Atlaswirbel Funktionsstörung was ist das? und is es schlimm?

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Hallo! Der Atlaswirbel ist der 1. Halswirbel. Da der 1. und 2. (Axis) Halswirbel anders aufgebaut sind, als die übrigen Halswirbel, nehmen diese sogenannten Kopfgelenke eine besonder Stellung und Bedeutung innerhalb der Halswirbelsäule ein. Der Atlas spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn schon kleinste Fehlstellungen können gravierende Auswirkungen haben, sowohl auf die Statik der gesamten Wirbeläulse und auch das gesamte Skelettsystem als auch auf andere Organsysteme. Du musst dir die Wirbelsäule wie eine Gliederkette vorstellen. Wenn ein Glied dieser Kette blockiert ist, ist auch die Bewegung der anderen Glieder der Kette gestört.

Eine Funktionsstörung (wird umgangssprachlich als Blockade bezeichnet) des Atlas liegt dann vor, wenn der Wirbel nicht mehr in seiner ursprünglichen Stellung ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben, z.B. eine ständig erhöhte, einseitige Muskelspannung, die den Wirbel quasi in eine Richtung zieht. Ebenso kann es auch Folge einer Instabilität sein, entweder aufgrund mangelhafter Haltefähigkeit der Muskeln und Bandstrukturen oder auch durch Verletzung der Bänder in diesem Bereich.

Die Auswirkungen einer Funktionsstörung in den Kopfgelenken kann sehr vielgestaltig sein, bei einem Teil der Symptome denkt man auch nicht unbedingt gleich an den Atlas.

Auf der Seite http://www.dagc.de/05_patient_beschwerde_002.php werden z.B. folgende Auswirkungen bei einer Störung im C1 (=Atlaswirbel) angegeben:

C1: Überregional wichtiges Segment für alle Organe, wichtig bei allen statischen Verlagerungen. Direkter Zusammenhang mit der Blutversorgung zum Kopf / Gehirn / Gleichgewichtsorgan / Innen-und Mittelohr

Auswirkungen: Tinnitus, Schwindel, Migräne, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Gedächtnisschwierigkeiten wie Konzentrationsmängel, etc.

Magenschmerzen und Übelkeit sind eigentlich eher den Brustwirbeln zuzuordnen (klick mal auf der oben angegebenen Seite BWS an, dann bekommst du auch eine Übersicht über die Brustwirbel). Allerdings habe ich ja schon geschrieben, dass eine Störung im Bereich des Atlas sich auf die gesamte Wirbelsäule auswirken kann.

Wie kommt denn dein Freund auf die Idee, du hättest was mit dem Atlas? Ist der Physiotherapeut oder so?

Leider ist es so, dass die wenigsten Ärzte so gut wie keine Ahnung von den Kopfgelenken und ihrer Bedeutung und Auswirkungen für den gesamten Körper haben. Die besten Ansprechpartner sind Manualmediziner (aber nicht unbedingt Orthopäden!) Gut geschulte Physiotherapueten wissen in dem Bereich oft besser bescheid als "normale" Ärzte.

An erster Stelle muss eine gründliche und Gewissenhafte Diagnostik stehen, wie es zu dieser Funktionsstörung gekommen ist. Dies muss dein erster Schritt sein. Dann musst du sehen, dass diese Funktionsstörung/Blockade behoben wird. Du solltest dich aber auf keinen Fall einfach so einrenken lassen, z.B. von einem Chirotherapeut! Das kann gefährlich werden. Sowas darf nämlich erst nach gründlichster Diagnsotik und Bildgebung geschehen.

Hier solltest du dich am ehesten an einen Manualtherapeuten wenden. Das kann entweder ein Arzt mit einer Zusatzqualifikation sein oder aber auch ein sehr gut geschulter Physiotherapeut mit entsprechender Zusatzqualifikation (so einen habe ich z.B.). Mit Hilfe der Manuellen Therapie kann man solche Funktionsstörungen ganz behutsam beheben und behandeln. Alternativ dazu würde sich auch die Osteopathie anbieten. Aber auch da musst du aufpassen, dass du einen gut ausgebildeten Osteopathen erwischst, am besten einen mit Zertifikat. Bei der Osteopathie können solche Störungen ebenfalls behutsam behandelt werden, außerdem wird hier auch nach den Einflüssen und Auswirkungen der anderen Organsysteme gesehen. Der Nachteil ist, dass Osteopathie nicht von den Kassen übernommen wird.

