Auffälliger EKG-Befund in Schwangerschaft

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Der Erregungsablauf ist bei Ihnen normal, nur eben etwas zu schnell. 

Der SI-SII-SIII-Typ beschreibt den sogenannten elektrischen Hauptvektor - die sogenannte "Herzachse". Das gehört zu einem EKG-Befund dazu, die Aussagekraft dieses Parameters ist aber relativ beschränkt. Bei Ihnen liegt die Achse senkrecht zur Bestimmungsebene (sagittal), was z.B. auch durch die Schwangerschaft bedingt sein kann. Dieser Lagetyp kann bei einer Embolie vorkommen, ist aber - wie gesagt - sehr unspezifisch.

Die T-Negativierungen sind bei dem verzögerten R/S Umschlag (wir wissen nicht in welcher Ableitung) konkordant, d. h. die T-Wellen schlägt in die gleiche Richtung aus, wie der vorangehende QRS-Komplex. Das ist ok so und kann auch Folge der veränderten Herzlage im Brustkorb sein (Kind drückt ja alles nach oben). Diskonkordante T-Negativierungen können auf eine lokalisierte Minderdurchblutung hinweisend sein. 

Wenn die Lungenembolie ausgeschlossen ist, dann hat dieser Befund keine Relevanz. Vergessen Sie ihn.

Wow, vielen lieben Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Hat mir sehr weiter geholfen :)

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Bei Herzrasen in der SS immer erstmal an Magnesiummangel denken! Bitte lies auch im vitalstoff-lexikon.de unter B-Komplex,  B1, Mangelsymptome,  dort steht was von Änderungen im EKG. Und von Sinustachycardie. Das Baby braucht sehr viel Mg und B-Vitamine,  daran denken die Ärzte oft nicht! Dann fehlen sie nämlich bei der Mutter. Habe dieses Problem oft genug durchgemacht,  dann habe ich auf eigene Faust B-Komplex von ratiopharm genommen - endlich Ruhe!

Vielen Dank für Ihre Antwort. Magnesiummangel kann ich ausschließen da ich das wegen einer vorgelagerten Plazenta täglich hochdosiert nehmen muss. Aber mit den B-Vitaminen ist ein super Tipp. Das werde ich mal ausprobieren.

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@semiramis

Nutzt das Mg denn etwas? Manchmal muß man das Präparat ändern, manchmal die Dosis erhöhen. Ich habe in den späteren SSs immer früher immer mehr Mg gebraucht. Das lag teils an der Ernährung (Mg-zehrend sind Eiweiß, [Fleisch, Ei, Soja], Vollkorn und auch Schwitzen); die Ärzte schimpfte schon. Aber ich hatte sehr viel Stress, dadurch wurde sehr viel Adrenalin gebildet, dazu braucht man auch MG - und zu 300 anderen Enzymreaktionen. Ich habe s mir dann selber geakuft, weil sie mir nicht genug geben wollte. Aber ich merkte, ja, daß was fehlte.

Es kann also durchaus mal sein, daß man - auch auf ärztlcihen Rat - zuwenig bekommt.

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@semiramis

Übrigens steigt mit Einnahme von B-Komplex wieder der Mg-Bedarf, nur daß Du Dich nicht wunderst. B ist nicht wehenfördernd, aber verbraucht Mg, und Mangel daran fördert Wehen.

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Extrasystolen - Salve?

Guten Abend,

ich leide von Geburt an an Fallotscher Tetralogie. Das erste mal wurde ich mit 3 Jahren im Jahre 1990 operiert, das zweite war es 2006 mit 18 Jahren.

Seit 2010 habe ich Herzrhytmusstörungen. Um genauer zu sein, aus dem Befund meines Kardiologen der Untersuchung von 2010:

4 polytope VES

Einzelne SVES

Gelegentliche SA-Blockierungen in der Nacht, ohne signifikante Pausen.

Mein Kardiologe meinte dies wäre nicht behandlungsbedürftig und ansonsten wäre alles soweit ok und ich solle im nächsten Jahr wieder kommen.

2011 habe ich dann leider "geschwänzt" und Ende 2012 bin ich wieder hin, da ich wegen Angst- und Panikattacken Opipramol nehmen sollte um mich vorher nochmal durchchecken zu lassen. Auch dort war wieder soweit alles zufriedenstellend, es waren sogar nur noch 3 Extrasystolen (Welche weiss ich jetzt leider nicht, da ich den Befund nicht hier habe).

Auf jeden Fall habe ich jetzt seit einigen Tagen oder Wochen ab und zu das Gefühl, ich habe Extrasystolen-Salven. Ich bin leider sehr empfindlich und spüre viele meiner Extrasystolen (Komischerweise spüre ich mehr ES als im Langzeit-EKG letztendlich aufzufinden sind...). Auf jeden Fall fühlen sich diese Salven anders an als die bisherigen ES die ich kannte. Bisher verspürte ich immer ein starkes Rumpeln in der Herzgegend, bei den Salven ist es eher ein "Zucken" oder ein "Stromschlag" im oberen, linken Brustbereich, knapp unterhalb des Halses. Diese Salven treten relativ selten auf... ich habe sie noch nicht so lange, wenn ich jetzt eine Regelmäßigkeit angeben müsste würde ich sagen alle 2-3 Tage eine.

Auf jeden Fall mache ich mir große Sorgen. Werde dieses Jahr noch zum Kardiologen müssen aber habe Angst, dass mir bis dahin etwas passiert...

Sind diese Sorgen gerechtfertigt? Gerade im Hinblick auf meine angeborene Herzerkrankung?

Ich bedanke mich schon einmal recht herzlich im Voraus!

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