die Muskeln und Wirbelkörper belastet.

Soviel vorab in Kürze, es gäbe noch viel zu sagen, gute Besserung u. LG

Hallo Winherby, vielen lieben Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort. Sie hat mir etwas Mut gemacht :)

Seit geraumer Zeit habe ich tatsächlich Nacken- Schulterbeschwerden. Manchmal wach ich mit eingeschlafenem Arm auf. Links habe ich seit einer Woche einen schmerzenden Zeigefinger, welcher beim beugen schmerzt. Pelzigkeitsgefühle habe ich dort auch schon bemerkt :/ Vor Jahren hatte ich eine Lungenentzündung in danach lange Zeit ( 2 Jahre mind) Atembeschwerden/ Blockaden. Diese wurden vielfach von Orthopäden und Lungenärzten abgeklärt. Diagnosen : gereizter Zwischenrippennerv, Einrenken von Wirbeln. Lunge vollkommen in Ordnung. Können denn solche Atemproblem auch von der HWS kommen?

Ich habe früher viel Leistungssport gemacht, u.a Kickboxen, hatte aber nie Probleme. Gelegentlich gehe ich joggen.

Kann ich neben einer Reha noch arbeiten gehen?

Ich hoffe es sind nicht zu viele Fragen ;) Bin nur neugierig und bis Donnerstag erscheint es mir noch lange...

Sei herzlichst gegrüßt.

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@elfchen88
Kann ich neben einer Reha noch arbeiten gehen?

Wohl kaum, weil
a) eine vernünftige Reha mehrere Stunden des Tages beansprucht
b) eine Reha nur selten 'vor der Haustür' stattfindet
c) eine Reha der Verbesserung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit gilt und nicht so nebenher läuft

Erst einmal abwarten, was Donnerstag herauskommt. Dann kann man weitersehen. Die 2 Tage gehen auch noch um...

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@elfchen88

Hallo elfchen, ich nochmal, ich versuche so gut ich kann Deine verständliche Neugier zu befriedigen:

Also die genaue Höhe der Innervation habe ich jetzt nicht im Kopf, aber über ein Nervengeflecht in Höhe der unteren HWS und der oberen BWS werden viele Organe des oberen Brustraumes versorgt, auch die Bronchien. Und der Plexus Brachialis versorgt die Arme. Kribbelnde oder pelzige Finger haben noch lange nichts mit dem oft zitierten Karpaltunnelsyndrom zu tun. Die Lungen haben keinerlei Versorgungsnerven. Das Knacken der Wirbelsäule wird im Sport oft gemacht und hat langfristig einen erhöhten Verschleiss der kl. Wirbelgelenke zur Folge.

Kickboxen ist allerdings eine Sportart die der Gesundheit des Körpers nur zeitweise zuträglich ist, besonders beim Gegner. Joggen ist für die meisten Jogger ebenfalls sinnlos, denn es kommt nämlich drauf an, was die Joggerei bewirken soll. Ich persönlich bevorzuge und empfehle entweder Intervall-Lauftraining, oder aber gezielten Kraftsport, denn dann kommt die Wirkung sozusagen gezielt an, - dort wo man´s braucht.

Eine Reha ist ein ernst zu nehmendes Programm. Ich bin ein Verfechter der heimatfernen Reha. Körper, Geist und Seele sind eine untrennbare Einheit. Jede Erkrankung des Körpers hat seine Ursache, dabei spielt auch die Seele immer eine gewisse Rolle, auch wenn das nicht jeder auf Anhieb versteht. Daher: raus aus der gewöhnten Umgebung, also Milieuwechsel. Auch der Reiz eines Klimawechsels ist wichtig. Wer eher nördlich beheimatet ist sollte weit in den Süden und umgekehrt. Und dann ist natürlich die Intensität und Qualität der Anwendungen entscheidend. Daher kann das optimale Ergebnis einer Reha nur fern der Heimat, - auch ohne Wochenendbesucherei! -, erzielt werden. Glaub mir, ich kenne beruflich beides, ambulante und stationäre Reha, die Unterschiede der Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache. Nun beantwortet sich die Frage nach der „Nebenher-Reha“ von selbst.

Du bist mit 26 Jahren noch sehr jung, nimm die bereits eingetretenen gesundheitlichen Probleme ernst, - kann ich Dir raten. Schlimmer wird es später sowieso von ganz allein, trotz aller Bemühungen gesundheitserhaltend zu leben. So, ich hoffe, dass mein Beitrag Dir weiterhilft, lG, Winherby

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@Winherby

Du hast mir sehr weitergeholfen. Vielen Dank nochmals dafür !

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Hallo elfchen88!

Ich kann alle Aussagen von @Winherby nur in vollem Umfang bestätigen!!! Ergänzend möchte ich nur noch erwähnen, dass nicht jeder BSV auch gleich operiert werden muss. Lass Dich auf keinen Fall zu einer OP drängen, solange nicht alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind!!! Dazu gehören KG, Osteopathie, Wassergymnastik, ggf. Nervenwurzel-Infiltrationen, Denervation mit Radiofrequenzen, ggf. Kryotherapie usw. usw. Der Besuch einer Schmerzambulanz wäre auch sehr sinnvoll. Zur Osteopathie hier noch ein informativer Tipp. Übrigens: eine Reha weit weg von zu Hause kann ich wirklich nur empfehlen. Da kann man sich mal nur auf sich selbst konzentrieren - ohne irgendwelche Verpflichtungen - herrlich!!!