Langfristig solltest du gezielt deine HWS-Muskulatur trainieren, damit Blockierungen nicht mehr so schnell aufftreten können.

Wenn du noch Fragen hast, melde dich, ich kenne mich auf dem gebiet ganz gut aus, habe da seit über 7 Jahren mit zu tun und mich in entsprechende Fachliteratur eingelesen.

Ich wünsche dir alles Gute!

sehr gute antwort! bin selbst seit 8 jahren hws patient und habe durchaus erfahrungen mit atlasblockaden! dadurch kann einem sehr wohl übel werden!!! am besten hat mir bisher der osteopath geholfen. von orthopäden habe ich persönlich mittlerweile die nase voll!

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Asthma nach nnh-op

Ich bin 34 und hatte vor 2 Monaten eine nnh-op mit Nasenmuschelverkleinerung und Begradigung der Scheidewand und Absaugen.Eigentlich ist es ganz gut geworden.Ich bekomme besser Luft durch die Nase. Zusätzlich leide ich unter Hausstaub-; Schimmelpilz- und Pollenallergie, die die chronische Sinusitis über Jahre haben entstehen lassen. Seit der OP bin ich beschwerdefrei und habe keinen Fließschnupfen mehr. Dafür habe ich aber Atemnot. Asthma bronchiale kenne ich noch aus Kindertagen, hatte es aber ganz gut im Griff mit Symbicort (das ich nur in den Sommermonaten - vielleicht 2 Wochen im Jahr benötigt habe). Seit 10 Tagen habe ich morgens Husten und seit 3 Tagen das Gefühl, meine Lunge wird zerquetscht. Ich bekomme zwar genug Luft, es fühlt sich aber anders an. Abhusten hilft bei diesem Druckgefühl nicht. Im Liegen wird es besser. Der Pneumologe hat weder beim Lungenfunktionstest noch auf dem Röntgenbild noch beim Abhören Auffälligkeiten entdeckt. Das Asthmaspray hilft kaum. Ich fühle mich mittlerweile wie ein Simulant. Schon vor der NNH-OP wusste der 1. HNO-Arzt nicht weiter und "übersah", dass der ganze Schleim in den Siebbein- und Stirnhöhlen festsaß.Meine Familie muss meinen Zustand bereits seit Oktober aushalten. Meine Frage ist, ob es einen Zusammenhang gibt, geben muss, denn die Allergie ist ja durch die OP nicht verschwunden. Aber weshalb hilft das Asthma-Spray nicht? Ist es vielleicht gar kein Asthma, sondern der Schleim, der sonst den Fließschnupfen ausgelöst hat? Oder hat ganz einfach der "Etagenwechsel" stattgefunden und ist durch die OP begünstigt worden? Es muss doch einen Zusammenhang geben! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles nur psychische Ursachen hat. Ich wäre sehr dankbar für einige Anregungen und Ideen.

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Schmerzen, Hilfe weiß nicht mehr weiter. HWS LWS Supraspinatussehne Athrose Akne Inversa

