Arbeitsplatz kündigen ja oder nein?!?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Mein Mann erzählt Ähnliches von seiner Arbeit. Oftmals wird man dann für Fehler bestraft, die Andere schon öfters gemacht haben.

So wie du das schilderst, macht es für dich ja keinen Sinn, auf ewig in diesem Betrieb zu bleiben. Daher würde ich einfach mal Bewerbungen rausschicken. Kündige den Job aber noch nicht - sondern warte erst, ob du woanders genommen wirst.

Zum Thema Abschalten (weil du den Job ja wahrscheinlich noch ein paar Wochen aushalten musst): Ich kann es nachvollziehen, wenn man nach der Arbeit noch lange grübelt. Aber genau das, macht Alles nur schlimmer. Bei mir hats geholfen, wenn ich mich einem Hobby (Kunst) gewidmet habe oder ins Fitnessstudio ging. Dann ist man im Kopf mit diesen Themen beschäftigt, und kommt gar nicht zum Grübeln.

Alles Gute!

Pittiline 27.02.2014, 08:03

Hey, danke für deinen Tipp, aber das mit dem Abschalten ist nicht so einfach. Ich kann mich momentan zu nichts aufraffen. Selbst das Wäsche machen ist schon zu viel... aber ich habe mir heute mal vorgenommen, dass ich mal ein bisschen an die frische Luft gehe. Das hilft ja manchmal auch aber es ist schon komisch, ich bin total ausgebrannt :-(

0

Du hast diesen Beruf vermutlich gewählt, weil er dir Spaß macht. Und wegen einer neidischen, unzufriedenen Kollegin brauchst du doch einen Job, der dir im Grunde gefällt, nicht hinzuschmeissen. Das würde ich echt nicht tun. Du brauchst der Kollegin auch nicht irgendwie zu begegnen. Lass dich mit ihr einfach nicht ein. Grüss sie freundlich aber ansonsten lass sie einfach links liegen. Sie wird vermutlich noch ein paar Mal versuchen, dich in die Pfanne zu hauen, aber der Chef weiß, was er an dir hat. Nur keine Sorge. Alles Gute für dich.

Ich würde dir - wie Gerda - ebenfalls empfehlen, nicht kopflos zu kündigen. Der Arbeitsmarkt ist nicht gerade rosig und es ist auch zweifelhaft, ob es woanders besser sein wird.

Ich würde an deiner Stelle vielmehr mal an deinem dicken Fell arbeiten. Ich bin als Frau in einem Männerberuf (IT) mittlerweile den etwas raueren Umgangston gewöhnt, aber am Anfang hat es mich auch erst einige Zeit gekostet (und Nerven), bis ich das gelernt habe.

Zuallererst sollte man nicht immer alles auf sich beziehen (ich weiß, wir Frauen neigen dazu :-)). Aber nicht jeder Blick, jedes Lachen oder jeder betroffene Gesichtsausdruck weist gleich darauf hin, dass man gemobbt wird. Die Szene mit der einen Frau zeigt doch, dass das nicht nur auf dich bezogen ist. Du schreibst ja selbst, dass die anderen dir gesagt haben, das würde sie nicht das erste Mal machen. Also hat sie es bei anderen ja auch schon gemacht, die Kollegen wissen das - damit sollte die Sache für dich erledigt sein. Nicht DU stehst jetzt in schlechtem Licht da, sondern die andere.

Und was die Gleichberechtigung angeht: grundsätzlich haben die Jungs natürlich recht. Wenn wir ernst genommen werden wollen auf dem Arbeitsmarkt, dann müssen wir auch unseren Teil dazu beitragen. Das heißt also, dass wir nicht gleich bei jeder Hürde um Hilfe schreien dürfen (glaub mir, auch das Gefühl kenne ich gut^^), sondern zuerst alleine versuchen sollten, sie zu überwinden. Das Hochgefühl hinterher ist großartig. Erst wenn das alles nicht funktioniert, sollten wir auf die Hilfe von Kollegen zurückgreifen. So wie jeder Mann das eben auch macht ... das lässt sich lernen.

Sich jetzt in die Krankenecke zurückzuziehen halte ich für den verkehrtesten Weg (auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: auch DAS kenne ich gut... diese typischen Bauchschmerzen, wenn man in der Früh in die Arbeit soll). Diese Bauchschmerzen haben Männer auch, nur haben sie gelernt, damit umzugehen. Das müssen wir auch. Erst wenn wirklich unzumutbare Zustände herrschen, ist ein Arbeitswechsel die einzige Lösung. Ansonsten schleppst du die Probleme nur mit zu deinem neuen Arbeitsplatz ...

Nütze diese Woche, um Kraft zu tanken, und dann versuche es noch einmal. Du schaffst das, davon bin ich überzeugt. Und hinterher bist du total stolz auf dich, bestimmt :-)

Pittiline 27.02.2014, 07:52

Ja ich weiß, dass man nicht einfach so kündigen sollte. Wir sind schon dabei etwas anderes zu suchen aber auf der Straße würde ich auch nicht landen. Mein alter Arbeitgeber hat mir nämlich angeboten, dass ich da jederzeit wieder anfangen könnte. Also hätte ich da noch ein Ass im Ärmel :-)

2
gerdavh 27.02.2014, 09:22
@Pittiline

Das klingt doch schon mal ganz gut. Wir Frauen müssen in Berufen, die in den vergangenen Jahren nur Männern vorbehalten war, leider immer ein bißchen besser sein, damit wir uns durchsetzen können. Das ist überhaupt keine Frage - wir sind da weit mehr gefordert, als die Herren. Erhole Dich mal schön diese Woche, aber ich würde dann an Deiner Stelle nächste Woche wieder arbeiten gehen, auch wenn es Dir vielleicht Bauchschmerzen bereitet. Sonst tragen die Kollegen, die Dich bloßgestellt bzw. Dich nicht unterstützt haben, nur ihren Sieg davon. Das ist ja wohl das Letzte, was Du denen gönnen möchtest, oder? Alles Gute. Gerda

