Brüste komplett entfernen bei Brustkrebs? Sinnvolle Therapie?

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3 Antworten

Ich habe diese Fälle auch im TV verfolgt. Ich verstehe die Ängste der Frauen vor Brustkrebs schon sehr gut, aber gleich eine komplette Amputation der Brust und das oftmals ohne überhaupt einen positiven Befund zu haben, das finde ich schon sehr massiv. Letztendlich ist es eine schwierige Entscheidung. Es gibt immer wieder Frauen, denen der Tumo vermeintlich entfernt wurde und nach Tests stellt sich heraus, dass "da doch noch was ist" und es gibt eine weitere OP, wieder Angst vor den Befunden usw. Für den Fall, dass man wirklich Brustkrebs hat, kann ich nachvollziehen, wenn man im Interesse seines Lebens eine komplette Amputation der - u.U. immer wieder teilweisen - lokalen Entfernung des Tumors vorzieht. Aussderm bleibt der Frau bei dieser Variante meistens die an Nebenwirkungen reiche Chemotherapie bzw. Bestrahlung erspart. Die Narben sind heute auch nicht mehr so schrecklich und es gibt sehr gute Prothesen, die "den Mangel" sehr geschickt verbergen. Und dann ist da noch die Möglichkeit des Brustaufbaus. In diesem Bereich hat die Medizin ganz grosse Fortschritte gemacht. Ich wünsche mir nicht, diese Entscheidung einmal treffen zu müssen und ich habe allergrössten Respekt vor den Frauen, die sich entscheiden - wie auch immer, denn es geht im nichts geringeres als ihr Leben.

"Die Gefahr, dass eine Krebsgeschwulst an gleicher Stelle (Lokalrezidiv) wieder auftritt, ist bei der brusterhaltenden Operation mit anschließender Bestrahlung genauso gering, wie bei einer Brustentfernung (Mastektomie)."

Die Entscheidung hängt vielmehr von folgenden Kriterien ab:

"Etwa 70% der Patientinnen können heutzutage brusterhaltend operiert werden, nämlich dann,

  • wenn der Tumor in der Brust noch nicht weit fortgeschritten ist (nicht größer als zwei Zentimeter),

  • der Knoten keine Verbindung zur Brustwarze hat und weit genug von ihr entfernt ist,

  • der Tumor keinen Ausläufer in die umliegenden Milchgänge hat,

  • der Knoten keinen entzündlichen Anteil hat,

  • der Knoten von den Drüsengängen und nicht von den Drüsenlappen ausgeht.

Eine Brustamputation ist zwingend erforderlich, wenn

  • der Tumor ist bereits sehr groß (ungültiges Tumor/Brust-Verhältnis)

  • der Tumor hat weite Ausläufer in die Milchgänge

  • in der gleichen Brust sind mehrere Tochterknoten

  • der Tumor hat eine Verbindung zur Brustwarze oder ist ihr sehr nahe

  • der Tumor hat durch die Haut ein Geschwür gebildet

  • der Knoten hat einen entzündlichen Anteil

  • der Tumor ist nach erfolgter Operation und Bestrahlung erneut aufgetreten

Eine Brustamputation ist zu empfehlen, wenn

  • die betroffene Brust mit bildgebenden Verfahren (Mammografie, Mammasonografie) schlecht überwachbar ist.

  • die brusterhaltende OP ein schlechtes kosmetisches Ergebnis erzielen würde.

  • der Knoten von den Drüsenläppchen ausgeht.

  • die Patientin keine Strahlentherapie möchte."

(http://www.gesundheitsfrage.net/frage/brueste-komplett-entfernen-bei-brustkrebs-sinnvolle-therapie#)

In letzter Zeit ging auch durch die Presse, dass (prominente) Frauen sich die Brüste vorbeugend amputieren ließen.

Aber das ist ein anderes Thema.

noch ein anderes thema: es gibt menschen die durch eine drastische umstellung der ernährung auf naturkost ihren krebs besiegt haben... quelle z.b.: PAPAYA ein ganzheitliches gesundheits-handbuch von Barbara Simonsohn

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...lese gerade zufällig, das anfang dieses jahrhunderts britische ärzte vorsorglich den dickdarm entfernen, um dickdarmkrebs vorzubeugen. wie pervers ist das? könnte man ja auch sagen, wir amputieren vorsorglich den kopf, um migräne vorzubeugen......

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Die Brust wird ja komplett entfernt, wenn der Krebs schon soweit fortgeschritten ist und das gesamte Gewebe betroffen ist (durch zu Späterkennung). Einfach so die Brust entfernen lassen halte ich für seltsam.

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