Hallo, ich bin männlich 35 Jahre alt und selbständig als Dienstleister im Handwerk. Ich habe bereits seit mehreren Jahren diverse Bandscheibenvorfälle in der HWS und in der LWS. Ich bin Schmerzpatient und nehme Jurnista, Fentanyl, Dronabinol und Mirtazapin. Dazu habe ich noch Akne Inversa und Athrose. Die Bandscheibenvorfälle zeigen sich bei mir von der LWS kommend das ich Taubheitsgefühle und kribbeln im rechten Oberschenkel außen habe und dort auch überhaupt kein Kälte Gefühl mehr besitze. Einen blauen Kühlakkupack aus der Gefriertruhe merke ich überhaupt nicht beim auflegen. An der HWS wurde bisher schon 2 mal operiert auf 2 Etagen, 2 verschiedene OP`s. Beide in der Neurochirurgie in Heidelberg. Außer den Schmerzen und Bewegungseinschränkungen mit beiden Armen und täglich immer wieder verkrampfende Hände und Finger und natürlich den Schmerzen merke ich nichts von der HWS. Eine Abendschule (Elektrotechnikermeister) musste ich vor kurzem für ein Jahr unterbrechen da ich nicht mal mehr einen Kugelschreiber lange halten konnte da meine Finger verkrampften. Habe es eine zeitlang dann mit dem Laptop probiert aber dies ist nicht einfach da das sitzen und mein Rechter Arm auf dem Tisch beim schreiben enorme Schmerzen verursacht. Selbst Computerspiele die ich gerne zum Ausgleich gespielt habe kann ich nicht mehr machen da es schrecklich weh tut wenn ich meinen Arm hochhebe. 2011 war die erste OP wegen einer Parese im rechten Arm. Zuletzt im November 2012 weil ich wieder enorme Schmerzen im Arm hatte die immer noch da sind. Dazu Bewegungseinschränkungen und trotz der Medikation enormen Schmerzen im rechten Arm bzw. im Schultergelenk. Auch jetzt wo ich schreibe merke ich trotz der Hammermedikamente immer noch die Schmerzen. Dazu Taubheitsgefühle im Arm und in den Fingern. Nach jeder Belastung muss ich mich ausruhen. Eine Motivation irgendetwas zu unternehmen oder mit meiner Frau unsere Freunde zu besuchen fehlen mir völlig. Nachts ist es besonders schlimm. Jeden Tag wache ich schweißgebadet auf. Habe öfters Schüttelfrostattacken und friere oft. Letzten Dienstag war dann ein MRT wo eine angerissene Supraspinatussehne in der rechten Schulter festgestellt wurde und ziemlich viele weise Flecken die laut Radiologen alles Entzündungen sein sollen. Jetzt stehe ich vor der Frage wie es weiter geht mit mir. Ich habe bereits 60% Schwerbehinderung anerkannt bekommen (unbefristet) ohne Schwierigkeiten beim beantragen. Zuerst hatte ich 50% befristet dann nachgeprüft und 60% unbefristet bekommen. Vorteile habe ich dadurch aber keine. Ich bin selbstständig und kann im Moment nicht mehr für mich selbst Sorgen. Mit Mühe kann ich die Krankenversicherung erwirtschaften und die Kosten für das Dronabinol was ich selbst zahlen muss. Zum Leben bleibt da nichts mehr. Die ständige Sorge arbeiten zu müssen um zu überleben aber dann nach 1 Tag Arbeit 3 Tage Schmerzen aushalten kann ich nicht mehr lange ertragen. Was für eine Zukunft habe ich noch? Das Handwerk sollte ich woh

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Hallo,

seit ca. 1 Woche ist "aus dem Nichts" ein Lymphknoten unter dem linken Unterkiefer stark geschwollen, er schmerzt beim Draufdrücken. Die ersten Tage hatte ich als Begleitsymptome schnellerer Puls (unbelastbarer, klar wegen dem Infekt), sonst nichts. Dann kamen zwei nächte Schüttelfrost und mäßiges Fieber und seither tagsüber relativ okay (etwas schwach), aber jede Nacht leichtes bis mäßiges Schwitzen. Außerdem immer wieder leichte bis mittlere Kopfschmerzen, die oft rasch von selber verschwinden. War auch beim Arzt, der tippte erst auf Pfeiffersches Drüsenfieber, aber habe keine Begleitsymptome wie Mandelentzündung o.ä. Habe keinerlei Erkältungssymptomatik und glücklicherweise meinte der Arzt, dass es sich auch nicht nach schwerer Systemerkrankung anhört (Leukämie, Non-Hodkin-Lymphom), da weitere Beschwerden fehlen. Habe genau auf dieser linken Seite seit ca. 2 Wochen mäßige Zahnschmerzen, das Zahnfleisch um diesen Zahn hat auch schon mehrfach geblutet. Kann es sein, dass dadurch solch ein massiver Infekt ausgelöst wurde? Arzt wusste da auch nicht weiter, fühle mich schlecht beraten. Wenn ich morgen Blut abgenommen bekomme, würde man daran erkennen, ob es ein viraler oder bakterieller Infekt ist? Wenn es tatsächlich die Zähne sind, sollte ich wohl gleich morgen oder übermorgen den Zahn behandeln lassen, sonst ist die Infektionsquelle ja immer da. Mir ist es aber kaum erklärlich, ob durch so leichte bis mäßige Zahnschmerzen ein so massiver Infekt resultieren kann - wäre das möglich? Was meint ihr, wie soll ich weiter vorgehen? Erst mal Blut abnehmen, gleich zum Zahnarzt oder wie? Ich denke immer, dass doch das Immunsystem den Infekt mal in den Griff bekommen muss, aber falls es der Zahn ist, könnte es ja eine Art "Dauerinfekt" sein, das will ich auch nicht... Bin über Ratschläge sehr dankbar!!!

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