1

Hallo, ich bin der Ansicht, Du solltest jetzt nichts überstürzen. Schau Dich in Ruhe auf dem Arbeitsmarkt um, bewirb Dich und warte erstmal ab, ob Du zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wirst. Wenn bei den Bewerbungen alles gut für Dich läuft und Du ein neues Angebot hast, würde ich beim derzeitigen AG die Kündigung einreichen. Ich selbst war auch schon in einer ähnlichen Situation, daher weiß ich, dass das sehr strapazierend ist, aber ich würde jetzt nicht kopflos sofort kündigen. Ich wünsche Dir alles Gute. lg Gerda

Kündigen? Klares nein. Wenn es wirklich gar nicht mehr geht lasse dich länger krankschreiben, zum Beispiel für eine mehrwöchige Kur. Aber die Probleme werden dadurch natürlich nicht gelöst.

Was da vorgefallen ist hört sich auf jeden Fall unschön ab. Aber andererseits ist die Situation offenbar klar - die Kollegin ist für dich gestorben, also lasse sie einfach links liegen. Die Männer wollen dir nicht helfen - OK, ich gehe davon aus, dass du nicht auf ihre Hilfe angewiesen bist? Wenn du deinen Job alleine nicht bewältigen kannst wäre ein Arbeitsplatzwechsel evtl. nicht verkehrt, womöglich bist du damit überfordert? Auf Dauer kann so eine Situation sehr belastend sein (neben den sozialen Problemen).

Aber einfach kündigen würde ich auf keinen Fall. Entweder aus der Stelle heraus auf einen anderen Arbeitsplatz bewerben oder im Extremfall längerfristig krankschreiben lassen und sich dann ggf. mit dem Arbeitgeber einigen.

Alternative wäre sonst noch der Betriebsrat, sofern vorhanden. Der ist für Mobbing-Angelegenheiten zuständig.

Dadurch das du bei besagter Arbeitskollegin den Mund haltest und nichts sagt hast du ihr damit die Startbahn freigegeben weil du damit suggerierst das du dir alles gefallen lässt. Vermutlich gibst du auch anderen den Eindruck. Entweder du fangst dich an zu wehren und suchst das klärende Gespräch indem zu deinen Standpunkt klar darstellst ansonsten wirst du weiterhin mit solchen Aktionen leben müssen. Wenn es dich zu sehr belastet ist es besser wenn du kündigst, denn keine Arbeitsstelle (auch wenn der Arbeitsmarkt mau ist) ist es wert das man seine Gesundheit dafür aufs Spiel setzt.

wenn es wirklich mobing ist rate ich zu einem anwalt für arbeitsrecht Mfg ThomasE

Ich würde dir - wie Gerda - ebenfalls empfehlen, nicht kopflos zu kündigen. Der Arbeitsmarkt ist nicht gerade rosig und es ist auch zweifelhaft, ob es woanders besser sein wird. Ich würde an deiner Stelle vielmehr mal an deinem dicken Fell arbeiten. Ich bin als Frau in einem Männerberuf (IT) mittlerweile den etwas raueren Umgangston gewöhnt, aber am Anfang hat es mich auch erst einige Zeit gekostet (und Nerven), bis ich das gelernt habe. Zuallererst sollte man nicht immer alles auf sich beziehen (ich weiß, wir Frauen neigen dazu :-)). Aber nicht jeder Blick, jedes Lachen oder jeder betroffene Gesichtsausdruck weist gleich darauf hin, dass man gemobbt wird. Die Szene mit der einen Frau zeigt doch, dass das nicht nur auf dich bezogen ist. Du schreibst ja selbst, dass die anderen dir gesagt haben, das würde sie nicht das erste Mal machen. Also hat sie es bei anderen ja auch schon gemacht, die Kollegen wissen das - damit sollte die Sache für dich erledigt sein. Nicht DU stehst jetzt in schlechtem Licht da, sondern die andere. Und was die Gleichberechtigung angeht: grundsätzlich haben die Jungs natürlich recht. Wenn wir ernst genommen werden wollen auf dem Arbeitsmarkt, dann müssen wir auch unseren Teil dazu beitragen. Das heißt also, dass wir nicht gleich bei jeder Hürde um Hilfe schreien dürfen (glaub mir, auch das Gefühl kenne ich gut^^), sondern zuerst alleine versuchen sollten, sie zu überwinden. Das Hochgefühl hinterher ist großartig. Erst wenn das alles nicht funktioniert, sollten wir auf die Hilfe von Kollegen zurückgreifen. So wie jeder Mann das eben auch macht ... das lässt sich lernen. Sich jetzt in die Krankenecke zurückzuziehen halte ich für den verkehrtesten Weg (auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: auch DAS kenne ich gut... diese typischen Bauchschmerzen, wenn man in der Früh in die Arbeit soll). Diese Bauchschmerzen haben Männer auch, nur haben sie gelernt, damit umzugehen. Das müssen wir auch. Erst wenn wirklich unzumutbare Zustände herrschen, ist ein Arbeitswechsel die einzige Lösung. Ansonsten schleppst du die Probleme nur mit zu deinem neuen Arbeitsplatz ... Nütze diese Woche, um Kraft zu tanken, und dann versuche es noch einmal. Du schaffst das, davon bin ich überzeugt. Und hinterher bist du total stolz auf dich, bestimmt :-)

Aber trotz alldem finde ich Hör auf dein Inneres.

Alles liebe deine Anna

Was möchtest Du wissen?