Ausfluss

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Hallo Lisa12, also der braune Ausfluss kann durchaus damit zusammen hängen, dass du nun deine erste Periode bekommst. Das kommt bei Mädchen in deinem alter sehr häufig vor, dass sich die erste Periode mit einem braunen Ausfluss ankündigt, bei manchen ist das sogar schon die erste Periode. Hast du denn schon einen Frauenarzt? Der könnte dir nämlich alles darüber sehr genau erklären. Wenn der Ausfluss länger andauern sollte, dann würde ich dir raten, den Frauenarzt aufzusuchen. Hast du denn eventuell jemanden in der Familie mit dem du darüber sprechen kannst, Mutter oder ältere Schwester oder vielleicht eine Tante. Die könnten dir bestimmt auch gut weiterhelfen.

Hallo, und willkommen im Club der Frauen!

Hier habe ich einmal ein paar Details zur Periode. Da ist vielleicht noch was neues für dich dabei:

Eines schönen Tages ist dann die erste Periode mit richtiger Blutung da. Besonders am Anfang kann es durchaus sein, dass sich die Periode in ganz unregelmäßigen Abständen einstellt. Die Dauer kann dann auch zwischen ein und zehn Tagen liegen, die Abstände dazwischen nur ein paar Tage oder sogar Monate lang sein. Dieses Unregelmäßige kann noch einige Jahre dauern. Bis der Körper eben fertig gebaut ist. Das wächst sich zurecht. (War auch in der Steinzeit schon so ;-)

Im Laufe der Zeit entwickelt jede Frau "ihre ganz persönliche Normalität". Die hängt nur von ihren Hormonen ab. Man nehme das Wort Periode also nicht so wörtlich, man sagt ja auch Regel, weil sie so schön unregelmäßig ist. Am besten also immer parat sein, damit es keine Sauerei gibt, und abwarten das kommt schon alles ins Lot.

Die Periode ist auch keine Krankheit, sondern Weiblichkeit. Man kann dabei alles machen, was man sonst auch tut. Es ist nur eine Sache der Hygiene, man kann sich genau so waschen wie sonst auch. Auf keinen Fall sollte man die Scheide mit Wasser spülen. Die Schleimhaut darin ist gar nicht dafür vorgesehen. (Denken wir an die Steinzeit ;-)

Der Abstand, die jeweilige Dauer und stärke der Periode beruhen auf der Bildung von Östrogen, und Gestrogen im Körper. Die Mengen dieser beiden Hormone schwanken immer hin und her, wechseln sich ab. Ist das eingespielt, dann hat man die Tage tatsächlich periodisch alle 26 bis 32 Tage.

Der Abstand und auch die Stärke der Periode können sich auch schon einmal verändern. Einschneidende Veränderungen (Umzug, neue Partnerschaft, neue Schule, neuer Job oder eine geplante Reise) aber auch starke emotionale Belastungen können dazu führen, dass sich der Zyklus beschleunigt oder was eher seltener ist, verlangsamt.

Die Umgebung oder Temperatur, das Wetter oder "der große Rumburak" haben damit nichts zu tun. Die Menge der jeweils vorherrschenden Hormone entscheiden über das Verhalten des Körpers. Das läuft auf rein biologischer Ebene ab und ist kaum zu beeinflussen; und wozu auch?

Während der Monatsblutung wird die Innenauskleidung der Gebärmutter abgestoßen, über die Scheide ausgeschieden und erneuert sich. Die Blutung (insgesamt etwa 1/2 Tasse Blut) und der Heilungsprozess dauern immer genau so lange, wie sie dauern (4 bis 10 Tage). Das bekommt der Körper schon von ganz alleine hin. Also nicht Kopfscheu machen lassen.

Ein paar Tage vor der Periode beginnt der Körper damit, Wasser im Bindegewebe zurückzuhalten. Weiß der Geier warum, aber dafür sorgen Hormone. Mann schwemmt auf, weil der Körper Wasser zurückbehält. Dann ist die Brust empfindlich, man kann Verstopfung bekommen, Bauch und Beine schwellen unangenehm an, weil da mehr Wasser drin ist.

Dann kann man auch ein oder zwei Tage vorher so etwas wie einen "Nestbautrieb" bekommen. Alles was liegen geblieben ist, nimmt man sich plötzlich vor, bekommt "Putzwut", alles unerledigte stört einen plötzlich maßlos. Ist alles erledigt, vorbereitet, und parat, "kann das Kind kommen", heißt: die Periode setzt ein.

Jetzt geht es anders herum. Der Körper treibt alles Wasser aus. Man muss öfter pinkeln, die Verdauung bekommt einen Schubs, Zwischen den Organen wird das Wasser "herausgeschleudert" und "abgepumpt", da ist im Bauch dann viel los. Dazu kommt, dass die Gebärmutter ihre Innenauskleidung abstößt. Die Blutung (insgesamt etwa 1/2 Tasse Blut) setzt ein und die Gebärmutter hat da eine Wunde die verheilen muss.

All dies zusammen kann zu den typischen Beschwerden wie Krämpfen in Unterleib, Bauch und Rücken, Übelkeit, Kopfschmerzen und was sonst noch führen, muss es aber nicht unbedingt. Man ist nicht krank, fühlt sich aber auch nicht wohl. Achtet man in der letzten Woche vor der Periode darauf nicht zu salzig zu essen, dann wird nicht so viel Wasser eingelagert und alles fällt nicht so schlimm aus.

Gegen Beschwerden während der Periode hilft folgendes: links und rechts 10 kg in die Hand und in aufrechter Haltung herum marschieren. Klingt blöd - ist von mir eine Zufallsentdeckung. Ich musste trotz aller Beschwerden einmal mit zwei Eimern den Garten gießen. Die Schmerzen waren nach 10 Min. weg und blieben weg. Funktionierte jedes Mal wieder, Hurra!

Dazu hier von mir noch ein Tipp: achte besonders während der Monatsblutung auf eine gute Ernährung. Eier, Butter, Milch, Fisch und rotes Fleisch auch frisches Obst und Gemüse unterstützen den Heilungsprozess. Ein gut ernährter Körper verkraftet eben alles besser, und entwickelt sich auch besser.

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