Frage von Jana7003, 184

Ausbildung trotz Borderline und Depressionen mit 18?

Hallo ihr lieben. Ich bin 18 Jahre jung und im 2. Ausbildungsjahr zur ergotherapeutin, gerade im 1. Praktikum in einer geriatrischen Reha. Oh habe seit 3 Jahren die Diagnose Mittelere Depression und Borderline wurde nun auch endgültig bestätigt. Ich weis nicht mehr weiter ob es sinnvoll ist meine Ausbildung zu beenden oder 1 Jahr zu pausieren und eine Therapie zu machen(stationär). In ambulanter Therapie bin ich seit 4 Jahren, ohne Fortschritte. Meine Arbeit macht mir Spaß und ich bereue auch keineswegs sie begonnen zu haben, aber seit ich im Praktikum bin wird alles schlimmer. Die ganzen 8 Arbeitsstunden sind ein Kampf, ich kann keine 3 Stunden ohne Pause durchhalten, obwohl ich nicht sagen kann dass die Arbeit schuld Is. Ich habe einfach kein Durchhaltevermögen und bin teilweise sehr depressiv in der Arbeit. In der Schule war es besser, da ich dort "nur sitzen" musste und alle 2 Stunden mal Pause hatte. Ich möchte wissen ob jemand dieselben Erfahrungen hat, und auch mit einer psychischen Erkrankung in Beruf/Ausbildung steckt und wie er damit zurecht kommt!

Antwort
von dinska, 120

Suche dir eine Vertrauensperson aus deinem beruflichen Umfeld und gehe mit ihr deine Probleme und Fragen durch und versuche mit ihr eine Lösung zu finden.

Einfach etwas zu beenden, halte ich nicht für sinnvoll, wenn dir der Beruf eigentlich zusagt.

Du solltest dir Strategien suchen, die dir helfen deinen Tag zu überstehen. Das könnten kurze Pausen nach jeder Stunde oder bestimmten Phasen sein, die du nutzt, um mal richtig durchzuatmen und dich zu lockern.

Mir hat es immer was gebracht, wenn ich dachte, das schaffst du nicht, meinen Weg oder die Arbeit in Etappen einzugliedern. Erstmal bis dahin, dann das nächste Ziel und so weiter bis ans Endziel.

Dann muss man sich aber auch über das Erreichte freuen und sich aufbauen und regenerieren, dass man am nächsten Tag wieder neu beginnen kann.

Aufbauen und regenerieren kann man sich gut mit gymnastische Übungen aus Yoga, Pilates, Tai Chi, Feldenkreis, Progressive Muskelentspannung, viel Bewegung uva.

Du musst dir was geeignetes für dich aussuchen und es regelmäßig ausführen. Gehe auf die Suche, was dir gut tut!

Kommentar von Jana7003 ,

Vielen Dank, ich bin schon lange, leider ohne Erfolg bis jetzt auf der Suche..:) ich möchte auch nicht abbrechen, sondern hab die Möglichkeit ab diesen September 1 Jahr Pause zu machen und dann dort weiter zu machen wo ich aufgehört habe. Nur ist das eine große Entscheidung vor der ich Angst habe, aber arbeiten mit ständigen Wein und Panik Attacken ist nicht lange möglicj

Kommentar von dinska ,

Wenn du die Möglichkeit hast, dann mache es. Vielleicht gelingt es dir ja deinen Zustand in der Auszeit zu bessern. Ich wünsche es dir von ganzem Herzen!

Antwort
von Buddhishi, 136

Hallo Jana7003,

ich stecke zwar weder in der Ausbildung noch habe dieselben Erfahrungen wie Du, kann Dir vielleicht aber trotzdem etwas helfen.

Du überlegst, Deine Ausbildung zu beenden oder zu pausieren. Ich gehe mal davon aus, dass Du bereits über 50 % der Ausbildungszeit absolviert hast und ersehe aus Deinem Text, dass Du diese Ausbildung eigentlich gerne machst.

Daher sehe ich keinen Grund, diese Ausbildung zu beenden, was ja eigentlich einem Abbrechen gleichkäme.

Ob es sinnvoll ist, die Ausbildung zu unterbrechen, ist da schon eine angebrachtere Frage. Wie lange dauert sie noch? Wie sind die Chancen, sie durchzuhalten. Gibt es alternative ambulante Möglichkeiten, die bisher nicht ausgeschöpft sind? Wie sehen die Aussichten nach einer Unterbrechung für Dich aus?

Kurz und gut: Vor- und Nachteile gut abwägen und mit dem Ausbildungsinstitut (oder was es auch sein mag) vor einer Unterbrechung ausführlich besprechen.

Bei dieser Ausbildung geht es immerhin um Deine berufliche Zukunft genauso wie bei den Erkrankungen um Deine Gesundheit.

Alles Gute

Buddhishi

Kommentar von Jana7003 ,

Hallo vielen Dank, du hast recht mit der Antwort, das einzige was ich dazu noch sagen brauche ist dass ich eben nicht abbrechen werde sondern 1 Jahr pausieren. Dazu muss ich bis September noch durchhalten dann habe Ich das 2. Ausbildungsjahr geschafft. Aber ich habe Angst dieses Jahr Pause zu machen weil es eben eine große Entscheidung ist...aber ich denke es muss sein, weil ich auch meine Leistungen durch die Depressionen nie ganz ausschöpfen kann

Kommentar von Buddhishi ,

Gerne, Jana7003, ich denke, dass das eine gute Entscheidung ist. Und mit den tollen Tipps von Dinska klappt das Durchhalten wohl auch gut. Ergänzend noch diese Buchtipps von mir zur schnellen Hilfe für zwischendurch:

Louise L. Hay: Heile deinen Körper

Gertrud Hirschi: Mudras, Yoga mit dem kleinen Finger

LG Buddhishi

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community