Bleischutz beim Röntgen - wirklich sicher?

2 Antworten

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Durch die Bleischürze werden die Fortpflanzungsorgane vor Streustrahlungen bei der Röntgenaufnahme geschützt.

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Beim Röntgen der Hüfte(!) bzw. des Beckens wird hoffentlich KEINE Bleischürze verwendet bzw. dem Patienten angezogen, sonst ist mit dem Bild nicht allzu viel anzufangen. Es wird lediglich -wie ja auch von BieneMaya17 erwähnt- ein Stück Bleigummi auf den Unterbauch gelegt, um die Eierstöcke auszublenden. Die Beckenknochen / Hüfte sollen ja im Röntgen grade dargestellt und nicht durch die Schürze bedeckt werden.

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Ja, die Bereiche der Fortpflanzungsorgane sollen geschützt werden. Damit das Erbgut nicht geschädigt wird. Darum bekommt man auch beim Zahnarzt diese riesige Schürze umgehängt, auch wenn nur ein Zahn geröngt wird.

Starke Hüftschmerzen nach Unfall

Hallo,

ich hatte vor ziemlich genau 3 Jahren (bin 16 Jahre alt) einen Reitunfall, wo ein ca. 600 kg schweres Pferd mich unter sich begrub. Leider weiß ich nicht genau wie, da ich sofort das Bewusstsein verlor. Ich wurde ins LKH gebracht und „gründlich“ durchgecheckt.. außer einer schweren Gehirnerschütterung und einer geprellten Rippe wurde nichts gefunden.

Nach ein paar Tagen bekam ich starke Hüftschmerzen so dass es mir kaum möglich war aufzutreten, natürlich wieder ins LKH und wurde gecheckt, doch es wurde nichts gefunden. Ich hatte mich wohl verrissen wurde mir gesagt, mit der Aussage stellten sie mich zufrieden und schickten mich mit einer Cortison(??)creme nach Hause.

Da die Schmerzen nicht weniger worden stattdessen immer größer bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und der hat mich dann zu einem speziellen Röntgen geschickt, nach wenigen Tagen hatte er die Bilder und sah wieder „nichts“.

Nach ca. 3 Monaten Schmerzen, Krücken, Tabletten und Cremen tat es nicht mehr wirklich weh (außer bei größerer Belastung) und ich dachte mir das das nun vorbei ist. Sobald das Wetter (ja das Wetter!) Umschwung, besonders heiß oder kalt, von guten auf regnerischen, hatte ich wieder so große Schmerzen das ich wieder mir mit Tabletten, Cremen und Krücken die Hüfte ruhig stellte bzw. stelle!!

Nun reicht’s mir …. habt ihr eine Idee zu welchen Arzt ich gehen kann der mir weiter hilft (bitte keine Orthopäden, da war ich schon und es wurde wieder nichts gesehen).

Danke schon mal im Voraus!!

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Sitzschmerzen-Kokzygodynie (Schmerzen im Steißbein) - Meine Krankengeschichte

Ich litt 5 Jahre unter sehr starken Schmerzen im Sitzen und wurde nicht ernst genommen. Ich möchte meine Krankengeschichte veröffentlichen, weil ich denke, dass es anderen helfen könnte... Sitzschmerzen können grundsätzlich 3 mögliche Ursachen haben: Probleme in der LWS, Probleme der Kreuz-Darmbein-Gelenke (ISG) und Probleme im Steißbein. Alle bereiten ähnliche Schmerzen. Dennoch sind die Symptome leicht unterschiedlich. Bei einer ISG Problematik dürfte man einen Druckschmerz über den ISG u. auch Schmerzen im Stehen haben. Bei einer Kokzygodynie (K) jedoch bestehen Schmerzen nur im Sitzen. Im extrem gereizten Zustand dann auch in Rückenlage und beim Umdrehen im Bett. Oft ist ein Sitzen vornübergebeugt oder auf einer Po-Seite gut möglich. Schmerzzunahme bei Neigung des Oberkörpers nach hinten... Schmerzschlag beim Aufstehen aus dem Sitzen (nach längerem schmerzvollen Sitzen). Radfahren verursacht noch stärkere Schmerzen.

Im Bildgebenden Verfahren nachweisen kann man eine K manchmal mit RÖ-Aufnahmen. Am wichtigsten ist eine dynamische RÖ, also eine im Sitzen. Dies können meist nur Krankenhäuser. Eine vergleichende RÖ im Stehen ist grds. nicht schlecht, aber nicht zwingend erforderlich. Es ist zudem die Strahlung zu bedenken: Die RÖ werden bei dieser Fragestellung ohne Bleischutz gemacht...

Am idealsten ist ein MRT. Es reicht kein gewöhnliches MRT zB. vom Becken. Für jede Fragestellung muss ein anderes MRT gemacht werden. Es werden stets andere Schnitte gemacht...

Im MRT kann man genau beurteilen, aus wievielen Teilen das Steißbein besteht, ob es durch Gelenke oder (seltener) durch Bandscheiben verbunden ist. Oder ob beides fehlt.

Eine Dislokation (Verschiebung von Knochen) ist im MRT nicht immer zu sehen, da es idR im Liegen angefertigt wird. Dies würde eine RÖ (s.o.) sicherer zeigen können.

Bei mir war eine Dislokation auch im MRT sichtbar. Zudem sieht man eine degenerierte Bandscheibe.

Die meisten Ärzte kennen sich mit dem Steißbein nicht aus!!!

Es gibt eine wunderbare Webseite auf Englisch: coccyx.org Mit hunderten von Patientenberichten, RÖ's, MRT's, Behandlungsmöglichkeiten Manche Ärzte wissen nicht einmal, dass manche statt Gelenken Bandscheiben im Steißbein haben...

Wie dem auch sei: Ich bin nun seit ca. 7 Mo. schmerzfrei. Ich konnte einen interventionellen Radiologen finden, der unter CT-Kontrolle eine diagnostische Injektion vornahm. Ein kurz wirksames Betäubungsmittel und ein länger wirksames Cortison. Ich war sofort schmerzfrei - der Verdacht wurde zur Gewissheit. Nach 5 h verlor das Betäubungsmittel die Wirkung - wie vorhergesagt... Aber das Cortison begann zu wirken. Cortisoninjektionen sind nicht zu vergleichen mit oraler, regelmäßiger Einnahme von Cortison!!! Es kommt zu keiner Gewichtszunahme, es gibt keine ernsten Nebenwirkungen. Ich könnte diese Prozedur also gefahrlos Jahrzehnte lang fortführen. In Mindestabständen v. 3 Monaten... Aber nun bin ich ja schon 7 Mo schmerzfrei - u. vllt für immer.

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