Angst vor Betablocker?

2 Antworten

Eine Betablockertherapie ist eigentlich nicht die erste Wahl eines Medikaments, um die "Psyche runter zu bekommen", zumal ein Ruhepuls von 80 zwar hoch normal, aber noch normal ist, beim Blutdruck das gleiche. Manche Patienten, die regelmäßig Panikattacken bekommen, tragen Bisoprolol o.Ä. in der Tasche, um ggbf. bei einem Anfall nicht in lebensgefährliche Frequenzen zu kommen (ca.>150 p.min.), bei einem gesunden Herzen muss aber ansonsten definitiv kein Bisoprolol verschrieben werden. Ihre innere Anspannung sollte vielmehr ein Psychotherapeut in Angriff nehmen. Eine kardiale Gefahr sollte bei den von Ihnen beschriebenen Vorbefunden an sich nicht vorliegen....

Hi Lori,

Du brauchst in der Regel keine Angst haben den Betablocker zu nehmen, deine Werte sind Gut und durch so eine minimale Dosis wird dein Herz nicht aus den Fugen geraten dass du etwa Sorgen haben musst dass der Puls zu langsam wird.

Betablocker sorgen dafür dass Stresshormone nicht weiter an dein Herz andocken können und hemmen die Auswirkungen des Adrenalins. Dadurch vermindert sich der Puls und Blutdruck. 

Nebenwirkungen könnten auftreten, auch bei dieser geringen Dosis. Diese können z.b Schwindel, Betäubtheitsgefühl, Übelkeit sein. Gibt auch paar weitere Nebenwirkungen, einfach mal in die Packungsbeilage schauen.

Ich nehme selbst seit Jahren Bisoprolol, derzeit die maximale empfohlene Höchstdosis von 10mg täglich. Ich vertrag es gut.

Ich möchte dir allerdings den Rat geben das ganze nocheinmal mit einem Kardiologen zu besprechen. Mir Wiederstrebt es etwas dass man dir die Einnahme von Betablocker empfiehlt um die Psyche runterzubekommen. Betablocker sind zwar Allgemein verträglich aber auch keine Gummidrops ..

Alles Gute!

Anhaltende Tachykardie nach kurzer Belastung?

Hallo.

Seit bereits 7 Jahren leide ich unter Bluthochdruck und erhielt vor 7 Jahren den Betablocker Bisoprolol 5mg morgens und abends.

Ich erkläre kurz meine Vorgeschichte & zwar hatte ich im September öfters anfallsartiges Herzrasen 125-145 Puls pro Minute.Ich wurde erst vom Hausarzt nicht ernst genommen. Habe dann den Hausarzt gewechselt... und wurde im Krankenhaus zur EPU angemeldet. Die erste EPU hatte ich im November 2018 - es sollte eigentlich aufgrund der Diagnose Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie eine Ablation durchgeführt werden - jedoch konnte dieses Herzrasen aufgrund der Schlafnarkose nicht ausgelöst werden und die EPU / Ablation war erfolglos.

Die zweite EPU (wach) hatte ich dann im Dezember 2018 - hier konnte es ausgelöst werden und verödet werden. Zwei Tage nach der Herzkatheterablation stellte sich heraus das ich eine Sinustachykardie habe und man setzte im Krankenhaus Bisoprolol ab und Procolaran 7,5 mg morgens und abends an.

4 Wochen war alles gut :-) und dann ging es wieder los - nach kurzer Stressiger Situation bekam ich Herzrasen (jedoch einen Puls zwischen 110 und 125).

Jetzt ist es so das jedes mal wenn ich mich leicht körperlich angestrengt habe (z.B. morgens Kleidung anziehen - kurz mal die Treppe runter oder diese ganz kleinen leichten Belastungen) geht mein Puls immer hoch zwischen 110 und 120 und bleibt dann auch erstmal danach (egal ob in Ruhe oder weiter bei leichter Belastung) so - mal 2 und mal 3 Stunden - manchmal auch nur eine Stunde.

Ich habe nun wieder Bisoprolol angesetzt bekommen und Flecainid 50mg morgens und abends - es hilft jedoch nichts.

Kann mir jemand der evtl. eine ähnliche oder sogar kleine Situation hat. BITTE WEITERHELFEN; ich bin ratlos.

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