Bräunungspuder: Gefahr für die Haut?

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1 Antwort

Soweit ich weiss, ist in den meisten Bräungspudern mineralische Ocker verarbeitet. Ocker ist ein Naturprodukt, das stark färbt.

Wer einmal in den Ockerschluchten in der Provence bei Roussillion war und da rumgeklettert ist, der kann sich sicher noch gut an die anschließend notwendige Wäsche erinnern.

Also von daher unbedenklich.

Das Ockerpuder wird meist mit feuchtigkeitsspendenden Stoffen vermischt, um eine gute Verarbeitung auf der Haut zu erreichen. In einzelnen Fällen wird auch etwas beigemischt, um einen zusätzlichen Lichtschutzfaktor zu haben.

Gesundheitsschädliche Wirkungen sind meines Wissens bisher nicht bekannt. Ocker wird teilweise auch zur Körperbemalung benutzt.

Noch ein paar Infos zu Ocker:

Gelber Ocker

Gelbe Ocker sind weit verbreitete, tonige Erden mit einem Gehalt von ca. 5-20% gelbem ("ockerfarbenen") Eisen(III)-oxidhydrat. Die gelben Ocker sind weltweit verbreitet.

Den gelben Ocker kann man bequem selber sammeln, dazu braucht man nicht einmal nach Frankreich zu fahren. Man muß lediglich die Augen in der Natur offenhalten für schön gelbe Verfärbungen im Erdreich. Oft findet man schöne Gelbocker in Zusammenhang mit Tonerdelagerstätten.

Roter Ocker

hier handelt es sich wohl um das älteste Rotpigment überhaupt, es wurde schon in der Altsteinzeit verwendet. Rotocker ist der Sammelbegriff für weit verbreitete, tonige Erden, die einem Gehalt von ca. 5-20% an rotem Eisen(III)-oxid (Hämatit) ihre lebhaft braunrote Farbe verdanken. In der Antike war die "Sinopische Erde" aus Kleinasien besonders berühmt und begehrt. Deutsche Vorkommen liegen vor allem im Lahngebiet, im Westerwald und in Bayern. Brauchbare dunkle Rotocker finden sich auch im Mansfelder Land.

Die Höhlen von Lasceuax sind auch mit Ocker bemalt.

Rotocker kann man sich ähnlich einfach selber sammeln wie den gelben Ocker.

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