Bin ich immernoch psychisch krank? ......3 Jahren nach der Diagnose?

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ich würde an deiner stelle auf jeden fall nochmal eine therapie beginnen! vielleicht hattest du bisher nicht den passenden therapeuten bzw. die passende therapie! ich hab das gehabt. nach einem folgenschweren autounfall hab ich eine verhaltenstherapie gemacht, weil ich stark depressiv infolge eines posttraumatischen belastungssyndroms war. das hat ganz gut geklappt. jedenfalls hab ich den unfall sehr gut aufgearbeitet. trotzdem hab ich danach immernoch probleme gehabt, kam in der therapie nicht weiter. durch einen anderen zwischenfall bin ich dann an einen anderen therapeuten gekommen und hatte eine kurze zeit 2 therapeuten parallel. dabei hab ich gemerkt, dass der neue therapeut mich deutlich weitergebracht hat. er hat aber auch eine ganz andere methode (schematherapie)angewendet. seitdem geht es mir deutlich besser. das ganze läuft jetzt schon 9 jahre. natürlich nicht durchgehend! ich habe akzeptiert, dass ich diese unterstützung brauche und betrachte das nicht unter dem aspekt krank/gesund! leider läuft das leben nicht immer glatt und dann ist es doch gut, wenn man hilfe kriegen kann. es ist auch nicht so, dass ich jede woche dahin muss. mittlerweile ist es so, dass ich die sitzungen in größeren abständen und notfalls auf abruf habe. wichtig ist, dass du lernst, deine situation zu akzeptieren und das beste daraus zu machen. was ist denn so schlimm daran, krank zu sein? (ich weiß, ist ne sehr provokative frage!) aber das wichtigste ist doch, dass du weißt, was du gegen diese krankheit machen kannst! und es gibt möglichkeiten!!! auf jeden fall würde ich das auch ambulant machen, damit du deinen "normalen" alltag hast.

ich hatte das selbe problem wie du, hab antidepressiva genommen und es ging mir nur noch schlechter. Hatte unruhe in den Beinen, hab keine kritik vertragen, hab über alles geweint und war nur noch müde. Ich hab mich von allen abgewahnt. War nur noch froh darüber wenn ich Abends schlafen konnte und meine Ruhe hatte. Ich hab mich hängen lassen und bin gegangen wie ein Roborter. Bis ich dann die Antidepressiva einfach abgesetzt habe. Diese Unruhe hat mich wahnsinnig gemacht, konnte kaum sitzen , konnte mich nicht konzentrieren. Ich wusste noch nicht einmal mehr was im Fernseh vorgekommen ist. Meine Psychotherapeutin hat mich gewahnt es abzusetzen da sie dachte ich komme es wieder mit der angst zutun. Schließlich hab ich mich nicht mehr raus getraut und hab gedacht das jeder über mich redet. Zu guter letzt ist es bei mir positiv ausgegangen. Alle nebenwirkungen und gedanken sind weg. Mir geht es manchmal halt auch nicht gut und ich denk auch immer noch viel über diese Situation nach , aber ich möchte diese Antidepressiva nicht mehr nehmen. Ich weiß nicht ob es für dich gut wäre sie einfach abzusetzen ,weil ich ja auch nicht weiß ob du abhängig davon bist . Dazu hast du sie 2 Jahre genommen und ich 3 Monate.

Nehme die Medikamente schon 5 Jahre. Habe mittlerweile eine Dosis ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Bin damit zufrieden. Leider habe ich ein Libidoverlust. Aber dafür keine anderen Nebenwirkungen, daher finde ich mich damit ab.

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Versuche doch mal wieder etwas mehr unter Menschen zu gehen. Vielleicht hast du ja ein Hobby und kannst dich einer Gruppe anschließen. Das würde dich ein wenig aus deiner Lethargie reißen, auch wenn es für dich anstrengend ist auf Menschen zu zugehen. Parallel wäre es für dich vielleicht doch gut noch einmal eine Therapie zu machen, aber ambulant. Stationäre Therapien reißen dich aus deinem Alltag und aus deinem aktuellen Leben und das wieder einleben nach der stationären Therapie ist auch nicht so ohne.

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