Blutspenden bei Eisenmangel?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, du solltest auf keinen Fall zur Blutspende gehen. Denn du brauchst dein Blut dringend selber. Wahrscheinlich ist neben dem Ferritinwert auch dein HB-Wert deutlich erniedrigt, oder? Bei uns hier gibt es die Regel, dass man nur Blut spenden darf, wenn der HB-Wert einen gewissen Grenzwert übersteigt. Ich weiß zwar nicht, wie hoch der genau sein muss, aber da wird schon streng drauf geachtet.

Zumal der Körper ja, wenn er das gespendete Blut ersetzen und neues Blut bilden will, u.a. auf Eisen angewiesen ist. Und wenn kein Eisen da ist, wird das auch mit der Blutbildung schwieriger.

Deswegen solltest du schon aus deinem eigenen Interesse auf eine Blutspende verzichten.

Lies dazu auch mal dies:

Eisenhaushalt und Blutspenden

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement.

Es ist Bestandteil des Farbstoffs „Hämoglobin". Dieser gibt den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ihre Farbe und ermöglicht den Sauerstofftransport aus der Lunge in alle Körperzellen. Eisen spielt eine wichtige Funktion in der Muskelarbeit und bei vielen enzymatischen Körperabläufen. Der gesunde menschliche Organismus enthält ca. 5 g Eisen, etwa die Hälfte davon befindet sich im Blut. Das Knochenmark eines Erwachsenen bildet jeden Tag circa 250 Milliarden rote Blutkörperchen. Hierbei werden circa 35-40 mg Eisen benötigt. Fehlt Eisen, so kommt es zur Blutarmut, der Eisenmangel-Anämie. Diese zeigt sich durch Müdigkeit, Blässe und Schwäche.

Mit einer Blutspende verliert der Organismus mit den roten Blutkörperchen circa 250 mg Eisen, die Ihr Körper aus der Eisenreserve ausgleicht. Durch eine normale und ausgewogene Ernährung, die Fleisch, Fisch und Gemüse erhält, können täglich circa 5 mg Eisen in die Eisenreserve zurückgeführt werden. Damit wird der Eisenverlust durch die Blutspende ausgeglichen. Zu Ihrem Schutz messen wir vor jeder Blutspende Ihren Hämoglobin-Wert (Hb). Bei einem zu niedrigen Hb-Wert werden Sie an diesem Tag nicht zur Blutspende zugelassen.

http://transfusionsmedizin.uk-koeln.de/blutspendezentrale/fuer-blutspender/eisenhaushalt

Alles Gute!

Hallo user125,

wenn man zu viel Eisen hat also eine Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) hat wird das mit Aderlässen behandelt. Im Umkehrschluss heißt das - man verliert beim Blutspenden Eisen. Wenn man unter einem Grenzwert 7,8 mmol/l bei Frauen und 8,4 mmol/l bei Männern liegt sollte man schon mit seinem behandelnden Arzt sprechen ob das sinnvoll ist. Ich schätze nicht unbedingt! Das (Inhalt Link) wirst Du ja schon kennen.

http://www.medizin.uni-greifswald.de/transfus/blutspende/dokumente/eisenmangel.pdf

VG Stephan

Ist der Fragebogen ausgewertet, geht es zur nächsten Station, ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen wird hier benötigt. Der hb-Wert wird ermittelt, Hämoglobin, wieviel Eisen enthält das Blut, bei Frauen muss dieser Wert über 12,5g/100ml liegen, bei Männern bei 13,5 –stimmt der Wert nicht, darf man an an diesem Tag kein Blut spenden.

Keine Blutspende bei Eisenmangel | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-werdohl-altena-neuenrade-und-nachrodt-wiblingwerde/keine-blutspende-bei-eisenmangel-id6970588.html#603045604

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