Belastbarkeit nach einem Burn Out!

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo neuhaus,

Burn out ist nur das neudeutsche Wort für Erschöpfung. Wird diese verschleppt kommen Depressionen hinzu. Diese kann man in den meisten Fällen zumindest zu behandeln. Das Heilen muß man selbst in die Hand nehmen indem man sein Verhalten verändert. So wie du deinen ehemaligen Job beschreibst stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. In bezug auf deinen ehemaligen Job frage ich mich wieviel bist Du Dir Wert gewesen diesen Job so lange durchzuhalten bzw. auszuhalten? Hast Du gelernt dich auch unter Stress abzugrenzen? Diese Fragen kannst Du nur für dich selbst beantworten. Was mir gerade einfällt du kannst ja mal versuchen dich mit jemandem der in deinen angestrebten Job arbeitet zu unterhalten. Das sind meines Erachtens die besten Infos die man bekommen kann.

Gruß Tiger1971

Wie man das aushält? Anerkennung und Geltungsgier treiben einen dazu immer mehr an Glückshormone zu bekommen und die Belohnung durch hohe Bonuszahlungen bis zu einem Jahregehalt und sogar noch mehr. Natürlich arbeitet man mehr als andere und sogar mehr als der eigene Körper verträgt, aber es wird zur Sucht immer mehr bringen zu wollen und zu bekommen. Gesund ist das nicht, denn man ist immer wie auf Drogen aufgepuscht mit Kaffee und Nikotin. Was soll man machen, wenn man sonst keine Alternative hat? Wenn man gerade das macht, was einem sogar Spaß macht und dadurch erfolgreich ist? Ein Teufelskreis ist das bis zum bitteren Ende. ...jetzt hat es aber ein Ende gefunden und suche nach einem normalen Job.

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Ja du hast leider Recht: das erste, woran Menschen beim Burn Out denken, ist, dass diese Person labil und nicht mehr belastbar ist. Dem musst du irgendwie entgegen wirken. Ich finde deine Argumentation mit deinem vorigen Job eigentlich schon ganz schlüssig. Hast du das bei einem Vorstellungsgespräch schon einmal so gesagt?

Weist Du, es ist schwierig einem meinen ehemaligen Job zu erklären, wenn jemand der Job noch nie gemacht hat. Jeder kann seinen Job streßig empfinden, egal mit welcher Belastung. Auch jemand in der Telefonzentrale kann über Stress klagen und sagen er hat einen Anspruchsvollen Job. Ich möchte nur damit verdeutlichen, daß es verschiedene Arten umd Gewichtung von Belastungen gibt. Wenn ich meinen Stress beschreiben soll: Zwei Telefone die ständig klingeln. Vier Monitore die ich ständig kontrollieren muss. E-Mails die ich bearbeiten muss. Produktideen die mir zugesandt werden, die ich schnell verstehen muss und abnehmer hierfür finden muss. Reklamationen die ich zwischendurch zu bearbeiten habe usw. Da bliebt keine 2 Minuten Zeit um aufs Klo zu gehen. Das war mein Stress, den ich hatte und mit dem ich 16 Jahre lang zu kämpfen hatte. Und dann kommt jemand und sagt: Der neue Job sei Stressig: Nur ein Telefon, nur ein Kunde nach dem anderen, nur eine Anfrage nach der anderen usw. alles in einfacher Ausführung und ich musste damals alles auf einmal machen. Die wenigsten halten so ein Streß den ich hatte über längere Zeit durch und ich machte es 16 Jahre mit bis es zur Erschöpfung kam. Das was mich nervt ist, daß zu voreilig entschieden wird: Wer ein Burn out hatte ist nicht mehr belastbar. In gewisser Weise stimmt das schon, den mein ehemaliger Job kann ich nicht mehr machen, das heist aber nicht daß andere Jobs nun auch nicht mehr zu bewältigen sind. Ich hoffe Du verstehst was ich meine. Das Problem sehe ich eben darin jemanden das zu erklären, der solch einer Belastung noch nie ausgesetzt war.

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