Antibiotika bei Zahn-OP ?

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Üblicherweise hat die Antibiotika-Prophylaxe mit Beginn der Narkose einzusetzen, um eine rechtzeitige und ausreichende Verteilung des Antibiotikums im Gewebe beziehungsweise zum Ort einer potenziellen Infektion zu gewährleisten.

  • Eine Antibiotika-Prophylaxe muss aber auf jeden Fall 30 bis 60 Minuten vor einer operativen Handlung begonnen werden. Die Antibiotikagabe erst nach Wundverschluss ist wirkungslos.

Eine Antibiotika-Prophylaxe ist nur bei Operationen mit erhöhtem postoperativem (nach der OP vorhandenen) Infektionsrisiko angezeigt. Eine generelle Verabreichung von Antibiotika nach "sterilen" Operationen beziehungsweise die unkritische Antibiotika-Prophylaxe ist abzulehnen. Unter anderem können sich nämlich resistente Keime entwickeln beziehungsweise deren Vermehrung geradezu gefördert werden. Angezeigt ist die Prophylaxe bei Wundinfektionsraten von mehr als fünf Prozent, bei möglichen schwerwiegenden örtlichen Folgen beziehungsweise möglichen schwerwiegenden Folgen für den Körper allgemein.

Wichtige Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Antibiotikums sind: Art und Dauer der Operation, die zu erwartenden Erreger, Pharmakokinetik (Halbwertszeit und Gewebekonzentration), Resistenzbildung, Toxizität und insbesondere klinische Erfahrung, belegt durch prospektive klinische Studien. Das „prophylaktische Antibiotikum" darf weder toxisch noch teuer sein. Zudem dürfen keine „Panzerschrank-Antibiotika" verwendet werden.

Die Antibiotika-Prophylaxe sollte so kurz wie möglich gehalten werden ("Single Shot"). Bei einer langen Operations-Dauer von mehr als 2,5 bis 3 Stunden oder bei Operationen mit Blutverlust über einem Liter kann eine Wiederholungsdosis verabreicht werden. In der Regel verabreicht der Arzt eine weitere Dosis, wenn die Halbwertszeit des verwendeten Antibiotikums von der Operationsdauer wesentlich übertroffen wird (2,5 Mal und mehr).

Tritt während der Operation eine Situation ein, die eine Antibiotika-Prophylaxe erfordert, z. B. durch Eröffnung eines Hohlorgans, so wird umgehend ein geeignetes Antibiotikum verabreicht. Die chirurgische Antibiotika-Prophylaxe ist weitgehend die Aufgabe des Narkosearztes (Anästhesisten).

Die Gefährdung durch eine Kurzzeitprophylaxe von Antibiotika in der Chirurgie wird oft überschätzt. Die Unterlassung einer erforderlichen Antibiotika-Prophylaxe kann mitunter einen viel größeren Schaden hervorrufen.

Infektionen müssen ausreichend behandelt werden. Ein Infektionsherd muss stets ausgeräumt werden und erfordert eine mehrwöchige Antibiotikatherapie.

Dankesehr, sowas habe ich gesucht! Bei google komischerweise nicht gefunden.

Mein Arzt hat auch gesagt, ich soll das (oder die?) Antibiotika eine Stunde vor der OP einnehmen.

Hat mir sehr geholfen!

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@Lthpy

freut mich, dass ich dir weiterhelfen konnte!

viel erfolg für die "op" !

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Ich musste bei meiner Zahn-OP auch vorher anfangen, Antibiotika zu nehmen.. Am besten, du sprichst das mit deinem Zahnarzt ab und erzählst ihm von deinem Herzfehler.. Da bist du auf dem sichersten Weg!

Ich würde auch den Arzt fragen und nicht einfach so absagen. Es dauert ja dann meistens ewig, bis man einen neuen Termin bekommt.

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@Tiwaku

Vielen Dank! Ich habe bei dem Chirurgen angerufen, der hat mir dann weitergeholfen. Absagen wäre tatsächlich problematisch geworden.

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