Aura aber kein starker Migränekopfschmerz?

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Hallo Meami,

es gibt verschiedene Formen der Migräne. Die meisten Migränepatienten haben „nur“ einen Migränekopfschmerz mit den typischen Begleitsymptomen. Ein kleiner Teil dieser Menschen hat auch manchmal zusätzlich eine Migräneaura. Manche Migräneaurapatienten bekommen auch manchmal nur die Migräneaura – ohne Migränekopfschmerzen oder mit nur leichten Kopfschmerzen.

Migräneaura:

  • Sehstörungen, Sprachstörungen oder einseitige Taubheitsgefühle.
  • Eine Migräneaura findet üblicherweise vor dem Migränekopfschmerz statt.
  • Dauer: zwischen 10 bis 60 Minuten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aura_%28Migr%C3%A4ne%29

Migränekopfschmerz:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend, drückend oder pochend, pulsierend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch-, oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den meisten Migränikern erst ab der
    Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle
genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Manche Menschen haben sowohl Migräneattacken, als auch manchmal Spannungskopfschmerzen. Daher vermute ich in deinem Fall, dass du schon vor der Migräneaura einen (Spannungs?)kopfschmerz hattest.

Deine beschriebenen Sehstörungen sind typisch für eine Migräneaura.

Dein nachfolgender Kopfschmerz (eher einseitig) ist typisch
für einen Migränekopfschmerz – auch, wenn keine Übelkeit dabei ist.

Ich habe auch Migräne – mal mit und mal ohne Aura. Meine Migräneattacken sind auch nicht immer von Übelkeit begleitet. Wenn ich eine Migräneaura habe, dann sind die Kopfschmerzen meistens nicht so stark, wie sie bei einer Migräneattacke ohne Aura sind.

Was war das denn? Augenmigräne oder doch echte Migräne?

Eine Migräneaura (=Augenmigräne) ist, genauso wie der Migränekopfschmerz mit Begleitsymptomen, eine echte Migräne. Die Abläufe im Gehirn sind bei beiden ähnlich.

Migräne entsteht durch eine genetisch bedingte Reizverarbeitungsstörung. Diese angeborene besondere Empfindlichkeit auf Reize führt zu episodisch auftretenden Migräneanfällen. Sie wirkt sich jedoch auch zwischen den Anfällen aus. Das Nervensystem des Migränepatienten reagiert besonders sensitiv auf schnelle und übermäßige Reize (z.B. Stress, Ärger, Anspannung, Lärm, Licht) und kann sich vor Reizüberflutung nicht ausreichend schützen. Migränepatienten gewöhnen sich nicht an wiederkehrende Reize, wie es üblicherweise der Fall ist. Die erhöhte Reagibilität des Gehirns bedingt einen fortwährenden Anstieg der Gehirnaktivität und in der Folge ein Energiedefizit in den Nervenzellen. Die elektrische Aktivität der Hirnrinde wird gestört oder bricht ganz zusammen. Die Überaktivität von Nervenzellverbänden geht mit einer unkontrollierten Freisetzung von Botenstoffen einher. Als Folge kommt es in den Blutgefäßen der Hirnhäute zu einer neurogenen Entzündungsreaktion. Es entstehen pulsierende, pochende Schmerzen. Körperliche Tätigkeit verstärkt die Schmerzen, es muss daher meist Bettruhe eingehalten werden. Eine weitere Folge ist die Aktivierung von Schutzreflexen in Form von Übelkeit und Erbrechen. Bei der chronischen Migräne breitet sich die Sensitivierung sowohl zeitlich als auch räumlich aus.

http://www.schmerzklinik.de/2014/06/21/schneller-denken-tiefer-empfinden-staendig-wahrnehmen/

Habe dann gezeichnet (der Blick immer wieder auf den Bildschirm und aufs Papier) und noch nichts gegessen oder Kaffee getrunken. War quasi nüchtern. Als ich fertig mit zeichnen war habe ich bemerkt auf dem linken
Auge das ich dort nichts sehe, bzw. ähnlich wie Doppelbilder sehe. Das wurde dann in 5 Minuten immer schlimmer und hielt dann so 10 Minuten an.

Ein Auslöser einer Migräneattacke (mit oder ohne Aura) kann
ein zu niedriger Blutzuckerspiegel sein, der dann eintritt, wenn man länger nichts gegessen hat:

Achten Sie auf regelmäßige kohlenhydratreiche Mahlzeiten und trinken Sie ausreichend während des ganzen Tages. Starten Sie den Tag mit einem
gesunden kohlenhydratreichen Frühstück und achten Sie darauf, keine Mahlzeit auszulassen. Eine kleine kohlenhydratreiche Mahlzeit (z.B. Müsli, Vollkornbrot, Vollkornbrei) kurz vor dem Schlafengehen kann helfen, die nächtlichen und morgendlichen Attacken zu verhindern. Diese entstehen oft durch den Blutzuckerabfall während der Nacht.

http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/verhalten/

Mein Rat: Lasse dich vom Facharzt für Migräne - einem Neurologen – untersuchen und dich zum Thema Migräne beraten. Falls du schon bei einem Neurologen warst und nicht die richtige Hilfe bekommen hast, dann wechsle den Neurologen oder wende dich an eine, auf Migräne spezialisierte, Schmerzklinik.

LG Emelina


Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Als langjährige Migränepatientin bin ich gut informiert

Nachtrag: Die Taubheitsgefühle bei einer Migräneaura können von Kribbeln und sogar bis zu Lähmungserscheinungen ausgeprägt sein.

