Bis zu welchem Grad an depressiver Verstimmung sanfte Medizin ausreichen?

3 Antworten

Du hast völlig Recht, sowas kann nur der Arzt bestimmen. Ich würde von Medikamenten völlig abraten und dir zu mehr Bewegung raten an der frischen Luft, gymanastischen Übungen oder Übungsreihen, wie der Sonnengruß aus Yoga oder die Fünf Tibeter, auch Tai Chi, Chi Gong, Entspannungsübungen, Atemübungen, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training uva. können dich wieder auf Vordermann bringen. Wenn alles doch nicht helfen sollte, (deiner Gesundheit tut es aber trotzdem gut, während Medikamente auch schaden können) dann solltest du zum Arzt gehen und eine Therapie machen.

Ich leide unter häufigen Stimmungsschwankungen - mal mehr und mal weniger stark. Eine Hausärztin hat mir eine mittelschwere Depression diagnostiziert, ein anderer Arzt hat das relativiert und mir gesagt, ich wäre einfach nur überfordert und gestreßt. Die Ansichten gehen da weit auseinander und der für den "normalen" ist der Zustand der Psyche sehr schwer einzuschätzen. Ich habe das vorgeschlagene Antidepressivum Citalopram abgelehnt und mich selbst auf die Suche nach einem pflanzlichen Stimmungsaufheller gemacht. Ich nehme seit einigen Wochen das pflanzliche joyful bodyvita und meine Stimmung hat sich nach kurzer Zeit stabilisiert. Ich bin  nicht mehr so müde und demotiviert und habe einfach bessere Laune. Für mich persönlich reicht die Wirkung aus weil ich nicht glaube depressiv zu sein. Es sind die beruflichen und privaten Anforderungen die einen oft runterziehen und lebensmüde mache und wichtig ist es dann seinem Körper einfach mal Ruhe zu gönnen und sich Auszeiten zu gönnen. 

Der Unterschied zwischen einer depressiven Verstimmung und einer Depression (tiefer gehenden depressiven Verstimmung) wird hier ganz gut erklärt:

"Die depressive Verstimmung ist das einfühlbarste aller seelischen Leiden.
Wir alle sind immer wieder einmal depressiv verstimmt.
Äußere Ereignisse wie Trennung oder Tod lassen uns depressiv reagieren. Aber auch banale Enttäuschungen des Alltags können uns deprimieren. Wir sind anfälliger, wenn wir in körperlich schlechter Verfassung sind oder wenn wir körperlich krank sind. Schon wenn wir unausgeschlafen sind, zeigt sich unsere Empfindlichkeit für depressive Anflüge.

Wenn sich die Verstimmung in einen situativen oder komplexen Lebenszusammenhang einordnen lässt oder wenn äußere Gründe für die Verstimmung vorliegen, ist die Situation eine andere als wenn wir es mit einer tiefer gehenden depressiven Verstimmung zu tun haben.

Sie wird nicht binnen kurzem von allein, durch Ruhe oder psychotherapeutische Bearbeitung verschwinden. Der Gedanke an eine medikamentöse Behandlung ist dann berechtigt."

http://www.psychiatrie.de/krankheitsbilder/depression/

Eine leichte depressive Verstimmung muß auch nicht unbedingt mit rezeptfreien Mitteln angegangen werden.

Du solltest es zuerst einmal mit Sport und/oder Bewegung, wie längeren Spaziergängen, Meditationsübungen, ausgiebigen sozialen Kontakten und gesunder Ernährung probieren, ehe du zu pflanzlichen Mitteln greifst, die übrigens nicht immer so "sanft" sind, wie es uns die Werbung versprechen will.

Alles Gute!

Zweimal

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