Bekommt ein Arzt (hier Onkologe) Provisionen von der Apotheke, von der er die teuren Krebsmittel liefern läßt?

5 Antworten

Hallo,

Falls er wirklich Geld dafür erhält, so ist er korrupt und macht sich strafbar. Ich kann mir nicht vorstellen dass das also der Grund ist.

Viel wahrscheinlicher ist, dass sich die entsprechende Apotheke in der Nähe der Arztpraxis befindet und die benötigten Medikamente (oder z.B. Depot-Spritzen) auf Vorrat hat, um eine schnelle Verabreichung und geringe Wartezeiten für den Patienten zu ermöglichen.

Damit geht der Apotheker allerdings ein ziemliches finanzielles Risiko ein, da diese Medikamente sehr teuer sind (Der Apotheker muss diese ja auch erst einmal kaufen!), möglicherweise schnell verfallen, und er verlangt deshalb im Gegenzug vom Arzt ein solches Abkommen mit dem Patienten.

Ich kenne solche Absprechen z.B. von einem Hausarzt und der im gleichen Haus gelegenen Apotheke - diese hat verschiedene Impfstoffe immer da, so dass der Patient direkt an einem Termin mit dem Rezept in die Apotheke gehen kann, und wieder zurück in die Praxis, wo der Arzt dann die Impfung vornimmt.

Die Krebsmedikamente werden bestimmt nicht in der Apotheke "hergestellt", und sowohl preislich als auch bezüglich der Qualität sollte es für dich keine Rolle spielen, aus welcher Apotheke du sie beziehst.

Grüße,

FlaeD

Doch, diese Apotheke stellt die Infusionslösungen her. Auf den falschen Rechnungen stand u.a. Zytostatikazubereitung

Ich bekomme das Rezept gar nicht in die Hand, das gibt der Arzt jetzt direkt an die Apotheke.

Manche Apotheken geben hier Bonustaler für die Einlösung eines Rezeptes und wenn man nochmal kommen muß, weil das Medikament nicht vorrätig ist, bekommt man nochmal zwei Bonustaler.

Ein Bonustaler ist 0,50 Euro wert, man kann damit in der Apotheke was bezahlen oder für Einkaufsgutscheine in anderen Geschäften eintauschen.

Allein für Januar bis 07. Februar waren das 15 Rezepte, für die ich Bonustaler im Wert von 7,50 Euro hätte bekommen können.

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@Ksenja1

Oh, Lösungen aus Fertigpulvern ect. setzen sie natürlich an, da hast du recht - das Zytostatikum (also der teure Grundstoff) muss aber dennoch bezogen werden. Normalerweise müsstest du das Rezept bekommen, erst nachdem du die Vereinbarung unterschrieben hast kann der Arzt das Rezept direkt an die Apotheke geben.

Bonustaler sind ja nur Vergütungen der Apotheke selbst und dienen der Kundenbindung, und der ARzt hat damit ja auch nichts zu tun - das ist was anderes, als wenn ein Arzt gegen Geld eine bestimmte Apotheke "empfiehlt".

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@Ksenja1
Ein Bonustaler ist 0,50 Euro wert, man kann damit in der Apotheke was bezahlen oder für Einkaufsgutscheine in anderen Geschäften eintauschen.

Das ist ja wohl mehr als lächerlich .

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@FLaeD

Ja sicher sind die Bonustaler für die Kunden und nicht für den Arzt, wenn ich aber selber die Rezepte abholen würde, hätte ich dafür schon 7,50 Euro bekommen. Besser als nix.

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@Ksenja1

Vielleicht, aber deine Frage war, ob der Arzt Provisionen erhält - und das bezweifle ich. Genauso sollte er auch keine Rücksicht auf irgendwelche Sonderaktionen von Apotheken nehmen, wenn eine Abspreche mit der nahegelegenen Apotheke hauptsächlich dem Patienten dient. Frag ihn doch einfach.

Neben der freien Apothekenwahl existiert auch eine freie Arztwahl, und der Art kann dich ja auch zu keiner Unterschrift zwingen.

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Nein !

Wenn doch ist es strafbar und der Arzt könnte seine Approbation verlieren !

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Ich würde mit allem rechnen..

Aber da Du offensichtlich vertrauen zu dem Arzt hast, würde ich ihn nicht verärgern ...

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