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/manuelle-therapie-oder-osteopathie-wo-ist-da-der-unterschied

Alles Gute wünscht walesca

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Danke schonmal!

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Hallo, bei meiner Frage geht es um meinen Bandscheibenvorfall. Ich bin 19 und habe im Januar einen Bandscheibenvorfall (LWS) diagnostiziert bekommen. Seit Februar bin ich bei der Krankengymnastik und erhielt bis Juni 6 Spritzen. Mittlerweile habe ich immer noch Schmerzen, zwar nicht mehr so stark, aber es ist dennoch sehr unangenehm, vor allem bei bis zu 9 Stunden Schule bzw. sitzen. Heute war ich wieder beim Orthopäden, weil ich mit meinen 6 Stunden KG fertig bin und eine neue Verordnung brauchte. Ich habe zwar eine bekommen, aber irgendwie war der Arzt nicht sehr begeistert, dass ich weiterhin zur KG möchte, weil er jetzt schon "Verodnung außerhalb des Regelfalls" ankreuzen musste. Ich habe dann eine Dauerverordnung angesprochen, aber da fing er nur an zu schmunzeln und meinte, man hätte mit einem BSV keinen Anspruch darauf, bzw. die Krankenkasse würde das nicht genehmigen.

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Ratschläge/Hilfestellung - Bandscheibenvorfall und Umschulung

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Daraufhin bin ich grad in Behandlung bei einem NC, der eigentlich direkt operieren wollte, ich mich aber erstmal "Nein" gesagt habe, bzw. weil ich allgememein zu viel schiss vor ner HWS-OP habe. (Risiko, ich bin erst 29 etc.pp) Deswegen haben wir die OP-Gespräche erstmal vorschoben und haben uns auf konservative Therapie geeinigt. Also ich krieg nochmal 3 (von 5) Spritzen in den BSV an der HWS und Ultraschallkontrolle und eben Physio. Mal abgesehen das ich finde bis jetzt hat sich nichts verbessert, zumindest nicht sonderlich. Achja die BWS macht mir zwar auch Probleme : z.B. langes stehen bereitet schon oft starke schmerzen. Schweres heben geht auf BWS und HWS (das probier ich ja fast zu 100% zu vermeiden aber manchmal muss man eben die Zähne zusammen beißen und den Müll rausbringen oder einen Einkauf hochtragen, obwohl meine Freundin mich da natürlich so gut es geht unterstützt, aber sie kann ja auch nicht 24/7 da sein, wegen Job etc. )

Ich bin seit dem 12.01 jetzt auch krankgeschrieben und mach mir natürlich Sorgen, wie es weitergeht. Also wenn die konservative Therapie nicht anschlägt will der NC ja wohl wieder direkt eine OP und die will ich ja eigentlich nicht.

Nun sitze ich hier und denke die ganze Zeit über meine Zukunft nach, weil wenn ich mich schon mit 29 fühle als ob ich nicht mehr diese Art von körperlicher Arbeit machen kann und will. Weil das wird ja auch nicht besser über die Jahre gesehen. Denn gehen wir mal davon aus die Therapie halbwegs anschlägt und ich beschwerdefreier werde ohne OP, denke ich trotzdem nicht das ich Woche für Woche für 40h, bücken, heben, tragen von Sachen um die 20 KG Tag ein Tag aus schaffe und das auch in der Situation und unter den Gesundheitlichenaspekten will. (Ich wäre ja allgemein schneller wieder Krankgeschrieben als mein Arbeitsweg ist)

Deswegen dachte ich über eine Umschulung nach und wie ich da am besten vorgehen muss. Hat da jemand mit Erfahrung ? Wäre über Ratschläge etc. sehr dankbar. Das Internet ist zwar voll mit Infos (aber man will ja immer eine Einschätzung seiner Situation) und da ich noch nicht die 15 Jahre voll habe fällt die DRV schonmal weg. Aber niemand als keiner der Ärzte (also die wollten schon wissen was ich beruflich mache), hat irgendwas Job spezifisches gesagt außer "Ok das kann natürlich davon kommen das sie Jahrelang schwer körperlich gearbeitet haben" außer der NC der meinte "Hmmm so schlecht ist ihre HWS, tragen sie die Sachen etwa auf dem Kopf" Also ich bin echt etwas Rat-und Planlos und weiß nicht wie meine nächsten Schritte aussehen sollen, damit ich nicht einfach irgendwann gekündigt werde und auf der Straße stehe und mir das AA nen Job aufzwingt bei nem Personaldienstleister wo ich Packkartons zusammen falten soll für 8 Euro irgendwas die Stunde. Aber weiß auch das ich das mit meinem momentanen Job auch nicht wirklich mehr lange machen könnte.

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