Bekommt man durch falsches Essen Gicht?

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4 Antworten

Gicht wird entgegen der landläufigen Meinung und der Darstellung von jinshin nicht durch falsche Ernährung oder "Übersäuerung" verursacht.

Gicht wird meist durch eine genetisch bedingte Hemmung der Harnsäureausscheidung, seltener durch eine vererbte Störung des Purinstoffwechsels verursacht. Dadurch steigt die Harnsäurekonzentration an, es bilden sich v.a. in den Gelenkspalten Harnsäurekristalle und auch ganz ohne Einfluss der Ernährung kann so eine Gicht-Arthritis (Gichtanfall) entstehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperurik%C3%A4mie

und woher kommt die genetisch bedingte hemmung der harnsäureausscheidung ?

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Hallo, Du solltest nach Möglichkeit, wenn in der Familie gehäuft Gicht auftritt, Deinen Säure-Basen-Haushalt 1-2mal jährlich kontrollieren lassen. Teststreifen gibt es auch in der Apotheke. Das richtige Ernährungsverhalten kannst Du übrigens auch bei Deiner Krankenkasse erfragen. Hier gibt es z.B. Flayer, die man sich zuschicken lassen kann. Lb. Gruß kujo37

Oberstes Gebot bei Gicht ist eine purinarme Ernährung Damit kann man schon was erreichen. Auf www.purin.de gibt es einige Tabellen über puringehalt in Lebensmitteln. Habe mich selber daran gehalten und Erfolg gehabt. Kontrollieren Sie mal Ihren Wurst- und Fleischverbrauch plus BIER !!!. Nur mal die Hälfte von allem. Viel Erfolg.

Ja das ist ohne weiteres möglich. Besonders Nahrung, die den Körper übersäuert, unterstützt die Gichtanfälligkeit. Dazu gehören Fleisch, Zucker, Kaffee, schwarzer Tee und vieles mehr.

Abhilfe kann man schaffen durch stark basiche Nahrungsmittel, z.B. Kartoffeln, aber auch Basentabletten ( sehr gut die von Dr. Jacobs ) und natürlich viel Wasser trinken.

Übersäuerung plündert die Basendepots

Für die Entsäuerung benötigt der Körper eine ausreichende Menge an Mineralstoffen - nachstehend Basen genannt. Basen sind in der Lage, die Säuren zu neutralisieren, damit diese den Organen nicht schaden. Erhält der Organismus über die Nahrungszufuhr zu wenig Basen, entnimmt er die benötigte Menge seinen eigenen Basendepots. Hierzu zählen: Bindegewebe, Knochen, Knorpel, Sehnen, Zähne und Haarboden.

Die Säuren, die täglich bei einer Übersäuerung - auch Azidose genannt - auf den Organismus einwirken, kann der Körper aufgrund der anfallenden Menge nicht komplett ausscheiden. Sie werden als so genannte saure Stoffwechselschlacken im Bindegewebe eingelagert. Auf diese Weise übersäuert der Körper zunehmend.

Erste Symptome wie Unwohlsein, Energielosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder andere Befindlichkeitsstörungen machen sich bemerkbar.

Einer Übersäuerung folgen unterschiedlichste Krankheiten

Durch einen dauerhaften Säure-Überschuss werden die körpereigenen Depots so weit geleert, dass im Laufe der Zeit das Bindegewebe schwach wird (Cellulite), die Knochendichte abnimmt (Osteoporose), die Zähne locker werden (Parodontose), die Haare ausfallen (diffuser Haarausfall), die Gelenke Schmerzen (Rheuma, Gicht, Arthrose), Pilzinfektionen immer häufiger auftreten (Fuss-, Nagel-, Haut- und Genitalpilz) - um nur einige der möglichen Symptome zu nennen.

Super erklärt, DH!

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