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Danke für den Stern :)

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Mir hilft bei meiner Migräne (mit und ohne Aura) die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen, die zugleich auch eine Histaminintoleranz haben, auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane, z. B. Sumatriptan), die aber nicht gegen die Migräneaura helfen, weshalb sie auch erst nach der Aura eingenommen werden solten.

LG Emelina


Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Als langjährige Migränepatientin bin ich gut informiert

Wirklich Migräne mit Aura...?

Hallo Community! Vor 7 Jahren hatte ich das erste mal einen Anfall von Sehstörung, die sich einseitig entwickelte und sich wohl am besten als Blitzen und Flimmern beschreiben lässt. Seitdem kamen diese Attacken mehr oder weniger regelmäßig; anfangs öfter gefolgt von Kopfschmerzen, heute kaum noch. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass die Häufigkeit, Intensivität und Dauer der Sehstörungen über die letzten Jahre abgenommen hat. Natürlich war ich damals beim Hausarzt & Neurologen; letzterer führte eine Messung der Hirnströme durch um bspw. einen Hirntumor auszuschließen; und stellte dann die Diagnose "Migräne mit Aura". Soweit so gut - wirklich belastend sind diese Anfälle auch nicht. Vor etwa 2 Jahren bekam ich Sensibilitätsstörungen in Armen und Beinen (Kribbeln bzw. einfach ein "komisches" Gefühl / Schwäche); anfangs einseitig, mittlerweile auch öfter beidseitig. Ich war erneut beim Neurologen, der eine Untersuchung mit Elektroströmen (? genau erinnere ich mich leider nicht mehr) durchführte, nichts besorgniserregendes feststellte und mich wieder heimschickte. Diese Störungen sind nicht dauerhaft, sondern immer nur höchstens ein paar Tage. Die zwei "Krankheiten" haben erst mal keine Verbindung miteinander; allerdings frage ich mich nun ob die Verbindung vielleicht einfach nicht bedacht wurde? Vielleicht gar keine Migräne mit Aura sondern Vorboten einer MS oder ähnliches? Und hätte der Neurologe bei Untersuchung der Sensibilitätsstörung so etwas sehen müssen? Kurz zu mir - ich bin Anfang 20 und außer einer (behandelten) Schilddrüsenunterfunktion gesund. Vielleicht hat jemand von euch bereits ähnliche Erfahrungen gemacht. Danke im Voraus!

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Migräne mit Aura, Lichtemfindlich, leicht reizbar, Anfälle, Migräne Status -> Gleichgesinnte?

Hallo liebe Community, vielleicht finde ich ja jemanden, dem es genau so geht wie mir.

Ich bin 22 Jahre alt und habe Migräne mit Aura, schon seit ich denken kann. Habe auch so "Anfälle" die kommen aus dem nichts, dann sehe ich links nichts mehr, kann nicht mehr reden und habe Taubheitsgefühle (Kribbeln in Händen, Füßen und Gesicht). Ich muss dann so ca. 2 Stunden schlafen und danach kommen die Kopfschmerzen. (Habe ich Milch zu mir genommen auch Übelkeit)

Einmal im Jahr habe ich diese "Daueraura". Die Ärtze nannten sie Migränestatus. Meistens nach September, und oft bei Gewitterwetter bekomme ich diese Anfälle.

Jetzt im Moment habe ich sie auch, nicht mehr so schlimm (war vor 2 Wochen deutlich schlimmer sodass ich nicht arbeiten gehen konnte) aber immernoch sehr störend. Arbeite den ganzen Tag am Pc. Wenn ich meine Augen zu sehr anstränge oder zu viel Stress habe, lößt es einen Anfall aus. Lichtempfindlich bin ich ebenfalls sehr stark, habe Probleme mit Spiegelungen und Reflektionen. (Karomuster sind auch schlimm)

Ebenfalls wird mir komisch wenn ich Gesichter ansehe und in der Ferne im Hintergrund sich etwas bewegt. Es bewegen sich Gegenstände in meinem Blickfeld, wenn ich jedoch hinsehe stehen sie ganz still.

Eine Art Trauma oder sowas schließe ich bei mir nicht aus. Bin aber eher jemand der nach Physischen schäden sucht.

Habe eine Kindheit mit viel Gewalt und Trauer hinter mir, kann mir aber nicht vorstellen, dass das der Auslöser ist, da ich ein sehr lustiger und fröhlicher Mensch bin.

Ich Google jetzt mal weiter nach Hystaminintolleranz, Habe da vorhin etwas aufgeschnappt.

Früher hatte ich die Anfälle manchmal jeden Tag, mittlerweile, (mal vom Status abgesehen, da habe ich sie sehr oft) noch einmal alle zwei Monate.

Das liegt meiner Meinung nach an der deutlichen Gewichtszunahme und dem Sport, den ich 5 mal die Woche betreibe.

Ach ja, was man noch erzählen könnte... wenn ich irgendwas im Gesicht habe, ein Pickel oder einfach irgendetwas, dass man beim rüberfahren spürt, muss ich es aufkratzen. Manchmal so lange bis ihc Wochenlang eine Wunde im Gesicht habe...  Es stört mich total, kanne s aber nicht lassen. Manchmal habe ich aus einem kleinen Pickel eine riesen Beule mit Kruste gemacht, die ich aber nciht in Ruhe lasse sondern immerwieder ausdrücken muss, weil ich denke es ist ncoh irgendetwas drinnen. Gibt wohl ne Krankheit die so heißt...

Wäre toll für mich, wenn ich Menschen kennenlerne die ähnliche Probleme haben. Für meine Rechtschreibschwäche mache ich ggf. mal einen neuen Beitrag auf :P

Viele liebe Grüße, Nikos

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