anamnese und verlauf- "Krankenakte bitte übersetzen" Bypass

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Nach Deiner Bypass- Op wurdest Du bei normalem Blutfluss (Hämodynamik) und Gabe von Sauerstoff (Oxygenerierung) extubiert, d.h. der Tubus (Beatmungsschlauch) wurde entfernt. Dann zeigte sich eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose), wahrscheinlich eine Folge der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Am 3. Tag zeigte sich ein Lungenfellerguss (Pleuraerguss) wodurch die Funktionsfähigkeit der Lunge beeinträchtigt wurde. Es kam zu einem Pneumothorax, da sammelt sich Luft im Pleuraspalt (also zwischen Lungenfell und Lunge liegt dieser Spalt) und es wurde eine Thoraxdrainage (Brustkorbdrainage) angelegt, um die Flüssigekeit und Luft abzusaugen. Es kam im Laufe des Tages zum Delir (organisches Psychosyndrom). Trotz dieser Maßnahmen verschlechterte sich weiter der Zustand, sodass mehrere Bronchoskopien durchgeführt wurden (das ist eine endoskopische Untersuchung der Bronchien) bei denen reichlich Sekret (Schleim) abgesaugt wurde. Bei der Bronchoskopie zeigten sich auf beiden Bronchien fleckige Verschattungen bei bekannten Lungeninfiltraten (Flüssigekeitsansammlungen in der Lunge). Es wurde eine Antibiotikatherapie eingeleitet und von einem Physio Atemübungen gemacht, so konnte sich die Atmung verbessern.

Ich hoffe, ich konnte es halbwegs verständlich erklären und Dir damit weiterhelfen. Viele Grüße!

OP- verkalkte Halsschlagader

Hallo, meine Mam hat vor nicht ganz einem Jahr drei Bypässe gesetzt bekommen, davor wurde bei ihr außerdem eine Verkalkung der Halsschlagader diagnostiziert. Letzteres sollte nun operiert werden, aber das ganze gestaltet sich gelinde gesagt zu einer einzigen Farce. Folgendes ist bis jetzt passiert bzw. nicht passiert und als niemals Kranke und dazu noch Leien, sind völlig hilfslos: Das Herzzentrum, in dem die Bypass-OP durchgeführt wurde hat festgelegt, dass das Halsschlagaderproblem in Tablettenform ( Blutverdünner etc. ) zu behandeln sei. Soweit, so gut. Nach etwa einem halben Jahr nach der Bypass-OP verspürte meine mam erneuten leichten Druck im Brustkorbbereich und teilte dies ihrer Hausärztin mit, die diese Info zu den Unterlagen nahm ( unseres Wissens nach heutigem Stand ein grobes Fehlverhalten ), nach der großen Untersuchung wurde dann im örtlichen KKH festgestellt, dass die Verkalkung der Ader sich weiter verstärkt hat und man entgegen der ärztlichen Festlegung des Herzzentrums zu der Feststellung gelangte, dass dies unbedingt operiert werden müsse. Monate später gab es dann einen OP-Termin. Dieser war etwa vor 4 Wochen. Meine Mam wurde im KKH aufgenommen und Voruntersuchungen wurden gemacht. Am 2. Tag ihres Aufenthaltes wurde ihr jedoch mitgeteilt, dass die OP nicht stattfinden könne, weil der Neurologe im Urlaub sei. Also verließ sie das KKH. Ein neuer Termin wurde festgelegt. Dieser stand für den 26.10.2011 fest. Die Aufnahme im KKH erfolgte erneut einen Tag zuvor. Die Prozedur der Vorbereitungen fand wiederholt statt, mit dem Ergebnis, dass nun der Anästesist Einspruch gegen die geplante OP erhob wegen des durch die Patientin angegebenen Druckempfindens im Brustkorbbereich. Daraufhin entschied man sich, die OP zu verschieben, um die Voruntersuchungen genauer vorzunehmen. Dies geschah und am Abend des 26.10. stand der neue OP-Termin für den darauffolgenden Tag, den 27.10. fest. Nun wurde meine Mam am Vormittag des angesetzten OP-Tages bis vor den OP-Saal geschoben, wo offensichtlich die an der OPbeteiligten Ärzte zusammentrafen mit dem Fazit, dass der Chirurg die OP unter den gegebenen Voraussetzungen ablehnte. Es müsse erst ein Herzkatheter durchgeführt werden, da sonst die Gefahr für einen Herzinfarkt während der OP entscheidend zu groß sei. Also wieder alles retour und erneute Entlassung aus dem KKH. Es gibt jetzt einen Termin in einer nahegelegenen Kleinstadt, wo ein Herzkatheter gemacht werden soll, dieser ist für den 9.11.2011 festgesetzt. Wir sind sprachlos und entsetzt darüber, wie man hier verfährt. Wer kann denn bei diesem vielen Hin und Her noch Zuversicht und Vertrauen haben????????? Weder der Patient, noch wir als Angehörige! Viele Kleine Dinge, die für Unsicherheit und zusätzlich für Verwirrung sorgten, habe ich gar nicht erwähnt. was aber soll man tun? Wir würden uns jetzt gern an einen Gefäßspezialisten wenden, wissen aber nicht, wie und wo und ob es überhaupt ratsam ist.

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