Bandage nach Kreuzbandriss?

1 Antwort

Klar macht es Sinn die fehlende Stabilität auf Grund des Risses des Kreuzbandes durch eine Bandage zu ersetzen.

Du schreibst, das Knie sei immernoch instabil. Von allein wird das auch nie stabil. Merkwürdigerweise schreibst Du nichts von einer Kreuzband-OP, weder von einer geplanten, noch von einer bereits erfolgten. Daher weiss ich nun nicht, ob das Knie operiert wurde, oder ob die OP in Planung ist.

Solch eine OP macht wesentlich mehr Sinn als eine Bandage, - auf lange Sicht jedenfalls. Denn so stramm kannst Du die Bandage kaum tragen, dass sie dem Knie die gleiche Stabilität ins Gelenk bringt, wie ein natürliches Kreuzband. 

Die Gelenkknorpel werden es Dir mit erheblich längerem Vorhandensein danken. Denn wird solch ein Kreuzbandriss nicht operiert, dann leiden die beteiligten Gelenkknorpel und nutzen unnötigerweise sehr früh so stark ab, dass dann ein Knie-TEP unumgänglich wird.

Daher mein Tipp, geh zu einem Orthopäden der entweder ambulant operiert, oder der Belegbetten im nächsten Krankenhaus hat. Mach einen OP-Termin und bis dahin trage zur Schonung des Knieknorpels eine Bandage. LG

Op war vor ca 6 Monaten und Muskel ist fast vollständig wieder vorhanden, nur Instabilität und schmerzen sind geblieben. Arzt meint, dass dauert seine Zeit allerdings habe ich langsam keine Lust mehr auf die schmerzen und die Instabilität...

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@Aeiou

Ach sooo, Du bist bereits operiert, ja das ist natürlich was anderes.

 Die jetzt noch fehlende Instabilität ist dann meiner Erfahrung nach auf eine nicht genügend straff ausgelegte Kreuzbandplastik zurückzuführen.

Diese Plastik wird ja aus natürlichem Material geformt, entnommen von der Semitendinosus und/oder der Gracilis- Sehne.  Und wenn dieser Kreuzbandersatz nicht straff genug "eingebaut" wird, ja dann ist das Knie instabil und bleibt es erfahrungsgemäß auch. Denn selbst ausreichend straffe Ersatzbänder dehnen sich mit der Zeit etwas nach.

Es steht zu befürchten, dass der Orthopäde da nochmals operativ nacharbeiten muss.

Allerdings kommt es dabei darauf an, wie lange die OP zurückliegt, Du schreibst leider nur pauschal "vor nicht allzulanger Zeit" , gibst keine konkrete Wochenzahl an. Daher einige Daten die auf Erfahrungswerten beruhen, nach denen solltest Du Dich richten:

- Die Kreuzbandplastik ist nach erst ca. 12 Wochen post-OP fest eingewachsen, daher in dieser Zeit noch kein radeln, auch wenn die Beugung bereits über 90° möglich ist. Auch Joggen ist in diesem Zeitfenster tabu!

- aber bereits nach ca. sechs Wochen sollte die komplette Streckung und die Beugung fast komplett möglich sein. Das heisst aber noch lange nicht, dass das Knie dann auch voll belastbar ist.

- der vollständige Umbau im Gewebe des operierten Bereichs des Unter- und Oberschenkelknochens ist erst nach bis zu 10 Monaten erreicht.

Nun kannst Du selbst vielleicht besser abschätzen, ob der derzeitige Zustand Deines Knies dementsprechend ist oder nicht. Eine Bandage zu tragen wird nichts schaden, sollte aber je nach dem wie lange die OP zurück liegt überflüssig sein. LG

PS. Nach sechs Monaten sollte das Knie schmerzfrei und stabil sein, - meine Meinung




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Patellalateralisation Dauerschmerz?

Hallo Leute,

ich habe seit nunmehr über 2 Jahren die Diagnose "Patellalateralisation links" und habe damals eine Bandage verschrieben bekommen (Orthese mit Silikoneinsatz, der die Kniescheibe rüber drücken soll), die ich zum Sport tragen sollte.

Ein Jahr später bin ich zu einem anderen Orthopäden, weil die Schmerzen immer schlimmer wurden und inzwischen auch im sitzen aufgetaucht sind, nicht nur beim Sport. Der andere Orthopäde diagnostizierte zusätzlich noch ein Patellspitzensyndrom und hat mir so einen Knie-Strap (kleines Band mit Klettverschluss und Silikonkissen für unter das Knie) verschrieben. Habe das fleißig getragen, aber der Schmerz blieb auch unterhalb der Kniescheibe hartnäckiger Begleiter im Alltag.

