Berufshaftpflicht für Ärzte

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4 Antworten

Hallo! Da hast du Recht. Ein Arzt sollte über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen,und zwar ab dem Berufsstart. Ist der Arbeitsvertrag( in einer Klinik) unterschrieben, ist es wichtig, sich vor dem ersten Arbeitstag dort zu erkundigen, ob eine Berufshaftpflichtversicherung durch die Klinik gewährleistet ist und in welcher Höhe. Oftmals ist z.B. grobe Fahrlässigkeit am Arbeitsplatz nicht mit eingeschlossen.

Die Haftpflichtversicherung durch den Arbeitgeber endet normalerweise mit dem Schritt durch den Krankenhausausgang. Für erste Hilfe oder medizinische Beratung außerhalb der Arbeitszeiten ist es deshalb ratsam, eine private Berufshaftpflichtversicherung für das sogenannte ärztliche Restrisiko abzuschließen. Dies lohnt sich auch für Mediziner, die nicht ärztlich tätig sind. Ein guter Tipp ist, sich zusätzlich bei Kollegen oder auf den Homepages von den Berufsfachverbänden schlau zu machen. Viele Fachverbände bieten beispielsweise eine Mitgliedschaft inklusive Rechtsberatung oder günstiger Haftpflichtversicherung an.

Hier kannst du dich bei Fragen auch direkt über die Hotline informieren.

http://www.aerzteversicherung.de/servlet/PB/menu/1113947_l1/berufshaftpflicht-versicherung_fuer_aerzte.html

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Eine Berufshaftpflicht ist mittlerweile verpflichtend. Dabei würde ich empfehlen, dass man darauf achtet, dass auch bei "grober Fahrlässigkeit" ein Schutz besteht, da man nie wissen kann, wann ein Staatsanwalt / Richter die Grenze zur leichten F. überschritten sieht, und ein Fehler kann selbstverständlich jedem passieren, bzw. ggf. sogar "nur" dem nachgeordneten Personal, wofür man dann evtl. als Arzt verantwortlich gemacht wird...

Ich würde eine Beratung z.b. beim mb (marburger bund) empfehlen, bei dem man als angestellter Arzt durchaus Mitglied sein sollte / kann.

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Sie müssen als Arzt nicht zwingend eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen und es ist auch nicht Voraussetzung für die Zulassung oder Aprobation.

Klinikärzte sind i.d.R. über die Versicherungsträger des Krankenhauses mitversichert (allerdings natürlich nur für Schadensfälle im Zusammenhang mit der Arbeit in der Klinik). Für niedergelassene Ärzte ist es ratsam, sich zu versichern, da im Schadensfall die Kosten sehr hoch sein können.

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beamer05 12.02.2014, 12:18

Sie müssen als Arzt nicht zwingend eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen

Anders sieht das die Bundesärztekammer:

§21 Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, sich hinreichend gegen Haftpflichtansprüche im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit zu versichern.

Quelle:

http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=1.100.1143

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Ostsee31 12.02.2014, 13:23
@beamer05

Bei Geburtsjahr 1990 ist nicht davon auszugehen das hier kein abgeschlossenes Medizinstudium vorliegt. Davon abgesehen das Mediziner mit äußerster Sicherheit ganz genau wissen ob-, wo- und wie sie eine Berufshaftplichtversicherung abschließen müssen und genug Grips in der Birne haben um sich mit solchen existenzsichernden Fragen nicht an ein Laienportal zu wenden.

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GeraldF 12.02.2014, 13:48
@beamer05

Vielen Dank. Ein Klinikarzt im Angestelltenverhältnis (ohne zusätzliche private ärztliche Tätigkeit) ist aber doch über die Haftpflichtversicherung des Trägers hinreichend haftpflichtversichert und benötigt keine zusätzliche Versicherung. Oder sehe ich das falsch ?

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elliellen 13.02.2014, 00:09
@GeraldF

Das kommt darauf an. Man sollte sich dort erkundigen, in welcher Höhe der Schutz gewährleistet ist und welche Fälle abgesichert sind. Grobe Fahrläsigkeit z.B.ist unter anderem häufig nicht mit eingeschlossen.

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beamer05 13.02.2014, 00:57
@GeraldF

Zumindest in dem (sehr) großen Kliniksverbund, in dem ich jahrelang beschäftigt war, war die HP auf leichte Fahrlässigkeit beschränkt. Daher habe ich diese HP für mich ergänzt.

Muß man nicht unbedingt, aber hinterher ist man schlauer ;)

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beamer05 13.02.2014, 01:01
@Ostsee31

Ach, weißt du...

Ich kenne eine Ärztin, welche als Oberärztin eingestellt war, und sage und schreibe 2 Jahre(!!) nicht bemerkt hat, dass sie irrtümlich "nur" als Fachärztin, nicht als OÄ bezahlt wurde. Sie hätte nur mal mit dem damaligen Tarifvertrag vergleichen müssen (oder mit Kollegen reden).

;))

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Ostsee31 13.02.2014, 12:03
@beamer05

@beamer05: Das kann doch nicht sein oder??? ;))... ich fasse es nicht... Hat sie denn dann für ihr "Unwissen" noch eine anständige Nachzahlung erhalten oder konnte sie es als "Lehrgeld" abhaken?

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beamer05 14.02.2014, 23:26
@Ostsee31

Nachzahlung gab es nur für 3 mon. rückwirkend, der Rest war .... futsch!

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Öhm - da solltest du besser mit Arztkollegen darüber sprechen. Wir sind hier ein Laienforum :)

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beamer05 13.02.2014, 01:03

Wir sind hier ein Laienforum :)

... in dem auch Nicht - Laien schreiben (dürfen).

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