Frage von AnnaMDrsh, 120

Blinddarmentzündung erkennen?

Hallo :) vor 10 Wochen begann es mit Übelkeit und ich dachte ich bekomme Magen Darm. 2 Tage später bekam ich ein Stechen neben der rechten Leiste und fühlte mich leicht schwach. Also bin ich zum Arzt, welcher mich sofort mit Verdacht auf Blinddarm ins KH schickte. Dort konnte anhand von Blut, Ultraschall und Abtasten nichts festgestellen. Also wieder nach Hause. Leider wurden die Symptome nicht besser, also ging ich wieder zum Hausarzt, welcher nochmal Blut und Ultraschall machte. Er sah, dass im Magen nach über 12h immernoch das Essen verweilte (soll aber nicht vom Blinddarm kommen) und rechts unten vermutete er Eierstockzysten. Also ging ich zum Frauenarzt, der aber eher auf Blinddarm tippt. Bevor diese Schmerzen auftauchten, hatte ich wochenlang Verstopfung und Stress! Heute bin ich wieder Hausarzt, da ich seit gestern Nacht Brechdurchfall und Übelkeit habe. Er tippt auf NoroVirus! Was denke ich auch der Fall ist. Allerdings hört dieses Stechen rechts nicht auf & die Ärtze meinen es sei psychisch - auch weil es schon so lange geht. Immer wieder lese und höre ich von Menschen, bei denen die Ärtze auch meinten, es sei nicht der Blinddarm und schlussendlich sah man es erst bei OP oder hat solange gewartet bis er platzte. Merkt man, wenn es akut wird? Wurde bei euch der Blinddarm sofort erkannt? Waren nach der OP die Schmerzen weg? Wie lange hattet ihr die Symptome bis ihr operiert wurdet? Meine Ärztin meinte aber wiederum dass sie viele Blindärme gesehen hätte, welche OP gar nicht nötig hatten....?!

Antwort
von xraynrw, 76

1. Es ist richtig, dass sehr oft der Blinddarm herausoperiert wird, obwohl gar keine akute Entzündung vorliegt. In vielen Fällen zeigt sich spätestens beim histologischen Befund, dass es eine z.T. auf die Oberfläche beschränkte Entzündung war. Aber man tendiert bei entsprechender Symptomatik und Klinik dazu, den Wurm zu entfernen.

2. Gerade eine Entzündung des Wurmfortsatzes wird insbesondere von Laien sehr unterschätzt und als total einfach zu diagnostizierendes Bild abgestempelt - dabei ist es in Realität nicht immer ganz so einfach.

3. Die im Internet groß gehandelte Symptomatik kann als Information vielleicht hilfreich sein, hat aber mit dem tatsächlichen Auftreten und Vorkommen nur recht wenig zu tun. Denn es wird sehr häufig vergessen, dass diese Symptomatik abgewandelt oder größtenteils ausbleiben kann.

4. Dieses Hin und Her und auch der zeitliche Abstand sprechen bei Ihnen aber eher gegen das Vorliegen einer akuten Entzündung. Insbesondere auch dann, wenn Labor (kann auch gerne mal trotz Entzündung unauffällig sein), Sonographie und körperliche Untersuchung unauffällig sind, spricht vieles dagegen.

Weiter bei Ihrem Arzt vorstellen und suchen. Ggf. sollte man ein MRT des Abdomens in Betracht ziehen, wenn vorherige Untersuchungen zu keinem Ergebnis kommen. Aber da ist Ihr Ansprechpartner Ihr Hausarzt.

Antwort
von whoami, 78

Mein Blinddarm hat mich 15 Jahre geärgert, bis er akkut wurde und operiert werden musste. Davor haben sich die Ärzte geweigert ihn rauszuschneiden. Normalerweise aber sieht man einen entzündeten Blinddarm auch an den Blutwerten. Oder beim Abtasten durch den Arzt. EIn Röntgen kann auch hilfreich sein.

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