Ambulante Psychotherapie gerade beendet, jetzt aber hilfebedürftig in einer akuten Lebenskrise

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6 Antworten

Bei einer psychsomatischen Rehamaßnahme bräuchte er sich keine Sorgen zu machen, dass er gleich mit Medikamenten ruhig gestellt wird. Es wäre aber auch denkbar, sich einen Psychologen zu suchen und dort eine weitere Psychotherapie zu machen. Ein einziger "Durchgang" von Psychotherapie reicht in sehr vielen Fällen nicht aus. Viele Patienten lassen sich ein zweites Mal eine Psychotherapie verschreiben, weil sie einfach noch nicht so weit sind und noch Hilfe brauchen. Die Krankenkassen genehmigen diese Verlängerungen meist ohne weitere Probleme. Sag deinem Freund, er kann sich ganz bestimmt noch eine Verlängerung zu seiner Psychotherapie verordnen lassen.

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Alternativen wären aus meiner Sicht:

  • er kann eine psychosomatische Rehabilitationsmaßnahme beantragen; dort ist nicht der Fokus auf Medikamenten. Zudem ist er auch mal aus dem häuslichen Umfeld weg, was helfen kann

  • er wird Selbstzahler und bezahlt eine Therapie: dann ist es nicht begrenzt und abhängig von der Krankenkasse. In dem Sinne Gesundheit sollte uns auch Geld wert sein.

  • Selbsthilfegruppen aufsuchen, um sich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen und von denen zu erfahren, was ihnen geholfen hat.

  • bei bestimmten Ergotherapeuten lässt sich auch gut "Gestalttherapie", z.B. Kunsttherapie, Arbeit am Tonfeld etc. machen - dies könnten die dann aber auch über Ergotherapie abrechnen lassen, was ja die KK zahlt

Das ist das was mir auf Anhieb einfällt.

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Hallo, die ambulante Psychotherapie ist je nach Therapieform in verschiedene Abschnitte eingeteilt.

Wenn "jemand" 25 Sitzungen hatte, dann war dies wahrscheinlich ein Kurzzeittherapieantrag innerhalb einer Verhaltenstherapie. Hier kann vom Therapeuten eine Verlängerung beantragt werden, in der Regel werden zunächst in diesem Fall 20 weitere Stunden beantragt. Darüberhinaus kann der Therapeut auch monatlich eine Sitzung (nur, aber immerhin) als Krisenintervention abrechnen, ("Psychotherapeutisches Einzelgespräch), ohne Anträge und Papierkram.

Der richtige Weg wäre in diesem Fall wohl, erst mal den Therapeuten, zu dem es wohl nach 25 Stunden hoffentlich eine gute Arbeitsbeziehung gibt, zu kontaktieren.

Zum Anderen hat er Angst dort Psychopharmaka verordnet zu bekommen, die abhängig machen könnten >

Es gibt auch Medikamente, die hier verordnet werden und nicht abhängig machen, sondern vor allem hilfreich sind. Es ist nicht hilfreich, hier zu generalisieren.

LG rZ

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Hallo,

mit dem Psychotherapeuten Kontakt aufnehmen und das Thema Verlängerungsantrag besprechen. Der Therapeut erstellt dann einen anonymisierten Bericht für einen Gutachter. In den allermeisten Fällen wird die Verlängerung bewilligt.

Mit einem Arzt des Vertrauens eine medikamentöse Therapie bis zum Beginn der Verlängerungstherapie besprechen. Ggf. Notfallmedikamente besorgen. Bei einem erfolgreichen Selbstmordversuche sind alle Hinweise erfolglos gewesen.

Gruß

RHW

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Alles ganz hervorragende Antworten vielen Dank! Schade, dass man nicht 4mal "hilfreichste Antwort" vergeben kann.

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