Frage von Kaleido, 70

Angst vor einem Hirntumor?

Hallo zusammen. Ich versuche mich kurz zu fassen, deswegen wirkt es im folgenden etwas abgehackt, bitte entschuldigt.

Folgende Situation: Ich, 31, weiblich, leichtes Übergewicht. Hatte vor 2 Wochen Ca. 1 Woche schmerzen hinter dem Auge rechts. Als drücke etwas in die Augenhöhle. Kein dramatisch schlimmer Schmerz aber unangenehm und vor allem oft und lang (nie nachts) zum Augenarzt, Verdacht auf stauungspapille einseitig und die aussage es könnte was ganz harmloses oder sogar angeborenes sein ODER ein Hirntumor dahinterstecken. Zum Hausarzt, Überweisung in Radiologie und habe in 2 Wochen einen Termin für's MRT. Natürlich werde ich erst danach Gewissheit haben was los ist aber ich würde gern wissen ob meine seit dem auftretenden Symptome typisch sind für Tumore oder eher etwas anderes. Habe seit der Verdachtsdiagnose angstzustände. Ab und zu so ein "kalter Schauer" Gefühl in das ich mich panisch hineinsteigere. Der Druckschmerz ist nicht mehr genau hinter dem Auge aber oft rechtsseitig um das Auge herum. Teilweise auch Richtung Nase. Stirn, Wangen, Kiefer und hinter den Ohren oder weit oben im Nacken schmerzen manchmal leicht (der Kopfschmerz ist immer erträglich und eher "leicht", beginnt fast täglich gegen Mittag und wird erst zum Abend besser.) Hatte auch schon die Weißheitszähne in Verdacht, die hatten in der Vergangenheit mal stress gemacht, sind aber noch vorhanden. Wenn ich mich gerade nicht bekloppt mache geht es mir besser, steigere ich mich rein wird alles schlimmer. Übelkeit oder Schwindel habe ich ausser in diesen Momenten wo ich sicher bin nur Panik zu haben nicht. Ich schlafe sehr gut ohne jegliche Beschwerden. Aktuell trage ich trotz sehschwäche keine Brille, vorher auch nur ab und zu (zb beim Videospiele spielen). Ich neige immer dazu sehr genau auf meinen Körper zu horchen und mache mir viel Sorgen. Ich hoffe nur die Zeit bis zum MRT bekomme ich irgendwie rum. Das macht mich ganz wahnsinnig.

Ach ja dazu sei gesagt das der Kopfschmerz über den Tag verteilt fast nie ganz verschwindet, jedoch wandert. Mal schmerzt der Nacken stark, dann wieder das Auge, dann die Stirn... nie mehrere stellen zeitgleich.

Ich bewege mich berufsbedingt viel und arbeite im stehen, bin also im schnitt 10 Stunden täglich auf den Beinen. Manchmal wird der schmerz durch viel Bewegung besser, mal nicht.

Er fühlt sich übrigens nie pochend an sondern immer nur drückend.

Hat jemand ähnliches erlebt? Oder einen guten Rat ausser das ich mich nicht kirre machen sollte? Danke für eure Zeit ♡

Antwort
von Charite17, 34

1. Viele Patienten haben Spannungskopfschmerzen (und Ihrer Beschreibung nach handelt es sich in Ihrem Fall um Spannungskopfschmerzen), und wiederum viele davon bekommen schnell Angst vor einen Hirntumor. Da Spannungskopfschmerzen häufig Ausdruck psychischer Erregung sind, ist das einleuchtend. 

2. Auch wenn Kopfschmerzen ansich schwer differenziert werden können: Der typische Tumorbedingte Kopfschmerz ist fast gegenteilig zu dem von Ihnen beschriebenen: Er tritt überwiegend nachts und in den frühen Morgenstunden auf, verliert aber im Laufe des Tages an Intensität und ist gegen Abend fast gar nicht mehr zu spüren. Er gewinnt mit der Zeit zunehmend an Stärke, wobei der Schmerz von Tumorpatienten häufig als "ungewöhnlich" und "neu" beschrieben wird.

3. Auch wenn Kopfschmerzen zu den Erstsymptomen eines Hirntumors zählen, so gehen sie in den meisten Fällen mit weiteren neurologischen Symptomen einher. Der Kopfschmerz basiert auf einem Anstieg des Schädeldrucks. Dieser verursacht auch Strukturschäden des Hirngewebes, isolierte Kopfschmerzen sind also im Falle eines Tumors selten.

Auch wenn jede Abklärung Sinn macht- es besteht für Sie meiner Einschätzung nach kein Grund, die zwei Wochen in Panik zu verfallen.

Frohe Ostern und entspannte Feiertage!

Kommentar von Kaleido ,

Vielen lieben Dank.

Antwort
von Huflatich, 19

Ersteinmal mach Dich nicht verrückt (auch wenn Du das wohl nicht lesen möchtest) 

Irgendwie klingt spontan das für mich einfach nach stressbedingten Symptomen. Schon mal deinen Blutdruck kontrolliert ?

Baldrian,Hopfen Präparate lassen Dich ruhig schlafen und entspannen.

Schüssler Salz Nr. 5 in D12 (ich denk mal so drei Stk. einmal tägl.)

Ansonsten hast Du ja jetzt einen Termin und wenn wirklich etwas sein sollte (was ja absolut nicht gesagt ist) sind die heute doch echt weit mit Op & Co.... 

Also wie geschrieben nicht verrückt machen gibt doch keinen wirklichen Grund oder hast Du familiäre Vorbelastung ? - Eigentlich alles doch nur, weil ein Arzt etwas gesagt hat, was sein "könnte". Also 50/50 . 

Alles Gute!


Antwort
von GansHeitlich, 34

Ich würde dir empfehlen einen guten Osteopathen aufzusuchen, damit Verspannungen im Nackenbereich, ggf. Fehlstellungen gelöst werden können.

Nur Mut, ich denke nicht, dass du unter einem Tumor leidest. Vielmehr gehe ich von einer Migräne aus. Versuche dich zu entspannen und viel klares Wasser zu trinken.

Gute Besserung.

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