Jetzt war ich im Juni/ Juli wieder bei dem Orthopäden (die nehmen sich wenigstens ein bisschen Zeit bei der Untersuchung, trotz ewiger Wartezeit…) und der hat mir eine neue Bandage verschrieben, die jetzt beides in einem ist (Medi PSS heißt die) und wenn der Schmerz weiterhin bleibt, solle ich zur Knieathroskopie um zu sehen, was da eigentlich kaputt ist und Schmerzen verursacht.

Ich habe inzwischen Dauerschmerzen im Knie, egal ob ich sitze, stehe, liege, laufe… Und immer noch keine Physio verschrieben bekommen (habe auch nicht nachgefragt, dachte, der Arzt weiß warum er das nicht verschreibt…).

Daheim mache ich jetzt schon selbstständig Übungen um meine Muskulatur auszugleichen, gehe schwimmen, trage verschiedene Schuhe (weiche Laufschuhe, Halbschuhe, Barfuß, mit Geleinlagen, etc.) um meine Muskulatur immer wieder mal anders zu stimulieren, mache weiterhin meinen Sport mit Bandage, dehne mich so gut es geht, etc.

Dazu kommt noch eine knackende Instabilität, wenn ich laufe. Es knackt also immer, es malmt und knirscht und ganz durchstrecken tut mir ziemlich weh.

Ich merke auch, dass ich mein Knie weniger belasten will und versuche der Schonhaltung vorzubeugen, bzw. entgegen zu steuern.

Einen weitern Orthopäden gibt es in meiner Stadt leider nicht und eigentlich habe ich ja deren Diagnose vertraut bisher… aber langsam kommen mir Zweifel.

Habt ihr Tipps für mich, wie ich mein Knie unterstützen kann? Was kann ich noch tun, damit der Schmerz weniger wird? Ist das Knacken und Malmen ein Indiz für weitergehende Schäden und würde eine Knieathroskopie etwas bringen?

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Beginnende Knie-Arthrose, Bakerzyste, Plica aber keine Therapie gegen Schmerzen, was nun?

Hallo ihr Lieben,

ganz doof .... - nachdem ich vor 2 Monaten aus dem Schneidersitz aufgestanden bin, hatte es in meinem Knie laut geknackt und ich hatte unglaubliche Schmerzen sowie das Gefühl, dass meine Kniescheibe vielleicht nicht mehr richtig in der "Bahn" war. Danach ist meine Kniescheibe nicht mehr richtig eingerastet und nur noch bei jeder Beugung/Streckung schmerzhaft eingeschnappt - bis heute. Nachdem ich teilweise keine Treppen mehr steigen konnte, bin ich zum Orthopäden gegangen, der mir ein MRT verordnete. Heute hatte ich die Befundbesprechung:

Beurteilung:

  • Innenmeniskus intakt
  • Außenmeniskus intakt
  • Mediales/laterales Femorotibialgelenk altersgerecht
  • beginnende mediale Gonarthrose
  • Femoropatellares Gleitlager abgeflacht
  • Patella zentriert
  • leichte Patelladysplasie
  • retropatellarer Knorpel noch nicht signifikant verändert
  • Knorpel Trochlea femoris intakt
  • Mäßiggradiger retropatellarer Erguss
  • minimale Bakerzyste
  • Allenfalls rudimentäre mediale Plica

Mein "Ersatz-"Orthopäde meinte, dass der Befund gut aussieht und man nicht handeln müssen. Für eine Schmerzlinderung hatte er mir eine Bandage verschrieben, die ich bei viel Bewegung tragen solle. Ich bin mit 26 Jahren ja noch recht jung, bin gerade selbstständig und täglich viel auf den Beinen.

Ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen ob ihr denkt, ich sollte nochmals eine 2. Meinung einholen, oder es nun mal mit der Bandage versuchen. Hat jemand von euch schon Erfahrungen in diesem Bereich oder einen ähnlichen Befund, wenn ja, was hat euch geholfen? Schmerzlich ist es mal besser, mal wieder stärker, so dass sich meine Entscheidung, eine 2. Meinung einzuholen, immer wieder ändert.

Meine Schwägerin, Physiotherapeutin, meinte, dass ich mit der beginnenden Arthrose und meinem Beckenschiefstand schon etwas mehr dagegen machen sollte.

Ich freue mich von euch zu hören.

Liebe Grüße Vanessa

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