Arzt empfiehlt statt Kur Überweisung in anderes Krankenhaus - was soll das?

2 Antworten

Der Vater scheint an einer psychischen / psychiatrischen Erkrankung wie z.B. eine Depression zu leiden, die unter der bisherigen Behandlung nicht besser wird. Eine "Kur" wäre nun der denkbar verkehrteste Ansatz, da es ja nicht um eine 3 wöchige Erholung gehen kann, bzw die Kollegen dort überfordert wären. Angezeigt wäre prinzipiell eine sog. Medizinische Reha-Maßnahme, die aber einen Antrag auf medizinische Reha bei der Krankenkasse bzw. Rentenversicherung UND die Genehmigung bzw. Platzzusage umfasst. In aller Regel dauert das mehrere Wochen, viele Kliniken haben eine Wartezeit von einem halben Jahr. Wenn sie denn überhaupt für die Problematik ihres Vaters geeignet wären. Der Arzt verhält sich also durchaus nachvollziehbar, wenn er nicht zu einer Kur / Reha rät, weil es ja offenbar um eine schnelle Hilfe geht. Leider ist dies im psychiatrischen /psychosomatischen Bereich aber eben schwierig. Häufig muss man (auch als Familie) damit leben lernen, dass es keine schnelle Heilung oder die einfache Lösung gibt. Ggf. mehr Infos unter http://www.web4health.info/de/answers/health-menu.htm

Ohne die genaue Situation zu kennen, denke ich, der Arzt schätzt die Situation eher realistisch ein. Eine Kur auf Wunsch des Patienten wird heutzutage kaum noch genehmigt. Die Chancen sind also schlecht. Nach einer weiteren Therapie in einer (Fach-) Klinik könnte evtl. eine AHB oder Rehbilitationsbehandlung angeschlossen werden. Die Chancen dafür sind deutlich größer.

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