Bei zu viel Vergesslichkeit gleich Demenz?

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4 Antworten

Bei uns älteren Menschen lässt die geistige Leistungsfähigkeit mit fortschreitendem Alter generell nach, beim einen mehr und früher, beim anderen halt später. Das äußert sich u.A. in zunehmender Schusseligkeit, im Sinne der Vergesslichkeit. 

Doch dies läuft nicht automatisch auf Demenz hinaus. Zur beginnenden Demenz kommen auch noch andere Symptome hinzu, die anfangs nicht bewusst beachtet werden, da sie nur kurz, also zeitweise auftreten wie Aggressivität, Orientierungslosigkeit, oder Tätigkeiten die völlig sinnbefreit sind.

Natürlich ist es gut, wenn Du ihn beobachtend im Auge behältst. Teste ihn: Bitte ihn das 7er Einmaleins aufzusagen, und zwar erstmal normal, dann aber sofort wieder rückwärts. Wenn er daran nicht scheitert, dann ist noch alles im grünen Bereich. Diesen Test machte unser HA mit meiner Frau, sie fühlte sich auch übertrieben vergesslich. LG

Nein, wenn Dir dieser Mensch nahe steht, reagierst Du sicherlich nicht übertrieben. Und ob Du Dir "sinnlos" Sorgen machst, wird die Zeit zeigen.

Aber: Dein Freund merkt vermutlich bereits selbst, dass seine Gedächtnisleistungen nachlassen, und ist beunruhigt. Da führt dann das Drauf-aufmerksam-machen durch andere Personen schnell zu gereizten Reaktionen, oder es wird gleich ganz abgestritten oder die "Retourkutsche" bemüht ("Das musst du mir gerade sagen, du hast ja auch letztens erst ... vergessen!"). Darum solltest Du jetzt seine Vergesslichkeit zwar im Auge behalten, ihn aber vielleicht nicht ständig damit konfrontieren.

Selbst wenn es sich um eine beginnende Demenz handelt (was leider nicht außergewöhnlich wäre), so muss es deshalb noch lange nicht die von allen zu Recht gefürchtete Alzheimer-Demenz sein. Denkbar sind auch Durchblutungsstörungen des Gehirns, oder so simple Dinge wie Flüssigkeitsmangel im Körper (gerade ältere Menschen vergessen oft das Trinken).

An Deiner Stelle würde ich den Freund weiter liebevoll beobachten und versuchen, ihn zum Arzt zu bewegen, ohne ihn ständig auf seine Defizite anzusprechen. Ist er denn alleinstehend, oder gibt es nahestehende Angehörige, die Du mit ins Boot nehmen könntest? Leider ist es so, dass, wenn der Betroffene selbst nicht einsichtig ist, man als Außenstehender ziemlich hilflos da steht.

Es ist nunmal so, dass mit dem Alter auch die Vergesslichkeit zunimmt. Es muss sich aber nicht gleich um Demenz handeln. Also ich würde ihn nicht weiter damit "nerven" wenn er es ständig abstreitet. Man kann der Vergesslichkeit entgegenwirken, sei es durch gesunde Ernährung oder ständige geistige "Erregung" des Gehirns...dazu zählen auch soziale Kontakte. Hat er denn viele und ernährt er sich gesund? Hier findest du noch weitere Infos zu dem Thema: http://www.gothaer.de/das-gedaechtnis/ Man bekommt auch Tipps, wie man sich geistig fit hält ;) Liebe Grüße!

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