Beinamputation wegen Thrombose und Hämatom

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3 Antworten

Hallo Laveda,

wir kennen die Zusammenhänge nicht, da ist es schwierig. Nun in der Regel kann man per Ultraschall eine Thrombose feststellen. Ja und dann muss der Arzt entscheiden ob er Marcumar anwendet oder was in dem Fall sonst zu tun ist.

Es hat wenig Sinn da nun die Frage zu stellen hätte man in Deutschland das Bein retten können. Das Alles ist leider zu spät. Nun Du schreibst von - Hämatom und Thrombose hier kannst Du einmal sehen wie so ein "Hämatom" aussieht http://www.thrombose-ratgeber.de/ (bei - Woran kann ich Thrombose erkennen?).

Es war sicher ein Schock - so ein Urlaubsausgang! Aber mitunter wenn man daran denkt was eine Lungenembolie oder gar ein Schlaganfall für Folgen gehabt hätte. Nun muss er versuchen damit klar zu kommen. Das heißt er bekommt eine Prothese und muss damit wieder laufen lernen. Das ist sicher am Anfang sehr schwierig ...

Ja und eine Thrombose kann auch bei völlig Gesunden eintreten, wenn sie dazu noch rauchen ist die Gefahr erhöht. Nun kann man nur hoffen das Einige hier lesen was man tut um eine Thrombose vorzubeugen. Ich glaube da haben wir schon einiges geschrieben (Fusswippe), denn auch Andere kann so etwas treffen!

Alles Gute Stephan

francis1505 10.04.2014, 18:30

Als kleine Info nebenbei: bei einer Beinvenenthrombose landet der gelöste Thrombus immer in der Lunge, niemals im Gehirn ;-)

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GeraldF 11.04.2014, 11:03
@francis1505

In der Medizin darf man nie "niemals" sagen ;-)

Bei einem Vorhofseptumdefekt oder peristierendem offenen Foramen ovale kann es zu einer paradoxen Embolie kommen. Der Embolus aus den tiefen Beinvenen gelangt über die Öffnung im Vorhofseptum unter Umgehung des Lungenkreislaufes in die arterielle Strombahn (und dann z.B. ins Gehirn).

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Man kann Ihre Frage nicht beantworten ohne den Fall genauer zu kennen.

Es ist korrekt, dass eine tiefe Venenthrombose und ein Hämatom zwei Erkrankungen sind, bei deren Therapien Effekte auftreten, die die jeweils andere Erkrankung ungünstig beeinflussen können.

Hier gibt es offensichtlich zwei hohe Therapieziele:

  1. Verhinderung einer Lungenarterienembolie und
  2. Erhalt der Extremität.

Die Vermeidung der Lungenarterienembolie ist formal das höhere Ziel, da diese prinzipiell tödlich verlaufen kann. Ob es dennoch notwendig war, das 2. Ziel komplett aufzugeben, kann man für diesen Einzelfall aus der Ferne nicht entscheiden.

In einem Punkt muss ich Stephan Recht geben, nämlich dass wir die Zusammenhänge nicht kennen.

Hier würde man eine Thrombose in den meisten Fällen konservativ behandeln, seltener operativ. Mit dem Hämatom hat das erstmal gar nichts zu tun.

Mich schockiert das schon ein wenig. Hatte dein Bruder keine Auslandskrankenversicherung, die einen Rücktransport übernommen hätte?

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