Frage von MrsBrightside88, 53

Bandscheibenoperation - ja oder nein?

Hallo,

bei mir wurde gestern im Krankenhaus ein schwerer Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Kurze Vorgeschichte - ich habe bereits zwei kleinere BSV, die mir aber bisher keine Probleme bereitet haben, und wenn, habe ich es mit einer Heilpraktikerin in den Griff bekommen. Nun habe ich mich vor gut 2 Wochen beim Arbeiten blöd "verlupft", mir ists rein gefahren und seither plagen mich arge Rückenschmerzen. Seit 2 Tagen kam dann dazu, dass mein linkes Bein angefangen hat, in der Bewegung langsamer und eingeschränkt zu sein, ich kanns schwer beschreiben, aber jede Bewegung musste ich ganz bewusst angestrengt durchführen und das ging dann nur langsam und sehr schwer. Wenn ich das Bein nur allein belaste, knickt es weg, beim Treppen steigen zb. Morgens nach dem Aufstehen bin ich wieder zurück ins Bett gefallen, weil ich das Bein kaum gespührt habe, die Kontrolle nicht mehr hatte. Daraufhin und weil ich wie eine Art Wadenkrampf bloß im gesamten linken Bein hatte, bin ich ins Krankenhaus weil ich zugegebenermaßen etwas panisch wurde. Dort nach dem MRT stellte sich heraus, schwerer großer BSV auf Höhe der Lendenwirbel. Die wollten mich gleich da behalten und operieren. Ich habe mich dann allerdings entschieden, erstmal heim zu gehen und mir eine zweite Meinung einzuholen, schließlich ist eine solche OP etwas größeres, was ich ausreichend überdacht und auch vom Spezialisten geklärt haben möchte. Natürlich will ich nicht unvernünftig sein, aber mir kam es in diesem örtlichen Krankenhaus so vor, als wäre der Chirug nur "operations-geil" gewesen. Ich dachte immer, eine Operation sei heutzutage die letzte Instanz, wenn es nicht alternativ durch Physiotherapie usw wieder in Griff bekommen wird. Daher wäre ich über Tipps uns Erfahrungsberichte dankbar und bedanke mich jetzt schon über einen Austausch.

Antwort
von xraynrw, 12

Wenn neurologische Defizite durch den Bandscheibenvorfall vorhanden sind, sollte durchaus über eine operative Therapie nachgedacht werden. Je kürzer die Beeinträchtigung des Nerven, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Genesung. Je länger zugewartet wird, desto geringer. Sollte aber logisch sein.

Liegt nur ein Bandscheibenvorfall vor (also ohne neurologischen Defizite), dann kann schon eine gute konservative Maßnahme erfolgsversprechend sein - muss aber nicht.

Antwort
von mikamika, 20

ich würde auf jeden Fall eine Zweit- oder auch Drittmeinung einholen: oftmals kann man durch geeignete Übungen und Krankengymnastik eine Operation vermeiden oder zumindest einige Zeit aufschieben.

Außerdem hat eine Operation ja wohl auch ihre Risiken.

Antwort
von Huflatich, 24

Wenn es irgend geht nicht operieren .Geh vielleicht zur Chiropraktik und/oder zum Dorn Breuss Therapeuten - privat zu zahlen - teuer aber wirkungsvoll - hat zumindest mir geholfen .

Wichtig ist Cholin, Johanniskraut, Vit B12, B6, vor allem abnehmen die Wirbelsäule entlasten. Schafgarben Tee hat bei mir auch schmerzlindernd geholfen.

Das was mir nicht gefällt, auch wenn ich es auch kurzfristig hatte, sind diese Art Lähmungserscheinungen das darf nicht außer acht gelassen werden. 

Heutzutage ist es ungemein schwer zu entscheiden ob es dem Arzt um die Gesundheit seines Gegenüber, oder der eigenen "finanziellen Sicherheit" geht .

Trau schau wem  - Ärzte und deren Rat besonders "argwöhnisch" betrachten. 

Dein Gefühl sich eine Zweitmeinung zu holen finde ich total verständlich, so ein Rücken ist ja nicht mal eben so aufgeschnitten und gut ist. Manchmal beginnen dann erst die wirklichen Probleme .

Antwort
von Winherby, 19

Bei Lähmungen und deutlicher Kraftminderung wird in aller Regel sofort operiert. Macht auch Sinn, denn man weiß inzwischen,dass die motorischen bleibenden Schaden nehmen, wenn sie über einen gewissen Zeitraum hinweg unter Druck stehen.

Ohne Beteiligung der Motorik ist eine konservative Behandlung vorzuziehen. VG

Antwort
von Lexi77, 32

Hallo!

Ich würde dir mal das Forum auf www.diebandscheibe.de empfehlen. Dort gibt es eine eigene Rubrik für Arzt- und Klinikempfehlungen. 

Dort kannst du dich natürlich auch mit "Leidensgenossen" austauschen.

Viel Erfolg und alles Gute für dich! Lexi

Kommentar von MrsBrightside88 ,

danke!

Antwort
von Klaus13, 17

Hallo

Habe das gleiche problem gehabt,dann die meinung anderer abgewartet bis ich gar nicht mehr laufen konnte,dann OP war ein kleines Loch im Rücken und oh wunder am nächsten tag wieder wie neu alles war weg keine Schmerzen...aber halt zulange gewartet und viel Schmerz.

Ich würde nach aussage vom Arzt und MRT nicht lange zögern.

Hatte auch Angs vor der OP alles wird gut wünsch dir schmerzfreie Tage Wochen Monate

Antwort
von WosIsLos, 21
Kommentar von MrsBrightside88 ,

haben Sie Erfahrung damit?

Kommentar von Winherby ,

Diese Infiltration macht man aber nur bei reinen Schmerzpatienten. Wenn Lähmungserscheinungen dazu kommen, wenn also motorische Nerven betroffen sind, dann wird meist rasch operiert um bleibende Lähmungen zu vermeiden. Infiltration ist da also absolut kontraindiziert!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community