Antidepressiva sinnvoll bei PMS?

3 Antworten

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Es fragt sich, welche Nebenwirkungen schlimmer sind - die von der Pille oder die der Antidepressiva. Ich habe auch eine Zeit lang Antidepressiva genommen (wegen Stresskopfschmerzen) und würde das Niemandem empfehlen. Zudem machen viele Antidepressiva abhängig. Vielleicht sprichst du auch einfach mal mit einem Frauenarzt, der wird dir Tipps geben. Diese Gedanken von denen du sprichst, sind in der Pubertät aber auch normal und mich würde es wundern, wenn dir ein Arzt deswegen Antidepressiva verschreibt. Die Pille hat natürlich Nebenwirkungen, allerdings hat sie auch positive Effekte. Sie kann Hautproblemen entgegenwirken, bringt eine gewisse Regelmäßigkeit und deine Menstruation und deinen Hormonhaushalt und kann bei Regelschmerzen helfen. Und wenn der Hormonhaushalt durch die Pille reguliert wird, lassen auch diese Depressionen nach. LG

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@ guilty: Antidepressiva machen nicht abhängig. Es kann zwar (nicht muß) zu Absetzungserscheinungen kommen. Diese sind aber nicht zu verwechseln mit einer Abhängigkeit. (Nix für ungut)

Ansonsten hast du aber recht, guilty, wenn du schreibst, dass depressive Verstimmungen in der Pubertät vorkommen. Auch mich würde es wundern, wenn ein Arzt in dieser Situation ein Antidepressivum verordnen würde.

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Vielen Dank für die Antwort. Ich bin mir sehr bewusst, dass sowas in der Pubertät sowieso vorkommt, nur weiß ich genau, dass diese Depressionen in dem Zeitraum nur von der Mens kommen können. ;) Spürt man ja irgendwie..

Dann werde ich die Antidepressiva sein lassen und erstmal mit meiner Frauenärztin sprechen.

Mal etwas anderes: das PMS hängt doch rein logisch bestimmt auch mit der Schilddrüse zusammen. Ich hab' eine Schilddrüsenunterfunktion.. könnte das PMS bei mir gemindert werden, wenn ich die Mittel gegen die Unterfunktion wieder nehme? Dadurch wäre ja der Hormonhaushalt stabilisiert, oder nicht?

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Da diese Depressiven Verstimmungen bei dir eindeutig auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen sind, würde ich die Problematik mal mit deiner Fraunärztin besprechen. Ich denke nicht, dass hier Antidepressiva das Mittel der Wahl wäre. Hier kann man sicherlich erts einmal hormonell etwas verändern.

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Vielen Dank, das wäre vllt wirklich sinnvoll. :)

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Pille führt zu verminderter sexueller Lust und macht dick - natürlich nicht bei allen.... Antidepressiva machen nur Sinn, wenn die PMS schon ordentlich ausgeprägt ist und nicht anders zu therapieren.

Vgl mal:

Therapeutic management of premenstrual syndrome by Freeman EW. (paper request via: freemane@mail.med.upenn.edu) IMPORTANCE OF THE FIELD: Premenstrual syndrome (PMS) is among the most common health problems reported by reproductive-age women. Estimates indicate that up to 25% of women may warrant treatment for the distress or impaired functioning associated with the symptoms. AREAS COVERED IN THIS REVIEW: The primary focus of this review is the clinical condition of PMS and randomized, placebo-controlled trials of PMS treatment. A literature search in PubMed was conducted for these topics. The most recent reports of specific treatments in controlled treatment studies and all meta-analyses were selected. WHAT THE READER WILL GAIN: Reports consistently indicate that serotonergic antidepressants reduce PMS symptoms compared to a placebo. Hormonal treatments are the most widely prescribed medical treatment. Some oral contraceptives and gonadotropin-releasing hormone analogs have demonstrated efficacy, particularly for women who want contraception and PMS symptom control. Numerous non-pharmacologic treatments are utilized, but efficacy is reported only for calcium supplements, Vitex agnus castus (chasteberry), and cognitive-behavioral therapies. Further research to develop new therapies for the 40% of women with PMS who do not respond to the currently available treatments is needed. TAKE HOME MESSAGE: There are treatments with demonstrated efficacy for PMS, and the majority of women can be helped. aus: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20687778

oder:

ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21609380 : AUTHOR'S CONCLUSIONS: Although acupuncture seems promising for symptom improvement in women with PMS, important methodological flaws in the included studies weaken the evidence. Considering the potential of acupuncture, further rigorous studies are needed.

oder:

ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19514832 : CONCLUSIONS: There is a paucity of research on the effects of exercise on PMS. Although the American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) has advised that regular aerobic exercise may help relieve PMS, to make any evidence-based policy recommendations regarding the effectiveness of exercise, more high-quality research is required.

oder:

ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19923637 : RESULTS: Sixty-two herbs, vitamins and minerals were identified for which claims of benefit for PMS were made, with RCT evidence found for only 10. Heterogeneity of length of trials, specific products and doses, and outcome measures precluded meta-analysis for any NP. Data supports the use of calcium for PMS, and suggests that chasteberry and vitamin B6 may be effective. Preliminary data shows some benefit with ginkgo, magnesium pyrrolidone, saffron, St. John's Wort, soy and vitamin E. No evidence of benefit with evening primrose oil or magnesium oxide was found. CONCLUSION: Only calcium had good quality evidence to support its use in PMS. Further research is needed, using RCTs of adequate length, sufficient sample size, well-characterized products and measuring the effect on severity of individual PMS symptoms.

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Liebe/r poldwill,

gesundheitsfrage.net ist eine Ratgeberplattform auf der es vor allem darum geht, eigene Erfahrungen und gute Tipps weiter zu geben. Deine Empfehlung an Fachliteratur ist streng wissenschaftlich, vielleicht ist es möglich, dass Du dem User eine Übersicht der Inhalte bietest oder kurz zusammenfasst, was dort enthalten ist? So sieht der User direkt, was gerade in der Forschung diskutiert wird.

Vielen Dank und viele Grüße

Alex vom gesundheitsfrage.net-Support

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Sehr starke Regelblutung, wieso?

Hallo =) Zuvor sollte ich sagen, dass ich immer 3-4 Monate die Pille durchnehme und dann meine Periode "kommen lasse". Das ist mit 4 Frauenärzten und einem Hausarzt abgesprochen. (Nur zur Sicherheit ^^) Bis jetzt hatte ich nie Probleme. Letzten Dienstag habe ich dann wieder Pause gemacht. Dann geht es meistens 5 Tage bis meine Periode kommt. Samstags hatte ich dann leichte Schmierblutungen und extrem Bauchschmerzen. Da ich aber sowieso immer Probleme während meiner Tage habe ist das nicht besonders schlimm. Am Sonntag fingen meine Tage dann richtig an. Am Dienstag passierte es das erste mal. Ich war arbeiten und plötzlich spüre ich einen Schwall Blut. Es fühlte sich so an, als würde ich in die Hosen machen. Bin sofort aufs Klo und dann war die komplette Binde voll. Hab dann gewechselt und dann ging es wieder. Mittwochs waren dann meine Tage mehr oder weniger normal. Heute passierte es wieder. War wieder arbeiten und jedes Mal wenn ich aufgestanden bin, spürte ich wie ein Schwall Blut aus mir fliesst. Als ich dann 2 Stunden später aufs Klo bin, war alles komplett voll. Hab dann die Binde gewechselt (Tampon bringt da überhaupt nichts mehr!) und bin wieder arbeiten. Ab da an musste ich jede Stunde meine Binde wechseln. Zusätzlich kommen auch noch etwa Dauemgrosse Klumpen Blut mit.

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