Blinddarmentzündung erkennen?

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2 Antworten

1. Es ist richtig, dass sehr oft der Blinddarm herausoperiert wird, obwohl gar keine akute Entzündung vorliegt. In vielen Fällen zeigt sich spätestens beim histologischen Befund, dass es eine z.T. auf die Oberfläche beschränkte Entzündung war. Aber man tendiert bei entsprechender Symptomatik und Klinik dazu, den Wurm zu entfernen.

2. Gerade eine Entzündung des Wurmfortsatzes wird insbesondere von Laien sehr unterschätzt und als total einfach zu diagnostizierendes Bild abgestempelt - dabei ist es in Realität nicht immer ganz so einfach.

3. Die im Internet groß gehandelte Symptomatik kann als Information vielleicht hilfreich sein, hat aber mit dem tatsächlichen Auftreten und Vorkommen nur recht wenig zu tun. Denn es wird sehr häufig vergessen, dass diese Symptomatik abgewandelt oder größtenteils ausbleiben kann.

4. Dieses Hin und Her und auch der zeitliche Abstand sprechen bei Ihnen aber eher gegen das Vorliegen einer akuten Entzündung. Insbesondere auch dann, wenn Labor (kann auch gerne mal trotz Entzündung unauffällig sein), Sonographie und körperliche Untersuchung unauffällig sind, spricht vieles dagegen.

Weiter bei Ihrem Arzt vorstellen und suchen. Ggf. sollte man ein MRT des Abdomens in Betracht ziehen, wenn vorherige Untersuchungen zu keinem Ergebnis kommen. Aber da ist Ihr Ansprechpartner Ihr Hausarzt.

Mein Blinddarm hat mich 15 Jahre geärgert, bis er akkut wurde und operiert werden musste. Davor haben sich die Ärzte geweigert ihn rauszuschneiden. Normalerweise aber sieht man einen entzündeten Blinddarm auch an den Blutwerten. Oder beim Abtasten durch den Arzt. EIn Röntgen kann auch hilfreich sein.

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